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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Glutenfrei reisen

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

18.12.2017

Vor ungefähr zwei Jahren, als ich von Frankreich nach Aachen zog, schien mein Verdauungstrakt eine zunehmende Aversion gegen Brot und Bier zu entwickeln. Daraufhin experimentierte ich mit dem Weglassen von Lebensmitteln und fand schließlich heraus, dass sich mein Körper gegen glutenhaltige Lebensmittel verschworen hatte.
Gut, man gewöhnt sich an alles. Inzwischen habe ich raus, worauf ich achten muss und wo ich brauchbare Ersatzprodukte finde – nur auf Reisen ist es aber weiterhin schwierig. Insbesondere als ich das erste Mal nach dieser Veränderung verreiste, dachte ich vorher nicht darüber nach, wo es am Flughafen oder Bahnhof etwas Sättigendes ohne Gluten gab. Oft fand ich einfach nichts. Das gipfelte darin, dass ich auf dem Weg nach Moldawien mit Übernachtung am Flughafen knapp zwei Tage lang nichts weiter als einen Schokoriegel und zwei Äpfel aß. Danach hatte ich meine Lektion gelernt und nahm mir zumindest für die Zeit bis zur Ankunft am Reiseziel etwas von zuhause mit. Vor Ort lässt sich meist improvisieren. Gerade in Großstädten freue ich mich sogar darauf, dass es die Dinge glutenfrei gibt, auf die ich sonst verzichten muss wie Pizza, Burger oder Sandwiches. In Italien zum Beispiel scheint es mehr glutenfreie Produkte und Restaurants zu geben. Wirklich erstaunt war ich, als ich auf einer Reise durch Sizilien selbst im letzten Dorf fernab von Meer und Tourismus noch eine überragend leckere und magenkompatible Pizza fand.
Völlig anders gestaltete sich die Suche nach Essbarem in der Hauptstadt Frankreichs. Extra ausgesucht hatte ich drei Läden in der Innenstadt, die glutenfreies Essen anbieten. Mehr fand ich im Internet nicht. Der erste entpuppte sich als Glücksgriff: ein Sandwichladen mit kreativen, unglaublich leckeren Belägen namens „Bears & Raccoons“. Der zweite Laden warb im Internet mit glutenfreier Pizza, die es dann auch gab – allerdings nur eine Sorte mit Kartoffelscheiben und Pilzen als Belag. Kartoffelpizza scheint in Paris ohnehin im Trend zu sein; mir hat sie leider nicht so gut geschmeckt. Die letzte Adresse war leider auch ein Reinfall.
Die Reise war trotzdem wunderschön und das unschlagbar leckere Sandwich aus dem ersten Laden macht die anderen beiden Schlappen wett!

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