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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Bachelor - und dann?

Dank der letzten Prüfungsphase, in der ich zwei Klausuren aufholte, bin ich jetzt wieder top im Studienplan. Außerdem liegen gefühlt nur noch eine Handvoll Klausuren vor mir, bis ich meine Bachelorarbeit schreiben muss. Ob dieser Aussicht habe ich in letzter Zeit etwas intensiver als bisher in potenziell für mich interessanten Masterprogrammen und deren Vertiefungen gestöbert.
Die Mastersuche ist zwar spannend, aber mitunter auch schwierig. Bei jedem Programm muss ich abgleichen, ob ich mit meinen Creditpoints und Praktika die erforderlichen Bedingungen erfülle oder ob ich sie noch erreichen oder nachholen kann. An dieser Stelle zahlt es sich zum ersten Mal aus, dass ich so viele Kommilitonen habe, die das Gleiche studieren wie ich. Denn für die Maschinenbauer gibt es eine ganze Reihe an Masterprogrammen, die so abgestimmt sind, dass jeder Bachelorabsolvent der RWTH die Voraussetzungen erfüllt. Passenderweise wird unter diesen genau das angeboten, das ich schon immer machen wollte: Energietechnik mit der Vertiefung Regenerative Energietechnik.
Grob hatte ich mich zwar schon lange für diese Richtung entschieden und deshalb auch die entsprechende Vertiefung jetzt im fünften Bachelorsemester gewählt. Neu war mir allerdings, wie genau der Studienplan dazu aussieht. Der Vorteil der Vertiefung Regenerative Energietechnik: Im Gegensatz zu den anderen kann man hier deutlich mehr Fächer selbst wählen und hat weniger übergreifende Pflichtfächer. Außerdem klingen viele der empfohlenen Wahlfächer für mich super interessant, sodass ich kaum Schwierigkeiten haben werde, die nötigen Creditpoints zusammenzubekommen.
Schon jetzt merke ich, dass mir meine Wahlfächer wirklich Spaß machen und nur noch ein paar weniger spannende Grundlagenfächer übrig sind. Zu sehen, dass ich bald nur noch das studieren werde, was mich am meisten interessiert, gibt mir nochmal zusätzlichen Schwung für das neue Semester. Es bestätigt mir, dass ich mich vor zweieinhalb Jahren für den richtigen Studiengang entschieden habe.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Dec 7, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Bunte Vielfalt an Engagement

Inzwischen bin ich schon fast zwei Jahre aktiv für die europäische Studierendeninitiative „AEGEE“. Wir sind zwar die Größte dieser Art in Aachen, aber längst nicht die einzige. Seit ich dort mitmache, bin ich plötzlich auf viele andere Initiativen aufmerksam geworden und realisierte erst dann, wie bunt und groß die Welt des studentischen Engagements ist.
Bei AEGEE geht es um ein grenzenloses Europa, um kulturellen Austausch, ums Reisen und ums Kennenlernen anderer Kulturen. Andere Organisationen, wie „INCAS“ oder „Studierende ohne Grenzen“ setzen sich für internationale Studierende ein und unterstützen eine friedliche und solidarische Welt. Der großen Ingenieursdichte in Aachen ist es geschuldet, dass es auch viele technische Initiativen wie „Sonnenwagen e.V.“ oder „EcurieAix“ gibt, die sich mit dem Bau bestimmter Autos beschäftigen, oder „Ingenieure ohne Grenzen“, die technische Projekte in Entwicklungsländern unterstützen. Daneben gibt es Initiativen wie „IAESTE“, die Studierenden den internationalen Karriereeinstieg erleichtern wollen und dafür Kooperationen mit Unternehmen aufbauen, um Auslandspraktika zu vermitteln. Und der Verein Bonding organisiert regelmäßig eine Messe, auf der sich Studis und Unternehmen kennenlernen können.
Darüber hinaus gibt es noch ganz viele andere Studierendenzusammenschlüsse, bei denen man fliegen lernt und an Flugzeugen forscht, regelmäßig ältere Menschen in Altersheimen besucht, sich für Schwulen- und Lesbenrechte einsetzt, die Campuszeitung schreibt, das Hochschulradio moderiert und vermutlich noch eine ganze Reihe anderer Dinge tun kann.
In Summe opfern also sehr viele Studierende viel Freizeit für ihre Initiativen. Doch ich weiß aus eigener Erfahrung: Es lohnt sich! Denn obwohl das Engagement zeitaufwändig ist, ist es ein Ausgleich zu meinem naturwissenschaftlich-technischen Studium. Ich lerne ständig neue Leute kennen und werde mit Dingen konfrontiert, die das Studium nicht für mich bereit hält – sei es, vor vielen Leuten in einer Fremdsprache zu sprechen, mit knapper Zeit umzugehen oder Verantwortung für die Organisation eines großen Events zu übernehmen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 30, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 30, 2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Jetzt wird‘s spannend

Das neue Semester fängt für meinen Geschmack ziemlich gut an. Ich hab das Gefühl, nun wird es endlich spannender. Bisher habe ich ja eigentlich nur Mathe studiert. Das hat auch seine Gründe, denn ohne Mathe läuft im Maschinenbau eben nichts. Es ist trotzdem eher langweilig, wenn man sich eigentlich für Maschinen, Technik und Entwicklung interessiert. Jetzt kommen die Fächer, für die ich wirklich brenne.
Zwei meiner Freunde und ich habe die Vertiefung „Energietechnik“ gewählt. Das heißt, ich höre Vorlesungen über Motoren, Turbinen und Kraftwerke. Lauter spannendes Zeug eben. Für mein Vertiefungsmodul kann ich verschiedene Fächer belegen. Ich habe mich in diesem Semester für Kerntechnik entschieden – meiner ersten Einschätzung nach eine gute Entscheidung. Der Kurs ist mit 30 Leuten unfassbar klein, der Professor hält die Vorlesung aus Leidenschaft und der Übungsleiter ist engagiert und entschlossen, uns durch die Klausur zu bringen.
Da brauche ich vier Semester, um mir einzugestehen, dass ich wirklich nicht zu Vorlesungen gehen muss, weil ich dort nichts mitnehme und plötzlich sind die Vorlesungen so gut, dass ich sogar gerne hingehe. Auch das akute Gefühl, augenblicklich Schlaf zu brauchen, sobald ich im Hörsaal sitze, ist verschwunden.
Natürlich sind die einführenden Veranstaltungen immer die besten, weil man noch alles versteht. Aber ich habe die Hoffnung, dass es spannend bleibt. Zumal im nächsten Semester nur noch ein Fach übergreifend für alle Maschinenbauer ansteht. Alle anderen Veranstaltungen belege ich für die Vertiefung. Ein kleines Manko ist, dass ich durch die Spezialisierung nur noch wenig gemeinsame Fächer mit meinen Freunden habe. Zum Glück sind wir in der Energietechnik zu dritt. Die anderen haben Konstruktionstechnik, Produktionstechnik und Luft-und Raumfahrttechnik gewählt.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 27, 2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 27, 2017