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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ehrenamt

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

05.07.2017

Mittlerweile arbeite ich so viel für das europäische Studierendenforum AEGEE, dass ich mich ernsthaft frage, wie ich die kommende Klausurphase meistern soll. Dazu hab ich mir auch noch vorgenommen, die beiden versiebten Klausuren aus dem zweiten Semester nachzuholen und bestenfalls noch ein oder zwei vorzuziehen, da die Klausurphase diesmal so oder so bis zur letzten vorlesungsfreien Woche geht. In Kombination scheint mir das inzwischen doch eher ein ambitioniertes Vorhaben zu sein. Sollte ich es allerdings schaffen, wäre dieses Jahr wahrscheinlich das lehrreichste meines Lebens.
Der Mehrwert läge dabei nicht nur in dem verinnerlichten Prüfungsstoff, sondern vielmehr in dem, was ich bei meiner Vorstandsarbeit für AEGEE-Aachen gelernt habe. Damit meine ich Dinge wie Projekt-, Zeit- und Teammanagement, die man methodisch in Workshops beigebracht bekommt, aber auch unterbewusste Erkenntnisse zu Kommunikation und das allmählich sichere Auftreten vor Publikum. Dinge also, die sich nur langsam durch eigene Erfahrung herausbilden. Dazu kommt scheinbar Unwichtiges wie das schnelle und selbstbewusste Tippen von E-Mails, an denen ich vor ein paar Jahren noch eine halbe Ewigkeit formuliert hätte, oder das Verbessern der eigenen Arbeitsweise – beides extrem hilfreich, wenn mir hin und wieder mal die Motivation fehlt. Selbst wenn ich mein mir selbst auferlegtes Pensum in diesem Semester nicht schaffen sollte, hätte ich meine Zeit alles andere als verschwendet.
Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, sich für ein Ehrenamt zu engagieren. Es gibt so viele verschiedene Initiativen, da findet mit Sicherheit jeder etwas Passendes. Man hat als Studierender flexibel Zeit, kaum andere Verpflichtungen und eine Menge visionärer Mitstreiter, mit denen es riesigen Spaß macht, Projekte auf die Beine zu stellen. Diese Arbeit heißt nicht umsonst Ehrenamt.

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