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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Anwendung von Basistechnologien auf persönliche Wertgegenstände

Autor:
Elke

Rubrik:
studium

25.11.2008

Ich sitze im zweiten Vorlesungsblock von „Basistechnologien der Halbleiter- und Mikroelektronik". Vor mir auf dem Tisch liegt meine Namenskette, welche ich vor drei Jahren gutgläubig auf einem türkischen Basar, als ein vermeintliches Echtsilber-Produkt erworben habe. Bereits nach zwei Wochen musste ich der traurigen Wahrheit ins Gesicht blicken, dass ich da wohl keine gute Investition getätigt hatte, denn die Kette war bereits in die merkwürdigsten Farben gehüllt.

Seit 20 Minuten erstrahlt das gute Erinnerungsstück nun wieder in neuem Glanz. Zwar nicht im ursprünglichen Silber, aber dafür in einem noblen Gelb-Gold. Der Grund für den neuen Look ist die „Sputter-Anlage" in unserem Basistechnologienlabor. In der Mikroelektronik versteht man unter „Sputtern" das Erzeugen von Metall- oder Halbleiterschichten, unter dem Einfluss eines Hochvakuums.

Wir waren den gesamten ersten Block im Versuchsraum und alle durften Stücke mitbringen, die sie gerne mal in Gold erstrahlen lassen würden. Neben einigen typisch männlichen Gegenständen, wie dem Schlüssel für die Minibar oder einem Flaschenöffner, war meine Kette also auch ein Versuchsobjekt, was ihr mit einer mehrere Nanometer dicken Goldschicht gedankt wurde.

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