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Die Lehrer von morgen

Meine Arbeit als Frühstücksdame

Seit einem halben Jahr arbeite ich in einem Hotel in Würzburg als Frühstücksdame. Ich habe mir meinen Stundenplan so gelegt, dass ich noch Zeit zum Arbeiten habe. Im Hotel darf ich selbst entscheiden, wie viele Tage und an welchen Tagen ich arbeiten möchte – also perfekt für mich.
Da ich dieses Semester montags keine Uni habe, stehe ich jeden Montagmorgen um 5.20 Uhr auf, um pünktlich um 6.30 Uhr im Hotel zu sein. Es fällt mir vor allem im Winter schwer, aufzustehen. Es ist dunkel und kalt, was es nicht leicht macht, das kuschelige Bett zu verlassen. Doch ich bin auf mein monatliches Gehalt angewiesen und bemühe mich, nicht all zu verschlafen auf die Arbeit zu kommen.
Grundsätzlich macht mir die Arbeit Spaß. Ich bereite das Frühstücksbuffet mit Wurst- Käse- Obst- und Gemüseplatten vor. Es gibt Joghurt und Müsli, aber mein Highlight ist der Kaffeevollautomat. Denn auch wir Angestellten dürfen uns dort bedienen. Die Frühstückszeit für die Gäste ist von 7 bis 10 Uhr. Ich sorge dafür, dass das Buffet reichlich gefüllt ist und räume das benutze Geschirr der Gäste ab. Montags muss ich zudem Kühlschränke und Fenster putzen. Nach dem Frühstück räume ich das Buffet ab und reinige den Frühstücksraum sowie die Küche. Meistens muss ich noch einkaufen gehen, damit am nächsten Morgen genügend Lebensmittel vorhanden sind. Abschließend checke ich die Zimmer. Ich überprüfe, ob die Zimmermädchen alles ordentlich geputzt und nichts vergessen haben.
Es ist demzufolge ein sehr abwechslungsreicher Job, der allerdings viel Putzarbeit beinhaltet. Es macht mir nichts aus, dennoch bin ich froh, diese Arbeit nur zeitweise ausüben zu müssen.
Im Hotel sind nur Studierende als Frühstücksdamen eingestellt, da wir relativ flexibel sind. Die Arbeitszeit geht meistens bis etwa 13.30 Uhr, je nachdem wie viele Gäste das Hotel besuchen. Wir können nachmittags also noch die Uni besuchen, falls wir Veranstaltungen haben.
Ich finde es wichtig, neben dem Studium zu arbeiten. Man lernt mit seinem eigenen Geld umzugehen und vieles zu wertschätzen. Mein eigenes Geld zu verdienen, macht mich außerdem unabhängiger. Dennoch sehne ich mich danach, das auszuüben was mir unheimlich viel Spaß macht – eine Lehrerin zu sein.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Dec 11, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Dec 11, 2019

Die Lehrer von morgen

Geballte Ladung

Ich wusste, dass ich dieses Semester zu kämpfen habe. Der Examensstress macht sich bei mir deutlich bemerkbar. Ich verbringe fast den ganzen Tag in der Uni, am Schreibtisch oder in der Bibliothek. Ich versuche alles zu geben und merke langsam schon, wie sich die Erschöpfung in mir breit macht. Es ist ein Phänomen für sich, dass am Ende des Lehramtsstudiums Prüfungen abgelegt werden müssen, die sich auf die komplette Studienzeit beziehen. Beruhigend für mich ist, dass es meinen Kommilitonen wie mir geht und wir uns gegenseitig Mut machen können.
Weiterhin befand sich heute Morgen ein Brief vom Studentenwerk in meinem Briefkasten. Ich muss bis Ende März mein Zimmer im Studentenwohnheim räumen. Üblicherweise kann man noch eine Verlängerung für ein Semester beantragen, bei mir scheint das aufgrund von renovierungsbedarf allerdings nicht möglich zu sein. Damit hatte ich nicht gerechnet. Dieser Brief macht nicht nur meine Planung zunichte, den Sommer über in Würzburg zu bleiben, sondern ist ein weiterer Stressfaktor in der Prüfungsphase. Ich muss alles ausräumen und einen Termin für die Schlüsselübergabe mit dem Hausmeister vereinbaren.
Dann muss ich auch Weihnachtsgeschenke besorgen. Ich bin weder der Typ für gekaufte Geschenke, noch habe ich im Moment die Zeit, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Ich zerbreche mir in freien Minuten den Kopf darüber, wem ich was schenken könnte beziehungsweise wie ich ein persönliches Geschenk mit wenig Aufwand bewerkstelligen kann. Bisher habe ich kaum Ideen.
Zusätzlich musste mein Großvater wegen Herzproblemen ins Krankenhaus. Die Last auf meinen Schultern wird immer schwerer, aber ich weiß, dass ich alles irgendwie bewerkstelligen kann und sehne mich schon nach der Zeit nach den Prüfungen.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2019

Die Lehrer von morgen

Sonderpädagogische Fachrichtungen

Studiert man in Bayern Sonderschullehramt spezialisiert man sich auf eine bestimmte Fachrichtung. In Würzburg werden die Fachrichtungen Lernbehindertenpädagogik, Sprachheilpädagogik, Pädagogik für Verhaltensstörungen, Pädagogik bei Geistiger Behinderung und Körperbehindertenpädagogik angeboten. Meine Fachrichtung ist die Sprachheilpädagogik, die ähnliche Schwerpunkte wie die Logopädie hat.
In anderen Bundesländern werden nicht nur eine, sondern zwei sonderpädagogische Fachrichtungen studiert, beispielsweise Sprachheilpädagogik und Lernbehindertenpädagogik. Die Semesteranzahl ist in beiden Bundesländern gleich.
Beide Ausrichtungen des Studiums bringen Vor- und Nachteile mit sich. Aufgrund des Ausbaus von Förderzentren und der Schließung einzelner Förderschulen mit bestimmter Fachrichtung wird das Studium in Bayern ab nächstes Wintersemester auch auf zwei Förderschwerpunkte umstrukturiert.
Bisher musste ich nur Fremdscheine in anderen Fachrichtungen machen. Ich besuchte ein Semester Veranstaltungen zur Pädagogik bei Verhaltensstörungen und erhielt oberflächlich einen Einblick in das Fach. Dieses Semester mache ich meinen Fremdschein in der Lernbehindertenpädagogik in Rahmen eines Schülercoachings an einer Grundschule. Ich besuche die Schule einmal in der Woche und biete für mehrsprachige Schülerinnen und Schüler „Nachhilfe“ an beziehungsweise verbessere ich mit ihnen ihre sprachlichen Kompetenzen. Abschließend schreibe ich eine Reflexion über die Besuche.
Grundsätzlich finde ich es sinnvoll, sich in einer Fachrichtung zu vertiefen. Andererseits kenne ich mich so gut wie gar nicht in den anderen Fachbereichen aus. Ein Fremdschein kann den Umfang anderer Fachrichtungen einfach nicht auffangen. Es fühlt sich lediglich wie ein Schnuppern an, weswegen es toll wäre, auch in anderen Fachdisziplinen mehr Einblicke zu erhalten.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Dec 2, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Dec 2, 2019