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Die Lehrer von morgen

#Stay at home

Die Corona-Krise hat viele Maßnahmen mit sich gebracht: Die Uni ist geschlossen, alle Veranstaltungen mit sozialem Kontakt bis auf Weiteres abgesagt und es ist noch nicht so ganz klar, wie und wann die Vorlesungszeit starten wird. Das heißt allerdings nicht, dass alles, was mit Uni zu tun hat, aufgehört hat, zu existieren. So eben auch nicht die Fachschaftsarbeit. Normalerweise haben wir auch in den Ferien regelmäßig Sitzungen, die üblicherweise im Aufenthaltsraum des Mathezentrums stattfinden. Das ist derzeit nicht möglich. Deswegen wurden die vergangenen Sitzungen über den Sprachchat Discord abgehalten und online besprochen, wie wir mit bestimmten Dingen umgehen. Die E-Mails werden seit Mitte März von mir und zwei anderen Fachschaftsmitgliedern von zu Hause aus verwaltet und wir überlegen gerade, wie es möglich ist, kontaktlose Sprechstunden abzuhalten.
Dadurch, dass der Vorlesungsbeginn verschoben wurde, fallen erst einmal auch einige Veranstaltungen aus, die im April geplant waren. Viele Veranstaltungen werden wir während des Semesters spontan noch stattfinden lassen können, aber bei den großen Veranstaltungen Matheparty und Matheball ist fraglich, ob diese stattfinden können und wir müssen gucken, ob wir diese so planen können, dass eine kurzfristige Absage nicht allzu hohe Kosten nach sich zieht.
Ich merke dabei aber, wie kreativ wir werden, während wir versuchen, das beste aus der Situation zu machen. Inspiriert von den Collagen einiger anderer Fachschaften haben wir auf unseren sozialen Medien einen Zusammenschnitt von Fotos hochgeladen, auf denen jeder von uns einen Zettel mit einem Wort hält – der gesamte Satz soll dazu animieren, zu Hause zu bleiben. Außerdem hat ein Fachschaftler sich überlegt, dass man Veranstaltungen teilweise auch online stattfinden lassen kann. Nächste Woche soll daher das Pilotprojekt „Pubquiz über Discord“ veranstaltet werden; wenn das gut läuft, werden wir einige der anderen Standardveranstaltungen wie den Spieleabend auch so organisieren. Die Situation ist gerade eine Herausforderung für uns alle, aber ich hoffe, dass wir noch weitere Möglichkeiten finden, trotz aller Umstände so viel Normalität wie möglich zu erhalten.

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 7, 2020
Autor: Janna
Rubrik: orientieren
Apr 7, 2020

Die Lehrer von morgen

Das letzte Stück

Das Coronavirus schränkt alle möglichen Aktivitäten ein. Dass es auch meine Examensprüfung betrifft, hätte ich nicht gedacht. Zunächst hieß es, wir sollten während der Prüfung nur so weit wie möglich auseinander sitzen. Dann schloss plötzlich, völlig unerwartet die komplette Universitätsbibliothek für fünf Wochen. Es besteht keinerlei Möglichkeit, sich Fachliteratur für die anstehenden Prüfungen auszuleihen, was mich allerdings wenig betrifft, da ich auf viele Bücher online Zugriff habe. Letztlich wurde das komplette Staatsexamen auf Eis gelegt. Es wären nur noch neun Tage nötig gewesen, dann hätte ich den Duft von Freiheit in der Nase gehabt. Jetzt weiß ich weder wann meine letzte Prüfung im Didaktikfach Mathematik stattfinden wird, oder wie ich meine weitere Zeit planen kann. Ich stehe wie so viele mit einem großen Fragezeichen da und meine Motivation, mich für einen Termin vorzubereiten, der in den Sternen steht, ist gleich null. Ich zwinge mich täglich, wenigstens ein bisschen zu lernen, habe aber schlichtweg keine Lust mehr. Kaum hätte jemand von uns gedacht, dass der Freistaat soweit gehen würde. Wir bekommen aufgrund von Korrekturen und bürokratischen Aufwand meist erst sechs bis acht Wochen vor dem Referendariatsantritt Bescheid, an welcher Schule wir unterrichten werden. Wie das nun in dieser aktuellen Situation gemeistert werden soll, weiß ich nicht. Dennoch habe ich Verständnis für die aktuelle Situation und versuche, damit umzugehen. Es gibt heftige Diskussionen unter meine Kommilitonen, die sich entweder über die Entscheidung, das Staatsexamen zu verschieben, beschweren, oder es gut heißen. Online wird sich in Foren über das weitere Vorgehen ausgetauscht. Letztlich denke ich, bedeutet die Situation für alle enormen Druck. Es bleibt uns jedoch nichts anderes übrig als abzuwarten.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Apr 2, 2020
Autor: Eva
Rubrik: studium
Apr 2, 2020

Die Lehrer von morgen

Workshop in der KiTa

Ich habe euch vor einiger Zeit erzählt, dass ich im Rahmen des Sonderpädagogischen Handlungsfelds (SPH) einen Workshop in einem Kindergarten aufgebaut habe. Dabei ging es darum, die Eltern von Kindergartenkindern dafür zu sensibilisieren, welche Sprachlernsituationen sich im Alltag ergeben und wie sie diese gut nutzen können. Am Anfang hatte ich noch Sorge, ob dieses Projekt überhaupt anlaufen würde. Der Förderung ihrer Kinder ist den Eltern meist wichtig und sie sind dankbar für Zusatzangebote. Wenn sie aber selbst etwas tun sollen, ist es schon schwieriger, sie dafür zu gewinnen, weil ihnen oft schlichtweg die Zeit fehlt. Ich habe mir deshalb sehr genau überlegt, wie ich den Workshop möglichst effizient, attraktiv und niederschwellig gestalten kann. In Kooperation mit einer tollen KiTa und ihrer sehr engagierten Leiterin ist das gelungen und ich habe bereits meinen zweiten Workshop dieser Art beendet. Zum ersten Kurs kamen vier, zum zweiten schon sechs Mütter. Für mich war die Beratung von erwachsenen Menschen ein guter Ausgleich zum Unterricht in meiner Klasse und außerdem etwas, in dem ich eine persönliche Stärke erkennen konnte. Der Kurs war etwas, für das ich konstant positives Feedback bekam und in dem ich mich sehr kompetent fühlte.
Über das SPH hatte ich anschließend zwei Prüfungen: Zum einen musste ich in den Weihnachtsferien eine Hausarbeit schreiben, zum anderen hatte ich im Februar ein Kolloquium. Das fand ich erst ziemlich nervig. Letztendlich war es aber auch irgendwie ein Geschenk: Man konnte in zwei Prüfungen über das erzählen, was man ohnehin schon die ganze Zeit gemacht hatte, ohne dass man dafür irgendetwas hätte lernen oder recherchieren müssen. Es ging vor allem darum, das Projekt zu reflektieren. Vor allem das Kolloquium erforderte kaum Vorbereitung und ich konnte alle Fragen aus dem Stegreif beantworten, weil ich mir darüber ohnehin schon viele Gedanken gemacht hatte. Am Ende bekam ich für die Prüfungsformate jeweils eine 1,0 und bin nun doch ganz froh um die doppelte Note. Es freut mich total, dass sich in der Bewertung widerspiegelt, wie gut mir mein SPH gefallen hat. Und weil ich auch im nächsten Schuljahr an meiner Ausbildungsschule bleibe und meine Rektorin vom Projekt überzeugt ist, wird es wohl sogar langfristig ein Teil meiner Arbeit als Sonderpädagogin bleiben.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2020
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 27, 2020