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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Zufälle gibt's!

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

27.04.2018

Die Klausurphase liegt nun schon drei Wochen hinter mir. In den beiden ersten freien Wochen flog ich mit meinem Freund nach Skandinavien – erst nach Oslo, dann nach Stockholm.
Die Reise fing wunderbar an. Wir waren rechtzeitig am Flughafen und sollten mit einem Zwischenstopp in Hamburg innerhalb von vier Stunden in Oslo landen. Der Zwischenstopp gestaltete sich unspektakulär – bis uns ein Typ auffiel, der von einem Gate zum nächsten hetzte. Während ich ihm mit meinem Blick verfolgte, fiel mir plötzlich ein Gate auf, das einen Flug zur gleichen Zeit nach Oslo anzeigte wie unseres. Einem panischen Sprint zu diesem völlig leeren Gate folgte die Erkenntnis, dass wir falsch gestanden und gerade noch rechtzeitig das Boarding geschafft hatten – es waren kurz zuvor noch einmal die Gates getauscht worden.
In Oslo angekommen, erwartete uns direkt die nächste ungewöhnliche Begegnung: Da wir für die überschaubaren Wege in der Innenstadt für die nächsten zwei Tage kein Öffi-Ticket brauchten, nahmen wir uns vom Flughafen zur Wohnung ein Taxi. Der Fahrer war offensichtlich sehr stolz auf seinen Mercedes, weshalb er uns sofort erzählte, dass vorne im Display Filme laufen könnten während er fuhr, obwohl das eigentlich verboten sei. Sein Trick: Er hatte kurzerhand den Tacho abgeklemmt. Ein Blick auf die Tachonadel bestätigte, dass null Stundenkilometer auf der Autobahn tatsächlich sehr unwahrscheinlich waren. Nachdem wir uns die halbe Fahrt auf Deutsch über die Situation und den Fahrer lustig gemacht hatten, outete er sich am Ende als deutschsprachig. Diese kleine Peinlichkeit war aber schnell vergessen, als wir feststellten, dass er die Sprache in unserer Heimat gelernt hatte. Zufälle gibt’s!
Die nächsten Tage in Oslo waren nicht minder spannend. Wir trafen einen Freund aus Schulzeiten, machten eine Free-Walking-Tour, liefen zum besten Aussichtspunkt der Stadt und lernten einiges über den Friedensnobelpreis. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

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