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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Kurzentschlossen kurz

Seit ich auf der weiterführenden Schule war, habe ich meine Haare immer wachsen lassen. Nur aus meiner Kindheit gibt es Fotos, auf denen ich mit meist kinnlangen, blonden und etwas wilden Haaren zu sehen bin. Ich bin also schon ewig an meine langen Haare gewöhnt, obwohl ich durchaus schon mit dem Gedanken gespielt habe, sie aus praktischen Gründen abzuschneiden.
Vor ein paar Wochen hatte ich dann endgültig die Nase voll: Meine Haare brauchten zu viel Pflege und nach dem Duschen immer Ewigkeiten zum Trocknen. Außerdem hingen sie entweder im Weg oder verursachten alternativ Kopfschmerzen, wenn ich sie zu einem Pferdeschwanz zusammenband, weil sie so schwer waren. Deswegen entschloss ich mich, etwa zwei Drittel dieser lästigen Haarpracht loszuwerden.
Ich warnte meine Freunde vor, ging kurzentschlossen zum Frisör und ließ mir einen etwa kinnlangen Bob schneiden, wie ich ihn auf einem Foto von mir aus der 4. Klasse trage. Sehr zufrieden mit dem Werk der Frisörin fuhr ich nach Hause und verursachte dort beinahe einen Herzinfarkt: Die Putzfrau meiner Eltern hatte mich nämlich nicht erkannt und mich erst für einen Einbrecher gehalten. Nachdem das Missverständnis aufgeklärt war, teilte sie mir noch mit, dass ich vorher schöner gewesen wäre. Ich fand die Situation aber viel zu witzig, um mich ernsthaft gekränkt zu fühlen. Der Rest der Familie reagierte dann zum Glück deutlich gelassener und hatte nur lobende Worte für die neue Frisur übrig. Meine Schwester überlegt sogar, ob ihr meine neue Frisur nicht auch besser stehen würde. Ich selbst fühle mich pudelwohl und schick, außerdem habe ich deutlich weniger Stress mit den Haaren.
Jetzt muss ich nur noch eine Einrichtung finden, der ich meinen gut 40 Zentimeter langen Zopf spenden kann.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 26, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 26, 2018

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Jobsuche

Da ich im Dezember meinen Posten im Vorstand des Studierendenvereins AEGEE-Aachen abgegeben habe, bleibt mir seitdem viel Zeit, die ich noch nicht gänzlich zu füllen weiß.
Meine erste Maßnahme, um die zusätzliche Zeit sinnvoll zu nutzen, war die Jobsuche – gerne würde ich einen Hiwi-Job für zehn Stunden pro Woche anfangen. Auf dem Jobbörsenportal der RWTH wurde ich aber leider nicht wirklich fündig. Besonders gesucht werden nämlich Studierende, die gut programmieren können. Manche Institute fordern auch herausragende Noten, andere wiederum wollen nur Studierende eines bestimmten Faches oder Muttersprachler in einer bestimmten Sprache. Bei all diesen Anforderungen muss ich leider passen. Einige Stellenausschreibungen, deren Voraussetzungen ich erfülle und die sehr interessant klingen, habe ich aber trotzdem gefunden und mich direkt beworben. Meinen Lebenslauf konnte ich zu großen Teilen wiederverwenden, die Anschreiben musste ich allerdings neu verfassen. Da ich das aber kurz vor den Weihnachtsferien erledigte, bekam ich erstmal keine Rückmeldung. Über Weihnachten und Neujahr wird der Unibetrieb an der RWTH nämlich komplett eingestellt.
Mir war klar, dass zehn Stunden die Woche nicht reichen würden, um das Ehrenamtspensum, das ich vorher hatte, zu füllen, weshalb ich mich zusätzlich für zwei neue Sportkurse einschrieb. Damit, und mit einem neuen Projekt bei AEGEE-Aachen, was ich mittelfristig betreuen werde, fühle ich mich dann wahrscheinlich bald wieder gut ausgelastet.

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 17, 2018
Autor: Katha
Rubrik: orientieren
Jan 17, 2018

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Stufentreffen

Vermutlich habe ich mit meiner Schule und meinen Mitschülern ziemliches Glück gehabt. Denn während der Abi-Vorbereitung haben sich viele von uns engagiert und gemeinsam ganz verschiedene Konzepte umgesetzt, um unseren Abiball zu finanzieren. Beispielsweise haben wir eine Kneipe betrieben, an deren Gewinn wir beteiligt wurden, Partys organisiert und ein Theaterstück aufgeführt. Vielleicht sind wir gerade dank der vielen Aktionen so stark zusammengewachsen.
Um diese „guten alten Zeiten“ aufleben zu lassen und weil noch einiges an Geld in der Stufenkasse übrig war, trafen wir uns schon ein Jahr nach dem Abi wieder. Daraus entstand eine Tradition mit einem Stufentreffen jedes Jahr am Tag vor Heiligabend in einer unserer Stammkneipen.
Nun sind sogar schon die Ersten von uns mit ihrem Bachelor fertig und starteten in den ersten Job. Da aber viele meiner Mitschüler – wie ich auch – zwischen Abi und Studium oder Ausbildung ein Jahr im Ausland waren, einen Freiwilligendienst absolvierten oder zwischendurch den Studiengang wechselten, blieb das aber eher die Ausnahme. Ansonsten hat sich bis auf ein paar unerwartet grüne, kurze oder lange Haare noch nicht viel verändert – keine Kinder, keine Hochzeit, keine Auswanderung. Die größte Überraschung für mich war, dass so viele zu dem Treffen gekommen sind. Etwa die Hälfte der Stufe ist aufgetaucht.
Ich bin gespannt, wie sich das Leben meiner ehemaligen Mitschüler und mein eigenes in den nächsten Jahren ändern wird. In jedem Fall war es schön, mal wieder über fast vergessene Streiche und lustige Aktionen aus der Abizeit zu quatschen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 9, 2018