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Die Lehrer von morgen

Verliebt, verlobt, verheiratet

Am vergangenen Samstag war die kirchliche Trauung meines Bruders. Schon früh am Morgen besuchten meine Großmutter, Mutter und ich den Friseursalon und ließen uns rundum verschönern. Aufgeregt schlüpfte ich in mein weinrotes langes Kleid mit Rückenausschnitt. Nachmittags begann der Gottesdienst. Er wurde von der Zwillingsschwester der Braut gehalten, da diese Pfarrerin ist. Eine weitere persönliche Note verlieh ich der Trauung, denn eine Freundin und ich bereiteten zwei Liedstücke für die Trauung vor. Die Tante der Braut hatte die Kirche mit Blumen geschmückt. Sie hat eine Gärtnerei. Mein Neffe wurde an diesem Tag neben der Trauung getauft. Seelenruhig und schlafend ließ er die Prozedur über sich ergehen.
Nach dem Gottesdienst fuhr das Brautpaar mit einem Oldtimer Traktor in Richtung Location. Mit lautem Gehupe folgten wir der Kolonne. In der Gastwirtschaft angekommen gab es Kaffee und Kuchen und ein paar Ansprachen. Die Freunde meines Bruders bereiteten eine Brautentführung im Schützenhaus vor. Es gab dort Musik und Sekt. Die Stimmung wurde lockerer und ich kam mit vielen Verwandten und Bekannten ins Gespräch. Nachdem der Bräutigam die Braut gefunden hatte lief die Gesellschaft wieder zur Wirtschaft. Es wurde eine Hochzeitssuppe serviert. Weiterhin gab es ein reichlich gefülltes Buffet und „heiße Liebe“ zum Dessert. Nach dem Brauttanz wurde die Tanzfläche eröffnet. Jeder Gast durfte Liedwünsche auf einen Zettel notieren und sie dem DJ geben. Es waren demnach Lieder für Jung und Alt geboten. Wir tanzten fleißig bis in die Nacht. Um Mitternacht wurden Vesperplatten mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten aufgedeckt.
Ich hatte mir vorab viele Gedanken über mein Geschenk an das Brautpaar gemacht. Das Brautpaar wünschte sich eigentlich Geld, doch ich empfand das als zu unpersönlich für mich. Ich entschloss mich daher, ein Gutscheinbuch zu gestalten. Es beinhaltet sowohl Geldgutscheine als auch persönliche Gutscheine wie beispielsweise ein gemeinsames Frühstück oder einmal Babysitten. Mein Bruder und seine Frau freuten sich sehr darüber.
Alles in allem gefiel mir der Tag sehr gut. Ich fühlte mich wohl und freute mich, meine Verwandten wieder einmal zu Gesicht zu bekommen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 11, 2019

Die Lehrer von morgen

Studieren mit Hund

Mit dem Herbst beginnt die Jahreszeit, die ich am liebsten habe. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als lange Spaziergänge am Waldrand zu machen und die Natur in ihrer wunderschönen Pracht zu betrachten.
Sonst habe ich das immer mit meinem Hund gemacht. Ihr Name war Ida. Sie war meine beste Freundin, meine Begleiterin und Seelentrösterin. Leider verstarb sie im hohen Alter und wir schafften uns keinen neuen Hund mehr an. Meine Eltern arbeiten bereits Vollzeit, keine gute Voraussetzung, um sich einen Hund nach Hause zu holen. Ich machte mir viele Gedanken, ob es für mich möglich wäre, mir einen Hund anzuschaffen. Im Studium habe ich unregelmäßig Uni und könnte ihn dorthin mitnehmen. Doch schon allein meine Wohnsituation ist ein Problem. Weiterhin wüsste ich nicht, wie ich den Hund in meinen beruflichen Werdegang miteinbinden könnte.
Eine ehemalige Klassenkameradin hat sich diesen Traum erfüllt. Sie studierte Kulturwissenschaften und hat eine Wohnung, in der Hunde erlaubt sind. Sie traute sich und holte sich die wundervolle Lucie nach Hause. Zudem hat sie das Glück, sie nach dem Studium mit an ihren Arbeitsplatz nehmen zu dürfen und das ohne Probleme.
Mein Traum wäre es, einen Therapiehund auszubilden und ihn mit in die Schule zu nehmen. Allerdings gibt es hierzu viele Hürden, mit denen ich mich später auseinandersetzten muss. Ob sich mein Wunsch erfüllt, bleibt abzuwarten. Bis dahin freue ich mich auf jeden Hund, der mir begegnet.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 7, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 7, 2019

Die Lehrer von morgen

Endspurt

Die vorlesungsfreie Zeit neigt sich dem Ende zu. Eigentlich sollte ich nun entspannt in das neue Semester starten, das einiges an Lernaufwand von mir abverlangen wird. Leider bin ich alles andere als die Ruhe selbst. Wenn ich meine Semesterferien reflektiere, denke ich nur ans Arbeiten. Sei es bei der Post, im Hotel oder in der Gastronomie, ich war ständig eingespannt. Letztlich frage ich mich, ob es das Geld wert ist, sich von einem zum anderen Job zu hangeln. Dann aber wiederum stehen Ausgaben vor mir wie ein neuer Laptop, Möbel für mein neues Zimmer oder das Geschenk zur Hochzeit meines Bruders, für die ich das hart erarbeitete Geld benötige. Zudem möchte ich nach meinem Studium eine große Reise mit dem Wohnwagen Richtung Norden machen, die auch einiges kostet. Ich bin heilfroh bald ein geregeltes Einkommen im Referendariat zu haben, selbst wenn es nicht viel ist.
Aus diesem Grund nutzte ich die letzten Wochen vor Semesterstart, um noch etwas Kraft zu tanken. Ich muss nicht mehr groß verreisen oder irgendwelche Trips machen. Mir reicht es, zuhause einfach nichts zu tun oder so wie gestern, mit meiner Oma und ihrer Freundin gemütlich Kaffee zu trinken und einfach in den Tag hineinzuleben. Wir verbrachten mehrere Stunden in meinem Lieblingscafé und unterhielten uns über dieses und jenes. Ich konnte Kraft schöpfen, ausgiebig lachen und fühlte mich wohl. Heute treffe ich mich mit einer Freundin, die ich ewig nicht mehr gesehen habe. Ich bin schon auf ihre Neuigkeiten gespannt. Weiterhin kann ich mich wieder mehr auf meinen Freizeitsport, den Fußball konzentrieren und wieder regelmäßiger am Training teilnehmen. Ich hoffe, die verbleibenden Wochen noch ausnutzten zu können, um mich dann auf den Endspurt vorzubereiten.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 30, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 30, 2019