interaktiv

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Durch die Lüfte gleiten

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

13.06.2018

Vor ungefähr drei Jahren hat meine Familie das Gleitschirmfliegen für sich entdeckt. Seitdem haben wir den sogenannten A-Schein gemacht und können nun auch alleine fliegen. Meine Eltern und Geschwister haben das direkt genutzt und sind während meiner letzten Klausurphase nach Slowenien gedüst, um sich die atemberaubende Landschaft dort von oben anzuschauen. In zwei Monaten geht es wieder dorthin, diesmal darf ich allerdings mit.
Davor wollte ich aber sichergehen, dass ich das Gelernte noch sicher beherrsche. Immerhin hing ich zuletzt vor zwei Jahren unter einem Gleitschirm. Bei solch einem Hobby ist es ja nicht ganz unwichtig, keine Fehler zu machen. Insbesondere das Starten und Landen ist recht heikel.
Mit meinem Vater fuhr ich deshalb zum Auffrischen ins Sauerland. Dort sind die Berge schon so hoch, dass das Fliegen richtig Spaß macht. Ein Fluglehrer, den wir bereits kannten, trainierte uns zum einen im Rückwärtsstarten. Der normale Start erfolgt vorwärts. Man läuft nach vorn, bringt den Schirm in eine Position exakt über sich, wirft einen Kontrollblick nach oben, ob alles passt und hebt auch schon ab. Das Ganze läuft meist sehr schnell ab und es bleibt kaum Zeit für den Kontrollblick. Ziel des Rückwärtsstartens ist, sich den Schirm genauer anschauen zu können, um den Start bei verdrehten Leinen oder anderen Problemen sofort abbrechen zu können. Denn in der Luft kann man dagegen nicht mehr viel tun und startet im schlimmsten Fall mit einem nicht steuerbarbaren und kaum flugfähigen Schirm.
Zum anderen übten wir das Soaring. Das ist eine Flugtechnik am Hang: Wenn der Wind waagrecht auf den Hang bläst, steigt er daran nach oben und erzeugt dadurch eine tragende Luftschicht. In dieser kann man bei guten Verhältnissen aufsteigen, indem man am Hang hin- und herfliegt. Gleich am ersten Tag des Trainings hatten wir Glück mit dem Wetter und ich konnte beides ausprobieren. Sowohl der Rückwärtsstart als auch das Soaring klappten erstaunlich gut, sodass ich jetzt beruhigt und geübt nach Slowenien fahren kann.

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