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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Kurzentschlossen kurz

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

26.01.2018

Seit ich auf der weiterführenden Schule war, habe ich meine Haare immer wachsen lassen. Nur aus meiner Kindheit gibt es Fotos, auf denen ich mit meist kinnlangen, blonden und etwas wilden Haaren zu sehen bin. Ich bin also schon ewig an meine langen Haare gewöhnt, obwohl ich durchaus schon mit dem Gedanken gespielt habe, sie aus praktischen Gründen abzuschneiden.
Vor ein paar Wochen hatte ich dann endgültig die Nase voll: Meine Haare brauchten zu viel Pflege und nach dem Duschen immer Ewigkeiten zum Trocknen. Außerdem hingen sie entweder im Weg oder verursachten alternativ Kopfschmerzen, wenn ich sie zu einem Pferdeschwanz zusammenband, weil sie so schwer waren. Deswegen entschloss ich mich, etwa zwei Drittel dieser lästigen Haarpracht loszuwerden.
Ich warnte meine Freunde vor, ging kurzentschlossen zum Frisör und ließ mir einen etwa kinnlangen Bob schneiden, wie ich ihn auf einem Foto von mir aus der 4. Klasse trage. Sehr zufrieden mit dem Werk der Frisörin fuhr ich nach Hause und verursachte dort beinahe einen Herzinfarkt: Die Putzfrau meiner Eltern hatte mich nämlich nicht erkannt und mich erst für einen Einbrecher gehalten. Nachdem das Missverständnis aufgeklärt war, teilte sie mir noch mit, dass ich vorher schöner gewesen wäre. Ich fand die Situation aber viel zu witzig, um mich ernsthaft gekränkt zu fühlen. Der Rest der Familie reagierte dann zum Glück deutlich gelassener und hatte nur lobende Worte für die neue Frisur übrig. Meine Schwester überlegt sogar, ob ihr meine neue Frisur nicht auch besser stehen würde. Ich selbst fühle mich pudelwohl und schick, außerdem habe ich deutlich weniger Stress mit den Haaren.
Jetzt muss ich nur noch eine Einrichtung finden, der ich meinen gut 40 Zentimeter langen Zopf spenden kann.

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