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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Zwischen Gelbwesten

Ende vergangenen Jahres besuchten mein Freund und ich einen Bekannten in Paris. In einem kleinen Appartement im Zentrum der Stadt hatten wir eine Übernachtung gebucht. Da wir die Stadt schon kannten, hatten wir keine großen Pläne. Wir nahmen uns jedoch vor, uns nicht in die Regionen zu begeben, in denen es zuletzt vermehrt Demos und Ausschreitungen gab. Wir waren gerade auf der Suche nach einem netten Restaurant, als uns eine kleine Gruppe friedlicher Protestierender mit Gelbwesten über den Weg liefen. Das schien nicht weiter besonders, doch dann brach Hektik um uns herum aus. Die Menschen vor uns drehten um und rannten weg. Die Ladenbesitzer in der Straße bauten so schnell sie konnten alles ab, was draußen stand und ließen die Gitter vor ihren Fenstern herunter – ungeachtet dessen, dass noch Gäste in den Läden und Cafés waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Grund für die Hektik ausgemacht: Eine größere Gruppe Gelbwesten kam skandierend die Straße entlang gelaufen. Auch wir drehten uns jetzt auf dem Absatz um und suchten einen Laden, der noch nicht alles dicht gemacht hatte. Dort warteten wir darauf, dass die Gruppe Demonstranten vorbei zog. Obwohl die Gruppe völlig friedlich blieb, hat die Situation bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bin froh, dass die Proteste in Paris inzwischen wieder friedlicher verlaufen und fühle mit allen Parisern, die durch die Proteste zu Schaden gekommen sind.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2019

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Laborpraktikum

Nach mittlerweile fast einem Semester Chemieingenieurwesen ging es für mich nun das erste Mal ins Labor. Hier müssen wir quantitative Analysen einiger Proben vornehmen, also heraufinden, wie viel von einem bestimmten Stoff in einer Probe steckt. Keine einfache Aufgabe! Ich habe noch keine Ahnung, wie man mit den Geräten umgeht. Zur Erklärung: Wir bekommen eine Probe zur Verfügung gestellt. Welcher Stoff drin ist, wissen wir bereits. Dann müssen wir mit passenden Reaktionen ermitteln, welche Menge von diesem Stoff in der Probe enthalten ist. Diese Arbeit erfordert viel Genauigkeit, Geduld und Zeit. Fehler verzeiht diese Arbeit nicht. Die ersten zwei Tage verbrachte ich erstmal damit, mich in dem Labor zurechtzufinden und die Geräte kennenzulernen.
Nachdem ich die ersten Ergebnisse eingereicht hatte, kam auch schon der erste Rückschlag. Alle Bestimmungen waren falsch. Also musste ich nochmal ran, um die Fehler in meinen Analysen zu finden. Im zweiten Versuch hatte ich schon eine der drei Bestimmungen richtig. Am dritten Tag habe ich dann nochmal eine Bestimmung wiederholt und auch die stellte sich als richtig raus. Das Problem ist nur, dass ich insgesamt sieben Bestimmungen machen muss. Noch sind es vier Tage, mal sehen ob ich alle Proben in der Zeit richtig hinbekomme. Wenn nicht, muss ich in einem Jahr nochmal in das Labor und die fehlenden Bestimmungen nachholen.

Autor: Linus  |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2019

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Silvester in München

Den Jahreswechsel feierten wir dieses Mal mit fünf Freunden in München. Am 28.12. ging es los. So hatten wir ganze drei Tage Zeit, um die Stadt unsicher zu machen.
Da fast alle von uns München schon kannten, fuhren wir am ersten Tag in die Berge. Wir hatten herrliches Wetter, es lag Schnee und es gab die Möglichkeit, Schlitten auszuleihen. Nachdem wir etwa eineinhalb Stunden den Berg hinaufgewandert waren, rodelten wir das Ganze in etwa 15 Minuten wieder hinunter. So viel Spaß hatte ich beim Rodeln noch nie!
Am nächsten Tag schauten wir uns die Stadt an und fuhren hoch auf den Rathausturm, von dem wir einen wunderbaren Blick über München hatten. Danach stand ein Abstecher zu den Augustiner Bräustuben auf dem Programm. Am letzten Tag fuhren wir zur Therme Erding, die neben einigen Pools zum Ausspannen auch einen ziemlich großen Rutschenpark bietet. Wir probierten natürlich alle Rutschen aus! Bei so viel Rutschen-Enthusiasmus trugen wir einige Blessuren davon, aber die waren spätestens am Abend beim Silvester-Raclette schnell vergessen!
Nach dem Essen fuhren wir zum Olympiapark, denn oben auf dem Olympiaberg erhofften wir uns eine tolle Aussicht über das Münchener Feuerwerk. Wir platzierten uns zwischen mehreren Familien mit Kindern, möglichst weit weg von den mit kiloweise Böllern ausgestatteten Gruppen. Allerdings fingen die Münchner schon um 23.30 Uhr an zu feuern, sodass kurz nach Mitternacht nur noch Nebelsuppe zu erkennen war.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2019