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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Trampen nach Heidelberg

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

29.05.2017

Zur Feier des Geburtstages eines Freundes bin ich am Samstag nach Heidelberg gefahren. Zufälligerweise wollte ein Freund aus Aachen am gleichen Tag dorthin, sodass wir gemeinsam reisten. Da wir keinen Zeitdruck hatten, schlug ich vor, die Strecke zu trampen.
Gesagt, getan: Samstagmorgen fuhren wir mit dem Zug bis Köln, wo wir nach einigem Suchen meinten, einen guten Ausgangspunkt gefunden zu haben. Bewaffnet mit Pappe und Filzstift malten wir ein formschönes Schild mit der Aufschrift „A3 Frankfurt“. Leider war uns das Wetter besser gesonnen als die Autofahrer, die einer nach dem anderen an uns vorbei rauschten. Ich blieb entspannt, mein Freund guckte sich derweil schon etwas nervös im Internet nach Alternativen um. Doch als hätte man uns die Zeit, die wir inzwischen an der Auffahrt verbracht hatten, ansehen können, hielt wenige Minuten später – nach eineinhalb Stunden – ein Auto neben uns an. Fahrer und Beifahrer entpuppten sich als Endzwanziger, die gerade von einer Hochzeit kamen und uns bis Frankfurt mitnahmen.
Dort malten wir fix ein neues Schild mit unserem Endziel Heidelberg und wurden quasi noch im Schaffungsprozess gefragt, ob wir mitgenommen werden wollten. Noch dazu besaß der fragende Fahrer einen Sportwagen und den dazu passenden Fahrstil, sodass wir in Nullkommanichts in Heidelberg eintrafen. Interessanterweise waren beide Fahren, die uns mitgenommen hatten, Ingenieure. Letzterer hatte sogar in Aachen studiert und war latent schockiert zu hören, dass sich seit seinem Studium bis auf ein paar neue Gebäude nur das Angebot in der Mensa geändert hatte.
Einmal in Heidelberg angekommen, gingen mein Kumpel und ich getrennter Wege. Ich machte mich zu Fuß auf zum Geburtstagskind, wo es Kuchen und andere Köstlichkeiten gab. Als eine der Ersten hatte ich das Glück, mir bei jedem Gast, der über den Nachmittag und Abend dazu kam, immer nur einen Namen merken zu müssen. Da wir am Ende ziemlich viele wurden, war das ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

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