Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Besser früh als nie

Da die Klausurphase jedes Jahr aufs Neue auf die Karnevalstage fällt, habe ich seit drei Jahren nun keinen Karneval mehr gefeiert. Darüber bin ich jedes Jahr wieder traurig, schließlich komme ich aus einer Gegend in der Nähe von Köln, wo jedes Dorf seinen eigenen, ernstzunehmenden Karnevalsumzug hat. Auch dieses Semester stehen bei mir zwei Klausuren an – also keine Chance auf Bützchen, Strüßje und originelle Kostüme. Ein bisschen Karnevalsluft konnte ich aber doch noch schnuppern: Mein Freund hatte schon vor Monaten Karten für die jährliche Karnevalsparty der Blauen Funken in Köln erworben. Mit den Musikerin und Bands Cat Ballou, Kasalla, Querbeat und Lost Frequencies, konnte ich zumindest etwas Karneval feiern – verfrüht, aber besser als nichts! Der Dresscode sah natürlich eine Kostümierung vor und da fast alle meine Kostüme in der Heimat lagern, war die Wahl denkbar einfach: Marilyn Monroe! Mit Turnschuhen und Rollkoffer muss ich bei dem Versuch, das weiße Kleid auf dem Weg zur Bahn weitestgehend fleckenfrei zu halten, ein witziges Bild abgegeben haben. Ich wurde nämlich tatsächlich gefragt, ob man mir mit dem Koffer helfen könne. Das Kleid blieb sauber, doch in Köln angekommen stellte ich fest, dass von meiner Lockenfrisur nur noch der Haarspraygeruch übrig geblieben war. Immerhin fiel ich mit meiner Verkleidung nicht weiter auf, denn circa 70 Prozent der Leute am Bahnhof waren selbst auch verkleidet. Am Bahnhof wurde ich von drei Freunden aus der Heimat aufgegabelt und wir starteten die Party mit einem Ranking: Auf Platz eins der kreativsten Kostüme des Jahres hat es die Ananas geschafft. Es war ohnehin ziemlich fruchtig auf der Tanzfläche. Zum Trendkostüm des Jahres kürten wir die Wassermelone.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Feb 13, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Feb 13, 2018

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Nur Männer und Nerds im Maschinenbau?

Auf einer Abschiedsparty für einen guten Freund, der für ein Semester nach Schweden gehen wird, gehörte ich seit Langem mal wieder nicht zu einer Minderheit. Dafür, dass Frauen in technischen Berufen eigentlich nichts Ungewöhnliches mehr sind, bin ich doch verdammt oft nur mit Männern unterwegs. In einem meiner Kurse bin ich sogar die einzige Frau. In diesem zugegebenermaßen sehr kleinen Kurs lässt es sich der Professor nie nehmen uns mit dem Satz „Guten Tag meine Dame, meine Herren“ zu begrüßen. Das alles ist für mich inzwischen Gewohnheit, weshalb es mir dann eben auffällt, wenn doch mal die Hälfte der Anwesenden weiblich ist.
Dass es kaum Frauen in meinem Studiengang Maschinenbau gibt, ist aber nicht das einzige Klischee, das erschreckend gut zutrifft. Zwar studiere ich nicht Physik oder Informatik, trotzdem wird meinem Studiengang oft eine ähnlich hohe Nerddichte unterstellt. Und dem kann ich nur bedingt widersprechen, denn in meinem Freundeskreis gibt es wahrscheinlich niemanden, der nicht weiß, in welches Haus der Zauberschule Hogwarts er laut der Homepage Pottermore gehört. Und wenn es spät wird, kann es durchaus passieren, dass wir unsere Stimmung über den Abend hinweg mit einer Funktionsgleichung beschreiben. Seitdem einer von uns das Spiel „Star Wars Trivial Pursuit“ geschenkt bekommen hat, ist es auch keine Seltenheit mehr, dass wir ein paar Stunden damit verbringen, Fragen zu einem fiktiven Universum zu beantworten.
Trotzdem beschäftigen wir uns wie alle anderen Studierenden auch mit ganz normalen Dingen wie Sport, Musik, der neuesten Serie oder Politik. Am Ende sind wir also doch einfach Studierende, die den Abend gerne mit Freunden verbringen, gemeinsam zum Sport gehen oder etwas zu lange feiern und am nächsten Morgen zu spät zur Vorlesung erscheinen.

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Die letzte gefürchtete Klausur

In jedem Studiengang gibt es Prüfungen, vor denen sich die Studierenden am meisten fürchten. Bei mir im Maschinenbau sind es derer drei, die uns in den Klausurphasen an den Rand der Verzweiflung bringen: Thermodynamik, Maschinengestaltung und Regelungstechnik. Man schreibt sie, wenn alles glatt läuft, im dritten, vierten und fünften Semester.
Da ich seit meiner Aufholjagd voriges Semester wieder auf Kurs bin, liegen nun aber zum Glück nur noch wenige Klausuren vor mir, die mir Angst machen. Regelungstechnik steht in ein paar Wochen an, ansonsten wird die anstehende Klausurphase vermutlich ruhiger als die vergangenen. Das liegt vor allem daran, dass wir uns im fünften Semester spezialisieren, indem wir eine Vertiefungsrichtung wählen. Damit nehmen die übergreifenden Pflichtfächer ab und es kommen praxisnahe Fächer aus dem gewählten Fachbereich hinzu. Dazu können wir im fünften Semester zum ersten Mal ein Fach frei wählen. Dieses ist also weder Pflicht für alle Maschinenbauer, noch für die, die die gleiche Vertiefung studieren. Da ich mich für eine Spezialisierung in der Energietechnik entschieden habe und Kernkraftwerke einen großen Teil der weltweiten Energieversorgung ausmachen, habe ich das Fach „Kerntechnik“ gewählt.
Eine bessere Entscheidung hätte ich wohl kaum treffen können. Der Kurs ist sehr klein, der Professor hält spannende Vorlesungen und der Übungsleiter hat sich merklich zum Ziel gesetzt, uns so viel beizubringen wie möglich. Noch dazu ist er kein großer Fan von komplizierter Mathematik, was bei uns natürlich auf Gegenliebe stößt! Er erklärt die Dinge lieber anhand konkreter Beispiele und Experimente und obwohl der Kurs offiziell erst um 19 Uhr zu Ende ist, überziehen wir meist so lange, bis der Hausmeister kommt und uns rausschmeißt. Ein Kurs wie aus dem Bilderbuch!
Neben Kerntechnik habe ich noch drei weitere Vertiefungsfächer, die mir bisher auch ganz gut gefallen. Deshalb sehe ich der immer näher rückenden Klausurphase relativ gelassen entgegen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 31, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jan 31, 2018