interaktiv

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Uni-Cup

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

26.01.2017

Eines der RWTH-Highlights im Winter ist definitiv der Uni-Cup. Dabei treten die drei großen Fachschaften Maschinenbau, Elektrotechnik und Medizin im Eishockey mit je einer Professor-, Damen- und Herrenmannschaft gegeneinander an. Außerdem hat jede Fachschaft ihr Cheerleader-Team, dessen Show meist noch mehr entgegengefiebert wird als der eigentlichen Hockey-Begegnung. Insbesondere der unvergleichlichen Stimmung wegen, die dort jedes Jahr aufs Neue herrscht, sind die Karten dafür so begehrt, dass man für das Anstehen bis zu zehn Stunden einplanen sollte.
Meine Kommilitonen und ich begaben uns deshalb mitternachts, mit Klappstühlen und Glühwein ausgerüstet, in den Innenhof eines Unigebäudes, um am nächsten Morgen um 10 Uhr zum Verkaufsstart auch tatsächlich an die begehrten Karten heranzukommen. Den Minusgraden trotzten wir mit Decken, Skiunterwäsche und selbstgemachter Lagerfeuermusik. Dieses alljährliche Campieren für die Karten ist schon seit einigen Jahren studentische Tradition und verschiebt sich jedes Mal aufgrund der zunehmenden Beliebtheit etwa eine Stunde nach vorne. So reichte es vor zwei Jahren noch, den Klappstuhl erst gegen fünf Uhr morgens auszupacken; inzwischen ist das Anstehen an sich schon zum Event geworden, sodass viele Studierende, so wie wir, gut gegen Kälte gewappnet die ganze Nacht dort verbringen. Der Uni-Cup findet eine Woche später statt. Es ist eines der wenigen Events der Uni, das einem ein wirklich starkes Zugehörigkeits- und Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt, wie es sonst eher an ausländischen Hochschulen üblich ist.
Ich freue mich schon darauf, dass die Maschinenbauer den Titel verteidigen werden – hoffentlich!

Diesen Artikel teilen