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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Wohnzimmerkonzert

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

19.03.2018

Wer in der Klausurphase Geburtstag hat, ist arm dran. Selbst wenn man es sich selbst leisten kann zu feiern, mangelt es mit großer Wahrscheinlichkeit an anstoßfreudigen Gästen. Dem zum Trotz bin ich nun in den Genuss einer etwas alternativen Geburtstagsfeier gekommen.
Einer meiner Freunde wohnt in der perfekten Studierenden-WG: drei Etagen für vier Leute, eine große Küche und ein großes Wohnzimmer. In dieser Bude haben die vier schon sehr originelle Mottopartys geschmissen, sodass selbst entschiedene Mottopartygegner auf ihre Kosten kamen. Kreativ wie immer wollte mein Freund sich von den Klausuren den Spaß an seinem Geburtstag nicht nehmen lassen und hat sich deshalb ein Feierformat überlegt, das hervorragend in die Klausurphase passt. Da wir uns in einem sehr musikalischen Freundeskreis bewegen und in seiner WG E-Piano, Ukulele, E-Bass sowie Western-, Konzert-, und E-Gitarre zur Verfügung stehen, hatte er zu einem Wohnzimmerkonzert geladen. Jeder Gast konnte und sollte etwas beitragen. Ausreden wie „Ich bin zu schlecht“ wurden nicht akzeptiert. Wie sich herausstellte, nahmen die Gäste diese Einladung sehr ernst, sodass sich das Programm wirklich hören lassen konnte. Von gefühlvollen Stimmen über virtuose Klavierkünste bis hin zu Stimmungsmachernummern war alles dabei. Meine persönlichen Highlights waren ein Blockflötenensemble, das mir einen mehrstimmigen Ohrwurm mit der Titelmusik von Pippi Langstrumpf bescherte, sowie ein Männerquartett, das ausgestattet mit Akkordeon, Gitarre und Bassstimmen ein Stück der Folkband Santiano zum Besten gab.
Nach dem Konzert war die Stimmung so gut, dass sich der Dance-Floor ziemlich schnell füllte und manch einer – einschließlich mir – länger blieb, als er ursprünglich vorhatte.

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