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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Computerklausuren

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

12.03.2018

In einem so großen Studiengang wie meinem gibt es immer wieder Bestrebungen die Klausuren so zu gestalten, dass sie einfach zu kontrollieren sind. Dadurch könnte man Personal zur Korrektur einsparen und die Ergebnisse früher bekannt geben. Manche dieser Bestrebungen sind ganz sinnvoll, andere wiederum machen uns Studierenden das Leben schwerer.
Das absurdeste Beispiel dafür sind die Mechanikklausuren. Wir schreiben diese auf zwei Tage verteilt am Computer. Bei jeder Aufgabe ist ein Feld für das Endergebnis vorgesehen ist – das heißt, Ansätze und Lösungswege sind nicht mehr relevant. Man kann für einen Aufgabe ergo nur alle oder keinen Punkt sammeln. Da in Mechanik vor allem Vorzeichenfehler schnell gemacht sind, gibt es daher oft null Punkte.
Eine studierendenfreundliche Version der einfach zu kontrollierenden Klausur hat sich dagegen das Physikinstitut ausgedacht. Dort gibt es eine Multiple-Choice-Klausur, in der es jeweils Punkte für Ansatz, Endformel und Endergebnis gibt. Damit ist die Klausur deutlich leichter geworden, immerhin geben die Auswahlmöglichkeiten bereits Hinweise darauf, wie die Aufgabe zu lösen ist.
Einen guten Mittelweg hat meiner Meinung nach das Institut für Wärme- und Stoffübertragung gefunden. Bei dieser Klausur gibt es Felder für den Ansatz, alle relevanten Zwischenschritte und für die Lösung. Damit sind wir dazu gezwungen alles strukturiert aufzuschreiben und es gibt Teilpunkte, wenn in einem der Schritte ein Fehler passiert.
Grundsätzlich ist es ja auch möglich, Computer die Klausuren korrigieren zu lassen. So müsste man nicht mehr wochenlang auf die Ergebnisse warten. Ein Institut wirbt für dieses Konzept sogar mit der Idee, dass man die Klausur an einem beliebigen Termin schreibt – nämlich dann, wenn man sich gut darauf vorbereitet fühlt. Das ist in meinem Studiengang aber leider noch reine Zukunftsmusik.

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