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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Urlaub im Kopf

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

22.09.2017

Meine Familie fährt in den Urlaub – ohne mich... Mit Motorrädern, Wohnmobil und Gleitschirmen verbringen meine beiden Geschwister und meine Eltern die nächsten beiden Wochen in irgendeiner schönen Ecke Sloweniens. Ich werde währenddessen brav versuchen, alle anstehenden Klausuren zu bestehen, und mir schlechtes Wetter wünschen, damit es sich angenehmer lernen lässt.
Als ich noch zur Schule ging, standen jedes Jahr mehrere Familienurlaube auf dem Programm. Seit ich studiere ist gemeinsamer Urlaub aber ziemlich selten geworden. Sobald meine Geschwister Sommerferien haben, fängt meine Klausurphase an; sobald wir während der Herbst- oder der Osterferien alle drei frei haben, fängt das Semester an der Fachhochschule meiner Mutter wieder an, sodass sie wieder arbeiten muss. Mein Vater kann sich immerhin ganz gut nach uns anderen richten. Ergo bleiben nur noch die Weihnachtsferien, in denen wir alle frei haben. Normalerweise fahren wir über Weihnachten oder Neujahr eine Woche zum Skifahren, wenn uns nicht wie voriges Jahr das eigenwillig warme Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Damit ist mein letzter Urlaub mit meiner Familie für meine Verhältnisse ziemlich lange her.
Aber wirklich beklagen kann ich mich trotzdem nicht. Ich freue mich nämlich jetzt schon auf die freie Woche vor Semesterbeginn, in der ich mit Freunden aus meinem Verein nach Sizilien zu unserer europäischen Hauptversammlung fahre. Äußerst tragisch, aber unvermeidbar ist auch, dass ich die erste Vorlesungswoche verpasse. Mit meinen Freunden aus der Uni fahre ich für eine Woche nach Tschechien. Zu sechst machen wir einen Roadtrip über Leipzig und Dresden nach Prag, um eine Freundin zu besuchen, die dort ein Auslandssemester macht. Sollten mir spontan günstige Tickets nach Paris über den Weg laufen, werde ich mich wahrscheinlich auch noch an einem Wochenende nach Frankreich begeben und meine Schwester besuchen, die dort in einem Monat ihre Arbeit als Au-pair beginnt.
Auch wenn Klausurphase ist – mir wird nicht langweilig. Denn mit Urlaub im Kopf lernt es sich gar nicht so übel!

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