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Die Juristen von morgen

Fazit nach dem ersten Semester

Autor:
Nina

Rubrik:
studium

24.04.2020

Seit dem 1. April bin ich nun offiziell bereits im 2. Semester. Das erste ging so schnell vorbei, ich kann es kaum glauben. Ich blicke zurück auf eine sehr nervöse Nina am Anfang des Studiums, eine motivierte mittendrin und auf eine etwas verzweifelte am Ende der Klausurenphase und am Anfang der Hausarbeit. Jura ist definitiv nicht zu unterschätzen. Man muss keine Paragraphen Wort für Wort aufsagen können, aber man muss schon wissen, was man wo findet, da man sonst in den Klausuren viel Zeit mit dem Suchen nach etwas verschwendet, anstatt einfach den Paragraphen aufschlagen zu können, den man gerade braucht.
Und trotzdem muss man noch sehr viel auswendig lernen. Jura besteht vor allem aus einem: Definitionen. Eine Klausur, und auch eine Hausarbeit, sind immer nach dem gleichen Schema aufgebaut: Man wirft ein Problem auf, definiert worum es geht, subsumiert darunter den Sachverhalt und kommt am Ende zu einem Ergebnis. Ein kleines Beispiel: „A könnte sich gem. § 212 wegen Totschlags strafbar gemacht haben. Ein Totschlag ist …(<- Definition). A hat B getötet, indem er ihn erschoss. A hat sich somit wegen Totschlags strafbar gemacht.“ Und so sieht jede Klausur aus. Diese ganzen Definitionen muss man auswendig können, da nur die wenigsten in den Gesetzen direkt drinstehen. Aber Auswendiglernen war noch nie mein Problem. Es ist zwar einfach viel vom Stoff her und den verschiedenen Schemata, die man anwenden muss, aber es macht mir auch unglaublich Spaß. Es war definitiv die richtige Entscheidung, Jura zu studieren, und darüber bin ich unglaublich froh. Die nächsten Semester werden nicht weniger anstrengend und der Stoff immer umfangreicher, was mir durchaus ein wenig berechtigte Sorge bereitet. Aber ich bin immer noch motiviert genug, um alles schaffen zu können. Nur darf man sich von einigen wenigen schlechten Noten nicht runterziehen lassen, aber das war mir zum Glück von vorneherein schon klar.

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