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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Urlaub im Kopf

Meine Familie fährt in den Urlaub – ohne mich... Mit Motorrädern, Wohnmobil und Gleitschirmen verbringen meine beiden Geschwister und meine Eltern die nächsten beiden Wochen in irgendeiner schönen Ecke Sloweniens. Ich werde währenddessen brav versuchen, alle anstehenden Klausuren zu bestehen, und mir schlechtes Wetter wünschen, damit es sich angenehmer lernen lässt.
Als ich noch zur Schule ging, standen jedes Jahr mehrere Familienurlaube auf dem Programm. Seit ich studiere ist gemeinsamer Urlaub aber ziemlich selten geworden. Sobald meine Geschwister Sommerferien haben, fängt meine Klausurphase an; sobald wir während der Herbst- oder der Osterferien alle drei frei haben, fängt das Semester an der Fachhochschule meiner Mutter wieder an, sodass sie wieder arbeiten muss. Mein Vater kann sich immerhin ganz gut nach uns anderen richten. Ergo bleiben nur noch die Weihnachtsferien, in denen wir alle frei haben. Normalerweise fahren wir über Weihnachten oder Neujahr eine Woche zum Skifahren, wenn uns nicht wie voriges Jahr das eigenwillig warme Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Damit ist mein letzter Urlaub mit meiner Familie für meine Verhältnisse ziemlich lange her.
Aber wirklich beklagen kann ich mich trotzdem nicht. Ich freue mich nämlich jetzt schon auf die freie Woche vor Semesterbeginn, in der ich mit Freunden aus meinem Verein nach Sizilien zu unserer europäischen Hauptversammlung fahre. Äußerst tragisch, aber unvermeidbar ist auch, dass ich die erste Vorlesungswoche verpasse. Mit meinen Freunden aus der Uni fahre ich für eine Woche nach Tschechien. Zu sechst machen wir einen Roadtrip über Leipzig und Dresden nach Prag, um eine Freundin zu besuchen, die dort ein Auslandssemester macht. Sollten mir spontan günstige Tickets nach Paris über den Weg laufen, werde ich mich wahrscheinlich auch noch an einem Wochenende nach Frankreich begeben und meine Schwester besuchen, die dort in einem Monat ihre Arbeit als Au-pair beginnt.
Auch wenn Klausurphase ist – mir wird nicht langweilig. Denn mit Urlaub im Kopf lernt es sich gar nicht so übel!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Sep 22, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Sep 22, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Kulturschock

Vor einigen Tagen ist die Summer-University des europäischen Studierendenforums AEGEE zu Ende gegangen, die ich auch dieses Jahr wieder mit organisiert habe. 20 Studierende aus zehn verschiedenen Nationen haben mit uns Deutsch und Discofox gelernt, in Düsseldorfs Innenstadt Impro-Theater gespielt, Debatten über Europa geführt, eine Brauereiführung mitgemacht, waren im Kletterpark, haben die Rheinkirmes besucht und ihr Feuerwerk bestaunen können, Lasertag gespielt und noch unzählige andere spaßige Dinge erlebt. Das Ziel war, den Teilnehmer so viel von unserer Kultur zu zeigen wie möglich.
Mitzuerleben, wie gleichzeitig so viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Deutschland kennenlernen, war definitiv spannend. Für uns Organisatoren hieß das aber, zwei Wochen auf Strom zu sein. Denn während die Teilnehmer wegen des vollen Programms kaum Schlaf bekamen, hatten wir ja nebenbei noch Uni. Mitunter hieß das, nachts um vier den Partykeller abzuschließen, nur um morgens um sieben wieder aufzustehen und sich in die Vorlesung zu setzen. Am Abend dann das gleiche Spiel von vorn. Deshalb bin ich einerseits froh, dass die Summer-University vorbei ist. Auf der anderen Seite hatte ich eine wunderbare Zeit mit so vielen offenen und lebensfrohen Menschen, dass ich mir noch eine weitere Woche mit ihnen wünschen würde. Auf jeden Fall kann ich sicher sein, dass die Teilnehmer einiges gelernt haben, seitdem ich auf der Abschiedsparty gesehen habe, wie sie sich gegenseitig begeistert zum Discofox-Tanzen aufforderten.
Zum Glück kann ich gar nicht groß in die Verlegenheit kommen, mich nach den vergangenen beiden Wochen zu sehnen, da die Klausurphase inzwischen die meiste Zeit meiner grauen Zellen beansprucht. Außerdem kann ich einige der Menschen, die ich kennengelernt habe, schon auf der europäischen Hauptversammlung unseres Vereins wiedersehen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Sep 1, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Alle (halbe) Jahre wieder

Das Semesterende rückt näher und mit ihm die Klausurphase – diesmal eine besonders lange. Ganze zwei Monate Lernerei warten auf mich. Da ich nun durch das Ehrenamt, in das ich dieses Semester sehr viel Zeit investiert habe, auch denkbar schlecht vorbereitet bin, plagen mich ab und zu Zweifel, ob das denn noch alles machbar ist. Das Positive daran: Ich weiß es nicht – aber auf einen Versuch kommt es auf jeden Fall an.
Nach der Klausurphase steht die Wahl der Vertiefungsrichtung an. Im fünften Semester wählen die Aachener Maschinenbauer das Fachgebiet, auf dem sie sich spezialisieren möchten. Das ist im Vergleich zu anderen Universitäten eher spät und der Grund dafür, dass man an der RWTH am Ende über eine ziemlich breite Grundlage verfügt. Nach der jetzt anstehenden Prüfungsphase kann ich also endlich das studieren, was mich auch im Detail interessiert. Bisher hatten wir keine Wahlmöglichkeiten, alles waren verpflichtende Fächer. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich Energietechnik wählen werde. Die Forschung in diesem Gebiet hat mich schon immer gereizt. Deshalb fällt mir die Wahl der Vertiefung auch nicht besonders schwer, obwohl es viele interessante Möglichkeiten gibt. Lange habe ich zum Beispiel überlegt, Konstruktionstechnik zu vertiefen, weil mir die Arbeit in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens, in dem ich Praktikum gemacht habe, so viel Spaß gemacht hat. Auch Verfahrenstechnik wäre sicherlich sehr interessant, da diese Richtung in Teilen deckungsgleich mit der Energietechnik ist und mir die Fächer, die wir bisher aus diesem Bereich hatten, gute gefallen haben.
Am Ende habe ich mich aber auf meinen ursprünglichen Anspruch an das Studium zurückbesonnen: einen Teil zur Lösung des Energieproblems der Menschheit beitragen zu können.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Aug 25, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Aug 25, 2017