interaktiv

Die Juristen von morgen

Es geht in die zweite Runde

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

28.12.2018

Als ich in den vergangenen Wochen Probeklausuren für das erste Staatsexamen korrigiert habe, kamen diese unguten Erinnerungen an meine eigene Examensvorbereitung wieder hoch. Jetzt saß ich auf der anderen Seite und korrigierte die Klausuren von diesen armen Seelen. Wenn man nur wenige Punkte vergeben kann, ist das auch für den Korrektor kein schönes Gefühl.
Nach einem Jahr Jura-Pause ging es mit Beginn meines Referendariats nun also auch für mich zurück in diese Welt. Ich habe dabei gemischte Gefühle: In Arbeitsgruppen zu arbeiten und im Vorbereitungskurs Hausaufgaben aufzubekommen, brachte auf der einen Seite Erinnerungen an meine Schulzeit zurück. Ersti-Parties und die AG-„Klassen“-Fahrt verstärkten dieses Gefühl noch. Aber auf der anderen Seite war ich bestürzt, was ich nach fünf Jahren Studium alles noch nicht weiß. Manchmal finde ich es auch langweilig. Nachdem ich mich in Brügge mit aktueller Weltpolitik beschäftigen konnte, geht es nun manchmal um spannende Dinge wie die Zuständigkeit eines Gerichts oder die Prozessfähigkeit von Personen. In solchen Momenten kann ich mir gar nicht vorstellen, das für die nächsten zwei Jahre zu machen. Am liebsten würde ich endlich mal praktisch arbeiten.
Doch dann gibt es auch wieder spannende Momente im Referendariat. Absolut abstruse Sachverhalte, von denen man denkt, dass diese von schlechten Hollywood-Regisseuren ausgedacht worden sein müssen. Oder, wenn man bei einem Fall erst einmal herausfinden muss, was überhaupt passiert ist. Gerade habe ich zum Beispiel mein erstes Urteil – wenn auch nur als Probeklausur – verfasst. Und das fühlte sich schon ziemlich gut an!

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