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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Computerklausuren

In einem so großen Studiengang wie meinem gibt es immer wieder Bestrebungen die Klausuren so zu gestalten, dass sie einfach zu kontrollieren sind. Dadurch könnte man Personal zur Korrektur einsparen und die Ergebnisse früher bekannt geben. Manche dieser Bestrebungen sind ganz sinnvoll, andere wiederum machen uns Studierenden das Leben schwerer.
Das absurdeste Beispiel dafür sind die Mechanikklausuren. Wir schreiben diese auf zwei Tage verteilt am Computer. Bei jeder Aufgabe ist ein Feld für das Endergebnis vorgesehen ist – das heißt, Ansätze und Lösungswege sind nicht mehr relevant. Man kann für einen Aufgabe ergo nur alle oder keinen Punkt sammeln. Da in Mechanik vor allem Vorzeichenfehler schnell gemacht sind, gibt es daher oft null Punkte.
Eine studierendenfreundliche Version der einfach zu kontrollierenden Klausur hat sich dagegen das Physikinstitut ausgedacht. Dort gibt es eine Multiple-Choice-Klausur, in der es jeweils Punkte für Ansatz, Endformel und Endergebnis gibt. Damit ist die Klausur deutlich leichter geworden, immerhin geben die Auswahlmöglichkeiten bereits Hinweise darauf, wie die Aufgabe zu lösen ist.
Einen guten Mittelweg hat meiner Meinung nach das Institut für Wärme- und Stoffübertragung gefunden. Bei dieser Klausur gibt es Felder für den Ansatz, alle relevanten Zwischenschritte und für die Lösung. Damit sind wir dazu gezwungen alles strukturiert aufzuschreiben und es gibt Teilpunkte, wenn in einem der Schritte ein Fehler passiert.
Grundsätzlich ist es ja auch möglich, Computer die Klausuren korrigieren zu lassen. So müsste man nicht mehr wochenlang auf die Ergebnisse warten. Ein Institut wirbt für dieses Konzept sogar mit der Idee, dass man die Klausur an einem beliebigen Termin schreibt – nämlich dann, wenn man sich gut darauf vorbereitet fühlt. Das ist in meinem Studiengang aber leider noch reine Zukunftsmusik.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 12, 2018

INgenieurwesen? Ja, bitte!

Praktische Beispiele

Seit Anfang Februar ist die Vorlesungszeit des Wintersemesters schon wieder vorbei. Nun realisiere ich zum fünften Mal, dass ein ganzes Semester verflogen ist, während ich gefühlt erst seit ein paar Monaten studiere.
Etwas ist in diesem Semester aber anderes. Ich spüre deutlich, dass ich die Grundlagen nun endlich hinter mir gelassen habe. Zum einen, weil ich endlich eine spannende Vertiefung wählen konnte und die Fächer deshalb deutlich mehr nach meinem Geschmack sind. Zum anderen, weil die Fächer nun aufeinander aufbauen und ich merke, dass ich abstrakte Theorien und Werkzeuge, die ich mir in Fächern wie Mathe oder Mechanik angeeignet habe, auf praktische Beispiele anwenden kann. Während der Aufgabentyp in den vorigen Semestern eher: „Lösen Sie die gegebene Differentialgleichung mithilfe einer Taylorentwicklung“, lautete, heißt es jetzt: „Berechnen Sie die Leistung des Sonnenkollektors, indem Sie die Wärmeströme bilanzieren.“ In beiden Fällen muss ich eine Differenzialgleichung lösen – im ersten Fall geht es aber ums Üben, im zweiten sind die Gleichungen nur Mittel zum Zweck. Das macht das Ganze natürlich deutlich angenehmer, weil ich endlich sehe, wozu ich das brauche, was ich in den Semestern zuvor stumpf gelernt habe.
Außerdem ist mir plötzlich klar geworden, dass ich kaum noch Klausuren vor mir habe. Zwar muss ich in den nächsten beiden Semestern noch etwa 60 ECTS-Punkte sammeln. Davon werde ich aber zwei Drittel für die anstehende Projektarbeit, das noch ausstehende Pflichtpraktikum und danach für die Bachelorarbeit bekommen. Den Spruch, den ich von vielen fertigen Maschinenbaustudierenden gehört habe – „Nach der Vertiefung fängt es an, Spaß zu machen“ – kann ich also bestätigen!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2018

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Studierendensport Football

In meinem Freundeskreis aus der Heimat ist es Tradition, dass wir uns zum Superbowl, dem Endspiel der US-amerikanischen Footballliga, treffen. Bei köstlichen Rippchen und überbackenen Nachos sehen wir uns das Spiel an. Für den jüngsten Superbowl mussten wir leider zu viert statt zu sechst und dazu noch ohne Rippchen an den Start gehen. Zwei von uns waren verhindert, weil sie im Moment in völlig anderen Teilen Deutschlands wohnen. Essenstechnisch waren wir dann alternativ, aber dennoch sehr gut mit Pizza aufgestellt. Da das Spiel erst um halb eins nachts begann, hatten wir auch jede Menge Zeit, uns daran gütlich zu tun.
Etwas problematisch ist für Fans des US-amerikanischen Football, dass die Spiele in unserer Zeitzone erstens sehr spät anfangen, zweitens meistens an einem Sonntag stattfindet und drittens dann auch noch ewig dauern. Mit etwa drei Stunden pro Spiel kann man rechnen, sofern es nicht in die Verlängerung geht. Trotzdem scheint der Sport immer mehr Fans in Deutschland zu finden. Insbesondere, wenn ich montags auf den Tablets und Handys in den Reihen vor mir im Hörsaal die Zusammenfassungen der nächtlichen Spiele sehe, bekomme ich den Eindruck, dass Football vor allem unter Studierenden inzwischen viele Anhänger hat.
In den Werbepausen hatte ich am meisten mit der Müdigkeit zu kämpfen. Für das lange Aufbleiben wurde ich aber belohnt, denn das Spiel war extrem spannend. Meine favorisierte Mannschaft legte als Underdog überraschend gut vor, und siegte trotz einer dramatischen Aufholjagd des Gegners, sodass das Spiel bis zur letzten Minute packend war.
Auch wenn ich im Anschluss nur vier Stunden Schlaf bekam und sich das Lernen am Montagnachmittag umso schwieriger gestaltete, war es meiner Freunde, der liebgewonnenen Tradition und des hochspannenden Spiels wegen eine sehr gelungene Nacht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2018
Autor: Katha
Rubrik: studium
Feb 22, 2018