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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Stockholm

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

11.05.2018

Mit dem Fernbus fuhren wir über Nacht von Oslo nach Stockholm. Dort angekommen, brauchten wir noch etwa eine halbe Stunde bis zur Studentenwohnung eines Freundes, wo wir für drei Tage wohnen würden. Obwohl wir recht früh dran waren, empfing er uns schon mit heißem Kaffee und guter Laune.
Gemeinsam mit ihm machten wir in Stockholm erst einmal eine Free-Walking-Tour und schlossen uns danach dem Tourguide an, um mit ihm in seiner Lieblingskneipe ein Bierchen zu trinken. Von ihm bekamen wir eine ganze Reihe Tipps für die nächsten zwei Tage, in denen wir an zwei weiteren, nicht minder spannenden Free-Walking-Touren teilnahmen und abends die traditionelle schwedische Küche ausprobierten.
Das unangefochtene Highlight der ganzen Reise war für mich aber das Vasa-Museum. Darin befindet sich ein komplettes Schiff aus dem Jahr 1628, das auf seiner Jungfernfahrt vom gefeierten Prestigeprojekt Schwedens zu einem traurigen Wrack auf dem Grund der Ostsee wurde. Zu unserem Glück ist das Schiff noch zu 98 Prozent erhalten und konnte in den 1960er-Jahren geborgen werden. Heute befindet es sich zu Konservierungszwecken aufwändig beschichtet in diesem Museum, das seine Besucher gekonnt in das Schweden des 17. Jahrhunderts entführt.
Unsere letzte Unternehmung war nicht ganz so spannend, aber trotzdem sehenswert: Wir fuhren mit der Fähre durch das völlig unübersichtliche Gewirr der Schären vor Stockholm. Eine Schäre ist eine kleine, felsige Insel, die während der Eiszeiten entstand. Das Leben dort kam mir sehr einsam vor. Von einer dieser Schären aus gelangten wir mit dem Bus zurück in die Stadt.
Für den Abend hatten wir geplant, uns mit einem Essen bei unserem Freund dafür zu bedanken, dass er uns einfach so für drei Tage aufgenommen hatte. Da wir schon einige Male auf dieser Reise daran gescheitert waren, Wein zu kaufen, hatten wir unsere Lektion gelernt: In Norwegen und Schweden kann man alkoholische Getränke nur bis 18 Uhr und nur in bestimmten Läden erwerben. Diesmal allerdings hatten wir diese Komplikation bedacht und den Wein zum Abendessen rechtzeitig gekauft.

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