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Die Juristen von morgen

Fazit nach sechs Wochen Studium

Es ist komisch, zwischen Designerhandtaschen mit meinem Second-Hand Rucksack über den als versnobt geltenden Campus zu laufen. Leider bestätigt sich dieses Vorurteil nur zu oft. Aber ich studiere ja nicht Jura, um mich mit Markensachen identifizieren zu können, sondern, um endlich einen Beruf zu finden, der mir auch über viele Jahre hinweg Spaß machen wird.
Ich schreibe nun in wenigen Tagen bereits erste Probeklausuren, die zwar bewertet werden, aber an sich keine Bedeutung haben, außer uns den Ernstfall einer Klausur üben zu lassen. Auch wenn mir diese Tatsache viel Stress bereitet, finde ich das Angebot doch sehr gut. So wird man bereits am Anfang des Studiums dazu gebracht, sich ordentlich vorzubereiten und direkt mit dem Lernen zu beginnen.
Da ich schon Studienerfahrung habe, kann ich gut Parallelen ziehen beziehungsweise vergleichen. Ich bin jetzt schon oft in der Bibliothek zum Lernen, nehme Lernsachen mit auf Zugfahrten oder lese mir verschiedene Bücher durch – einfach nur weil mich das Ganze interessiert und ich tatsächlich Jura studieren will.
In Niedersachsen gibt es nach vier Semestern die „Zwischenprüfung“, das ist eigentlich keine richtige Prüfung. Man muss bis zu diesem Zeitpunkt einige Pflichtpunkte in bestimmten Fächern geschafft haben, dann passiert nichts weiter und man beginnt ab dem fünften Semester automatisch mit dem Hauptstudium. Hat man die Leistungen allerdings nicht erbracht, wird man sehr schnell exmatrikuliert. Tatsächlich finde ich auch diese Regelung gut. So würde man nicht Jahre seines Lebens verschwenden, sondern bekommt nach zwei Jahren einen guten Einblick, ob man dem Studium gewachsen ist oder nicht. Ich bin motiviert genug und traue es mir auch zu, diese Zwischenprüfung zu schaffen. Aber dazu dann in drei Semestern mehr. Erst einmal nun die Probeklausuren abwarten und schauen wie die laufen.

Autor: Nina  |  Rubrik: studium  |  Nov 27, 2019

Die Juristen von morgen

Die ersten zwei Wochen Studium

Was ich in meinen ersten Wochen an der Uni gelernt habe:
Dass ich nicht die einzige bin, die niemanden kennt und sich viele über neue Kontakte freuen.
Jurastudenten werden im ersten Semester sehr viel an die Hand genommen. Ich habe schon einmal an der Uni studiert, aber zuvor noch nie eine Bibliotheksführung bekommen. Bei mir hat sich vorher noch nie das Prüfungsamt vorgestellt oder in einer gesonderten Veranstaltung erklärt, was ich alles für die Zwischenprüfung brauche und beachten muss.
Es hat nicht jeder einen Plan, was er später mit dem Studium machen möchte. Einige sitzen tatsächlich nur aus Spaß in einer Vorlesung. Ja gut, kann man mal machen.
Auch wenn einem alle Freunde sagen, dass man bestimmt nicht die Älteste dort sein wird: Mit 28 Jahren ist man doch vergleichsweise alt. Aber darüber muss man sich nicht ernsthaft Gedanken machen. Klar, viele sind jünger, aber das heißt nicht, dass man nicht miteinander auskommt. Ich habe direkt Menschen gefunden, die meinem Lernstil entsprechen, die fleißig sind und das Studium ernst nehmen wollen. Und trotzdem kann man zusammen lachen und Spaß haben – und allen ist das Alter egal. Das ist herrlich erfrischend und nimmt mir den ganzen Stress, den ich mir selbst gemacht habe.
Ich habe also Kommilitonen, mit denen ich über den Campus laufen und in der Mensa essen gehen kann, mit denen man sich in einer längeren Pause mal hinsetzt und Stoff lernt oder abends vielleicht einfach ein Bier zu sich nimmt.
Ich bin gespannt, was noch auf mich zukommen wird. Aber bis jetzt kann ich sagen: nicht nur die Menschen sind cool, auch die Dozenten, die Themen und das wirklich umfangreiche an-die-Hand-nehmen. Ich bin glücklich darüber, die Entscheidung für Jura getroffen zu haben.

Autor: Nina  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2019
Autor: Nina
Rubrik: studium
Oct 29, 2019

Die Juristen von morgen

Erwachsen werden

Das Referendariat ist nicht nur ein Muss auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen oder eine Möglichkeit, in verschiedene Berufe zu schnuppern. Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden, insbesondere wenn man vorher nur das klassische Studentenleben gelebt hat. Mein letztes Praktikum ist circa drei Jahre her, und inzwischen hat sich vieles getan. Was ich am meisten merke: Mit dem ersten Examen in der Tasche wird man deutlich ernster genommen. Ich bekomme spannende Aufgaben übertragen, arbeite eigenverantwortlich und diskutiere auf Augenhöhe mit meinen Ausbildern. Und spätestens mit der Verwaltungsstation an einem Bundesministerium, wo man im Vergleich zu den anderen Stationen drei bis vier Tage Präsenszeit an einem Arbeitsplatz hat, gewinnt man einen immer stärkeren Eindruck davon, wie das eigentlich aussieht, dieses Berufsleben. Zeit, sich auch gedanklich damit zu befassen. Wo will ich hin? Wie viel will ich arbeiten? Was sind meine Prioritäten im Leben?
Hier im BMWi hat man auf jeden Fall die Möglichkeit, sich über verschiedene Arbeitsbereiche umfassend zu informieren. So kann ich mir von den vielen anderen Mitreferendaren und Praktikanten erzählen lassen, welche unglaublich diversen Arbeitsbereiche es im BMWi noch gibt. Inhaltlich kann man am Bundeswirtschaftsministerium fast alles machen, plus attraktive Stellen im Ausland. Und über das Praktikantenprogramm gibt es die Möglichkeit, weitere interessante Arbeitsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst kennen zu lernen.
Noch genieße ich dieses bloße Reinschnuppern in die Arbeitswelt. Noch nicht so richtig viel Verantwortung. Nur drei Tage pro Woche feste Arbeitszeiten. Was aber im Vergleich zum richtigen Berufsleben fehlt: freie Wochenenden. Denn das Referendariat stellt auch einen geübten Jongleur vor große Herausforderungen: Koordinierung von Stationsarbeit, Arbeits-, Lerngruppe, die jeweilige Vor- und Nachbereitung, Nebenjob – und am besten noch eine fünfstündige Klausur pro Woche schreiben. Puh. Und je näher das Examen rückt, desto anstrengender wird das Programm auch, denn dann steigt so langsam der Druck.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2019
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 27, 2019