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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Das zweite Semester

Nachdem ich das erste Semester hinter mich gebracht hatte, fühlte ich mich langsam in der Uni angekommen. Die ersten Prüfungen waren erfolgreich absolviert und man fand sich immer besser im Studium zurecht.

Drei Vorlesungen, nämlich Mathe für Ingenieure, Mechanik und Konstruktionslehre, würden uns auch im folgenden Semester weiter begleiten. Dazu kamen einige neue: Englisch für Wirtschaftsingenieure, Wirtschaftsinformatik, Statistik sowie internes und externes Rechnungswesen. Insgesamt war das zweite Semester das wohl Mathe intensivste im ganzen Studium. Wer hier erfolgreich ist, den sollte - zumindest was die Mathekenntnisse angeht - im weiteren Studiumsverlauf nichts mehr aufhalten.

Auch der Arbeitsaufwand insgesamt in diesem Semester war enorm. Allein 28 Stunden pro Woche verbrachte man in den verschiedenen Vorlesungen und Übungen. Zusätzlich hatte man für die Vorlesungen noch Übungszettel und Ähnliches zu Hause zu erledigen. Mit den Klausuren in Mathe und Mechanik standen außerdem zum Ende des Semesters zwei richtige Brocken an, die jeweils einige Wochen intensive Vorbereitung in Anspruch nehmen sollten. Die Prüfung in Statistik kam zwar erst nach dem dritten Semester auf uns zu, aber die zusätzlichen Prüfungen in Wirtschaftsinformatik, internem und externem Rechnungswesen versprachen schon dafür zu sorgen, dass einem nicht „langweilig" werden würde.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Nov 29, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Nov 29, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Leichtes Spiel mit Physik

Im technischen Teil des Studiums stand die Klausur „Physik für Wirtschaftsingenieure" an. Während des Semesters zeigte sich in den Vorlesungen, dass der Stoff durchaus machbar ist. Allerdings fiel die Vorbereitungszeit für die Klausur gezwungenermaßen recht kurz aus, denn zwei Tage vorher standen die Fachprüfungen in „Marketing" und „Produktion und Logistik" an. Da diese erstmal wichtiger schienen als die Scheinprüfung in Physik, begannen wir mit der Vorbereitung erst nachdem die beiden Fachprüfungen überstanden waren.

Für Physik standen uns reichlich Übungsaufgaben zur Verfügung, die wir uns aus dem Internet herunterladen konnten. Die Aufgaben waren durchgehend auf dem Niveau, das man aus der Oberstufe der Schule gewohnt war. Das heißt, für alle, die hier noch einigermaßen fit waren, reichten die zwei Tage Vorbereitung aus. Eine zusätzliche Erleichterung war außerdem, dass wir in der Klausur viele Hilfsmittel benutzen durften. Wenn man also doch bei der einen oder anderen Aufgabe auf ein Problem stieß, konnte man hierzu bequem in den Büchern nachschlagen.

Obwohl ungefähr 200 Studenten die Klausur mitschrieben, war sie bereits zwei Tage später korrigiert. Wie erwartet, hatten fast alle bestanden.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Nov 28, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

"Wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder machen!"

Es ist Freitagmittag. Ich laufe, mit meinen Versuchsunterlagen für Prozessleittechnik unterm Arm, zum Labor in der dritten Etage. Oben angekommen möchte ich noch mal kurz einen Blick auf die Versuchsfragen werfen, als mein Professor für Basistechnologien und CAD seinen Kopf aus der Tür seines Labors am Ende der Ganges hält. „Ach Hallo!", ruft er und kommt zu mir vor gelaufen. „Ich habe Sie schon an Ihrem Schritt erkannt",  meint er freundlich. „Na, das ist ja nicht so schwer. Im Elektrotechnik-Gebäude tragen ja nicht so viele Studenten Absatzschuhe", entgegne ich schmunzelnd. Da es bis zum Versuchsbeginn noch einige Minuten sind, und auch die anderen Mitglieder meiner Praktikumsgruppe noch nicht da sind, habe ich etwas Zeit, um mich mit meinem Professor zu unterhalten.

Ach, ich fühle mich an meiner Fachhochschule wirklich gut aufgehoben. Kleine Studentengruppen und sehr gute Verhältnisse zu den Lehrenden - das sind doch die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Wenn ich da an die Erzählungen von Bekannten an Universitäten denke: 5000 Studierende auf einen Professor! Und wenn dann mal einer eine Frage hat, gibt es zwar Gesprächstermine, aber erst in einem halben Jahr.

Bei uns ist das anders: Bei Fragen und Problemen ist immer jemand erreichbar. Die Professoren kennen mich sogar beim Namen. Das hat auch noch weitere Vorteile. Ich komme bestimmt nicht so schnell in die Versuchung, Vorlesungen fern zu bleiben. Spätestens bei der obligatorischen Begrüßung - „Hallo meine Damen (Blick zu mir) und Herren" - würde sofort auffallen, dass ich fehle.

Aber wie gesagt, ich bin zufrieden. Und das habe ich beim Plausch auch meinem Professor gesagt, der sich mit dem Eintreffen meiner Kommilitonen mit folgenden motivierenden Worten bei mir verabschiedet hat: „Wenn's einfach wäre, könnte es ja jeder machen!"

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Nov 27, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Nov 27, 2008