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Die Juristen von morgen

Die ersten zwei Wochen Studium

Was ich in meinen ersten Wochen an der Uni gelernt habe:
Dass ich nicht die einzige bin, die niemanden kennt und sich viele über neue Kontakte freuen.
Jurastudenten werden im ersten Semester sehr viel an die Hand genommen. Ich habe schon einmal an der Uni studiert, aber zuvor noch nie eine Bibliotheksführung bekommen. Bei mir hat sich vorher noch nie das Prüfungsamt vorgestellt oder in einer gesonderten Veranstaltung erklärt, was ich alles für die Zwischenprüfung brauche und beachten muss.
Es hat nicht jeder einen Plan, was er später mit dem Studium machen möchte. Einige sitzen tatsächlich nur aus Spaß in einer Vorlesung. Ja gut, kann man mal machen.
Auch wenn einem alle Freunde sagen, dass man bestimmt nicht die Älteste dort sein wird: Mit 28 Jahren ist man doch vergleichsweise alt. Aber darüber muss man sich nicht ernsthaft Gedanken machen. Klar, viele sind jünger, aber das heißt nicht, dass man nicht miteinander auskommt. Ich habe direkt Menschen gefunden, die meinem Lernstil entsprechen, die fleißig sind und das Studium ernst nehmen wollen. Und trotzdem kann man zusammen lachen und Spaß haben – und allen ist das Alter egal. Das ist herrlich erfrischend und nimmt mir den ganzen Stress, den ich mir selbst gemacht habe.
Ich habe also Kommilitonen, mit denen ich über den Campus laufen und in der Mensa essen gehen kann, mit denen man sich in einer längeren Pause mal hinsetzt und Stoff lernt oder abends vielleicht einfach ein Bier zu sich nimmt.
Ich bin gespannt, was noch auf mich zukommen wird. Aber bis jetzt kann ich sagen: nicht nur die Menschen sind cool, auch die Dozenten, die Themen und das wirklich umfangreiche an-die-Hand-nehmen. Ich bin glücklich darüber, die Entscheidung für Jura getroffen zu haben.

Autor: Nina  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2019
Autor: Nina
Rubrik: studium
Oct 29, 2019

Die Juristen von morgen

Erwachsen werden

Das Referendariat ist nicht nur ein Muss auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen oder eine Möglichkeit, in verschiedene Berufe zu schnuppern. Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden, insbesondere wenn man vorher nur das klassische Studentenleben gelebt hat. Mein letztes Praktikum ist circa drei Jahre her, und inzwischen hat sich vieles getan. Was ich am meisten merke: Mit dem ersten Examen in der Tasche wird man deutlich ernster genommen. Ich bekomme spannende Aufgaben übertragen, arbeite eigenverantwortlich und diskutiere auf Augenhöhe mit meinen Ausbildern. Und spätestens mit der Verwaltungsstation an einem Bundesministerium, wo man im Vergleich zu den anderen Stationen drei bis vier Tage Präsenszeit an einem Arbeitsplatz hat, gewinnt man einen immer stärkeren Eindruck davon, wie das eigentlich aussieht, dieses Berufsleben. Zeit, sich auch gedanklich damit zu befassen. Wo will ich hin? Wie viel will ich arbeiten? Was sind meine Prioritäten im Leben?
Hier im BMWi hat man auf jeden Fall die Möglichkeit, sich über verschiedene Arbeitsbereiche umfassend zu informieren. So kann ich mir von den vielen anderen Mitreferendaren und Praktikanten erzählen lassen, welche unglaublich diversen Arbeitsbereiche es im BMWi noch gibt. Inhaltlich kann man am Bundeswirtschaftsministerium fast alles machen, plus attraktive Stellen im Ausland. Und über das Praktikantenprogramm gibt es die Möglichkeit, weitere interessante Arbeitsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst kennen zu lernen.
Noch genieße ich dieses bloße Reinschnuppern in die Arbeitswelt. Noch nicht so richtig viel Verantwortung. Nur drei Tage pro Woche feste Arbeitszeiten. Was aber im Vergleich zum richtigen Berufsleben fehlt: freie Wochenenden. Denn das Referendariat stellt auch einen geübten Jongleur vor große Herausforderungen: Koordinierung von Stationsarbeit, Arbeits-, Lerngruppe, die jeweilige Vor- und Nachbereitung, Nebenjob – und am besten noch eine fünfstündige Klausur pro Woche schreiben. Puh. Und je näher das Examen rückt, desto anstrengender wird das Programm auch, denn dann steigt so langsam der Druck.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2019
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 27, 2019

Die Juristen von morgen

verdAMT ich lieb dich


Über einem Monat bin ich nun in meiner Verwaltungsstation am Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Aufgefallen ist mir, dass es keine Seltenheit ist, schon um 11.45 zum Essen zu gehen.
Abgesehen von den Essenszeiten entspricht das BMWi selten den Klischees von Behördenarbeit. Insbesondere bei den Arbeitszeiten nicht. Statt um drei Uhr nachmittags schon den Stift fallen zu lassen, beendet niemand aus meinem Referat die Arbeit vor 18Uhr – die meisten bleiben auch deutlich länger. Was dagegen schon stimmt: dass man oft alles mit allen abstimmen muss. Auch dem Klischee entsprechen die hierarchischen Strukturen. So langsam erschließt sich mir die Unterscheidung zwischen Referats-, Unterabteilungs- und Abteilungsleiter. Die Kürzel für alle Referate des BMWi kenne ich allerdings immer noch nicht auswendig.
Abgesehen von diesen kleinen Problemen habe ich mich hier inzwischen sehr gut eingearbeitet. Die Mitarbeiter finde ich äußerst nett und sehr kompetent. Meine Aufgaben sind spannend. Und es gefällt mir, in einem Referat auf der Schnittstelle von Innen- und Außenpolitik sowie Außenwirtschaft zu arbeiten. Die Nachrichten von politischen Unruhen oder Umstürzen werden hier im Detail relevant. In den Abteilungsleiterrunden werden Einzelaspekte von internationalen Beziehungen beleuchtet, von denen man ansonsten nur hie und da etwas mitbekommt. Interna aus Regierungsvorhaben werden diskutiert, und alle Projekte hier dienen im Ergebnis dazu, die Politik der Bundesregierung umzusetzen oder fortzuführen. Zwar bedeutet das auch, dass die eigene Meinung – bis vielleicht auf die technischen Details – nicht unbedingt so viel zählt. Aber einen Chef, der einem sagt, wie man etwas zu erledigen hat, gibt es fast in allen Berufen. Hier ist nur die Besonderheit, dass es wohl noch unwahrscheinlicher ist, dass man mal irgendwann selbst den Ton angibt. Aber in wahre Gewissenskonflikte wird man in den nächsten Jahren bei der Umsetzung von Regierungsarbeit hoffentlich nicht kommen. Da kann ich dem Poster, das im Praktikanten- und Referendarszimmer hängt („VerdAMT ich lieb‘ dich“) nur zustimmen.

Autor: Luisa  |  Rubrik: beruf & karriere  |  Aug 20, 2019
Autor: Luisa
Rubrik: beruf & karriere
Aug 20, 2019

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