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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Superbowl 51

Zum Superbowl, dem Finale der US-amerikanischen Football-Liga, ist es in meinem Freundeskreis zur Tradition geworden, sich in der Heimat zu treffen und gemeinsam bei Rippchen, Nachosalat und Eissplittertorte auf den Kickoff hinzufiebern. So auch vor einigen Wochen wieder und zudem mit freundlicher Unterstützung der Skype-Dienste, schließlich befindet sich einer von uns in Tansania.
Da der Superbowl hierzulande erst um 0.30 Uhr gestartet ist, saßen zwei von uns in einer Zwickmühle: Einer musste um 5.30 Uhr raus, um pünktlich eine Stunde später im Zug zu sitzen, der andere musste nicht nur pünktlich, sondern auch putzmunter um 8 Uhr in der Uni sein, um eine Klausur zu schreiben. Da keine ihrer favorisierten Mannschaften im Superbowl stand, entschieden sich beide, verfrüht den Heimweg anzutreten. Ich selbst hatte zwar am nächsten Tag einen meiner seltenen Pflichttermine, musste dafür aber weder großartig ausgeschlafen noch früh wieder in Aachen sein und konnte so mit den anderen bis 4.30 Uhr ein grandioses Spiel sehen, dass kurz vor Ende durch eine unglaubliche Aufholjagd bis in die Verlängerung hinein noch Geschichte schrieb. Etwas widerwillig musste uns unser Freund in Tansania wenige Minuten vor Ende verlassen, da er dank weiterer zwei Stunden Zeitverschiebung zur Arbeit musste. Natürlich verpasste er so den entscheidenden Touchdown des Spiels – so ein Pech!
Nach etwa vier Stunden Schlaf machte ich mich auf den Rückweg nach Aachen, um dem letzten Pflichtmodul dieses Semesters meine Aufwartung zu machen. Ein außerplanmäßiger Aufenthalt am Kölner Hauptbahnhof gab mir ausreichend Gelegenheit, mich über meine großzügige Zeitkalkulation zu freuen und das Material für das anstehende Modul durchzugehen. Leider konnte ich nicht wie geplant einschlafen. Deshalb griff ich zum ultimativen Schlafmittel: dem Werkstoffkundeskript.
Angenehmer Nebeneffekt war, dass ich dabei schon für die erste Klausur lernen konnte. Die steht nämlich bald an und flößt mir dauerhaftes Unbehagen ein.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 21, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 21, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Oche Alaaf!

In meiner Heimat, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, ist man von Geburt an, quasi per Definition gnadenloser Karnevalist. Von Donnerstagmittag bis Aschermittwochmorgen ist schulfrei, jedes Kaff hat seinen eigenen Umzug und man trifft alle paar Meter jemanden, den man kennt.
Voriges Jahr war es mir vergönnt, wenigstens an zwei Tagen trotz Klausurenphase in die Heimat zu fahren. Dieses Jahr stand leider ausgerechnet am Karnevalsdienstag die Matheklausur an. Ironischerweise wurde unser Lernraum über Karneval zur unieigenen Partylocation umgestaltet und damit für jegliche Lernvorhaben geschlossen. Halb lachend, halb weinend suchten wir uns einen anderen Raum, in dem wir elf Stunden am Tag verbringen wollten, und stießen aus Mangel an Alternativen auf den Audimaxkeller. Von 8 bis 21Uhr abends wurde ich zum Glück nur durch die beim Mittagessen an uns vorbeitorkelnden Krümelmonster daran erinnert, dass Karneval war. Am Tag vor der Klausur gönnte ich mir mit dem einzig anderen Karnevalsfan in meiner Lerngruppe eine kurze Auszeit, um mir den Aachener Rosenmontagszug live anzusehen. Direkt neben dem Zugkommentator wurden wir mit einem dreifachen „Oche Alaaf!“ regelrecht druckbetankt, sodass wir uns nach zehn Minuten etwas zufriedener wieder unserer Lerngruppe anschließen konnten, die derweil eine kurze Lernpause zugunsten eines Naturfilms eingelegt hatte. Wenn man seit Tagen nichts anderes macht, als Matheaufgaben zu lösen, entwickelt das Gehirn offensichtlich ungewöhnliche Bedürfnisse ...
Obwohl mir klar wurde, dass es in den nächsten Jahren über Karneval wahrscheinlich nicht viel besser aussehen wird, scheint sich die Enthaltsamkeit am Ende bezahlt gemacht zu haben. Die Matheklausur dürfte ich bestanden haben.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 14, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Auslandsaufenthalt ausgeschlossen

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon angedeutet, dass ich mir Gedanken über ein Auslandssemester mache. Am liebsten würde ich mich für ein Land bewerben, in dem man Französisch spricht, damit ich lerne, die Sprache endlich fließend zu sprechen. Das begrenzt die Anzahl der Länder, mit denen meine Fakultät kooperiert, auf ganze zwei: Kanada und Frankreich. Kanada wäre für mich sicherlich interessanter, da ich ja schon ein Jahr in Frankreich verbracht habe. Leider gibt es mit Kanada aber deutlich weniger Kooperationen. Bei noch näherem Hinsehen stellte ich fest, dass ich bei keiner alle Voraussetzungen erfülle. Damit war meine Erstwahl ziemlich schnell vom Tisch.
Blieb noch die Zweitwahl – die etwa 20 Unis in Frankreich. Hier sah es zunächst ganz gut aus. Das lag vermutlich daran, dass die Internetseite so unübersichtlich gestaltet war, dass ich zunächst jegliche Ausschlusskriterien übersah … Für fast jedes Programm braucht man eine bestimmte Anzahl an Credit Points, die ich nach Studienverlaufsplan erst im siebten Semester kurz vor der Bachelorarbeit erreiche, oder einen Notenschnitt von 2,0. Da die Hälfte von uns bei Klausuren nicht mal eine 4,0 erreicht, kann man sich vorstellen, dass man für diesen Schnitt schon ziemlich gut sein muss.
Fazit dieser ersten Runde: Es ist zwar grundsätzlich möglich, schon im dritten Semester ins Ausland zu gehen. Wenn man aber selbst eine gewisse Auswahl treffen will, braucht es zum einen sehr gute Noten und zum anderen ein bisschen Glück, dass der Rahmen, den man sich wünscht, bei irgendeiner Partneruniversität gegeben ist. In Asien sind beispielsweise fast immer noch Plätze frei. Die dort angebotenen Fächer werden meist auf Englisch unterrichtet, sodass man keine Angst haben muss erst eine völlig neue Sprache lernen zu müssen.
Dank meiner Erkenntnisse sind meine Auslandspläne erst mal hinfällig, ich bin aber umso gespannter, welche Möglichkeiten sich bieten, wenn ich im siebten Semester oder im Master bin. Gerade auch deshalb, weil Kooperationen für internationale Studierende tendenziell immer weiter ausgebaut werden.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 6, 2017