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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Klausurplanchaos

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

25.07.2017

Für Maschinenbauer an der RWTH gibt es pro Semester und Fach einen Termin, an dem sie eine Klausur schreiben können. Bei vielen anderen Unis oder Studienfächern ist das anders. Beispielsweise gibt es für die Wirtschaftsingenieure zwei Termine pro Klausurphase, dafür aber auch nur in dem Semester, in dem das Fach gelehrt wird. Also entweder Sommer- oder Wintersemester. Beides hat Vor-und Nachteile und bietet unterschiedliche Flexibilität.
Oft ist es durch unsere Regelung so, dass man eine Lücke in der Klausurphase hat, in der man noch nicht zwangsläufig für die nächste Prüfung lernen muss, aber auch nicht wirklich mit freiem Kopf in den Urlaub fahren kann, weil ja noch Klausuren anstehen. Gleichzeitig muss man unverschämtes Glück haben, damit zufällig in dieser Lücke die Klausur nachgeschrieben wird, die man im Semester zuvor versiebt hat. Das führt dazu, dass ich so oft ich kann Klausuren vorziehe, weil ich weiß, dass es sonst kaum Spielraum gibt, um Klausuren nachzuschreiben, ohne irgendeine andere Klausur schieben zu müssen.
Im vorigen Semester habe ich zum Beispiel „Höhere Mathematik I“ nachholen können, musste mich dafür aber am Ende von der in Thermodynamik abmelden, da zu wenig Zeit blieb, um für beide zu lernen. Dieses Problem war mir anfangs natürlich noch nicht bewusst. Bis dato dachte ich, dass man Klausuren ohne großen Aufwand nachschreiben könnte. Durch das Vorziehen verschaffe ich mir mehr Luft, um in künftigen Semestern leichter etwas nachholen zu können. Natürlich ist es nicht in jedem Fach sinnvoll, die Prüfung zu schreiben, ohne Vorlesung und Übung gesehen zu haben. Der Stoff muss schon so eingängig sein, dass es reicht, sich selbst damit zu beschäftigen und in manchen Fächern klappt das einwandfrei.
Zum Glück bin ich schon im zweiten Semester auf diese Taktik gestoßen. Vor einem Jahr tat sich eine Lücke im Klausurplan auf, in die Werkstoffkunde aus dem vierten Semester perfekt passte. Jetzt, wo ich im vierten Semester bin, bin ich meinem jüngeren Ich dafür ziemlich dankbar. Während meinen Kommilitonen nicht ein freier Tag bis zum neuen Semesterstart vergönnt ist, kann ich fast eine ganze freie Woche genießen ...

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