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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Tanzhaustango

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

01.02.2017

Das Tanzhaus NRW ist ein eher unscheinbares Gebäude mitten in Düsseldorf. Am Wochenende waren mein Freund und ich dort, um mein Geburtstagsgeschenk einzulösen: Ein Tango-Workshop über zwei Tage.
Knappe fünf Minuten zu spät trafen wir dort ein und auf eine bunt gemischte Gruppe, die (typisch deutsch) natürlich schon angefangen hatte. Verpasst hatten wir bis dato aber nur die Willkommensworte. Außerdem passte das Tempo gut zum Durchschnittsalter der Gruppe, sodass wir wahrscheinlich auch mit 45 Minuten Verspätung noch problemlos hätten aufholen können. Neu für mich war die Art der Kursleitung, denn bisher kannte ich aus Schulzeiten nur die örtliche, alteingesessene Tanzschule, die in ihrem Lehrkonzept sehr schrittfolgenfokussiert vorgingen. In diesem Kurs ging es hingegen nicht darum, typische Schritte zu lernen, sondern vielmehr darum, nonverbale Signale zu senden und zu empfangen, sodass das Tanzen ganz ohne Schrittabsprache möglich ist. Unsere beiden Kursleiter beherrschten diese Art der Kommunikation perfekt. Sie brauchten nicht einmal die Augen zu öffnen, um zu wissen, was der Partner tanzen wollte.
Im Gegensatz dazu stolperten wir Anfänger erst mal alles andere als anmutig übers Parkett. Es dauert eine ganze Weile, um die Sinne so zu schärfen, dass man die minimalen Änderungen wahrnimmt, die einen Körper durchlaufen, wenn er zum Beispiel statt eines Schrittes nach vorne einen zur Seite machen möchte. Erstaunlicherweise war es nach einiger Zeit tatsächlich einfacher, die Schritte meines Tanzpartners zu erraten, wenn ich die Augen geschlossen hielt. Obwohl es durchaus hilfreich ist, die Bewegungen des anderen zu sehen, kann man sich ohne visuelle Ablenkung besser auf Körperhaltung und Dynamik des anderen konzentrieren.
Insgesamt dauerte der Tango-Kurs zweimal drei Stunden, in denen ich einen völlig anderen Einblick in das Tanzen bekam. Hier war viel mehr Konzentration und Aufmerksamkeit gefragt, als in den Kursen, die ich bisher besucht hatte.

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