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Die Lehrer von morgen

Meine erste Lehrprobe

In den vergangenen Monaten haben sich die Ereignisse so überschlagen, dass ich leider nicht dazu gekommen bin, zu bloggen. Das möchte ich jetzt nachholen und in meinen nächsten Beiträgen auf wichtige Punkte zurückblicken, die euch interessieren könnten. Als Erstes wäre da meine Lehrprobe in der Fachrichtung Sprache.
Meine Lehrprobe hatte ich Anfang Dezember. Ich wusste vorher nur, in welchem Zeitraum die Lehrprobe stattfinden soll. Den genauen Tag bekommt man exakt eine Woche vorher mitgeteilt. Bevor ich den Termin bekam, war ich also schon super angespannt und immer, wenn ich meine Schulleiterin traf, fragte ich mich, ob sie mich jetzt gleich in ihr Büro bitten würde. Irgendwann war es dann endlich soweit und ich wusste, was Sache war. In diesem Moment bekam ich auch meinen Prüfer mitgeteilt. Ich wurde von zwei Prüfern geprüft, wobei eine meine Ausbilderin war, die schon die Unterrichtsbesuche durchgeführt hatte. Der andere Prüfer war der Schulleiter einer anderen Schule. Das ist in Baden-Württemberg leider nur noch im Lehramt Sonderpädagogik so – bei den anderen Lehrämtern wird komplett fremdgeprüft, es kommen also zwei unbekannte Prüfer. Für mich war es eine große Sicherheit, zumindest eine der Personen zu kennen und zu wissen, worauf es ihr im Unterricht ankommt.
Die Lehrprobe selbst war überhaupt nicht schlimm. Natürlich habe ich nicht gut geschlafen und natürlich war ich sehr aufgeregt. Aber ich hatte alles vorbereitet, ich hatte die Materialien schon am Vorabend in der Schule platziert und ich sagte mir, dass so viel nun wirklich nicht mehr schiefgehen konnte. Meine Prüfer begannen eine Stunde vor dem Unterricht, meinen Entwurf zu lesen. Zum Stundenbeginn kamen sie dann in meine Klasse. Ich hatte das Thema Geometrische Körper in der 2. Klasse vorbereitet und verschiedene Stationen aufgebaut. Die Kinder arbeiteten sehr konzentriert und motiviert und zeigten sich zunächst von ihrer besten Seite. Gegen Ende der Stunde ließ das leider nach. Die letzten fünf bis zehn Minuten waren dann echt schwierig für mich. Das erwähnte ich dann auch in meiner kurzen Stellungnahme, die ich direkt nach dem Unterricht geben durfte.
Anschließend musste ich mich auf das 45-minütige Kolloquium vorbereiten. Das war für mich die schwierigste Zeit, weil ich nicht wusste, was mich genau erwartet. Es gab so viele Ansatzpunkte, die man in einem Kolloquium thematisieren könnte. Es könnte um einzelne Schüler gehen, um zugrundeliegende didaktische Prinzipien, um sprachheilpädagogische Maßnahmen. Ich durfte das Gespräch zwar lenken und eigene Themen einbringen, für mich war aber alles sehr schwammig und ich hatte Sorge, genau die falschen Punkte herauszugreifen. Letztlich gingen aber auch diese 45 Minuten vorbei und ich hatte es geschafft. Danach musste ich nur noch auf die Noten warten. Ich bekam sowohl für den Unterricht als auch für das Kolloquium eine 1,5 und bin damit sehr zufrieden! Das auffällige Verhalten meiner Schüler in den letzten fünf Minuten des Unterrichts wurde von den Prüfern nicht einmal erwähnt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2020

Die Lehrer von morgen

Burnout mit Mitte 20?

Ihr fragt euch bestimmt, warum ihr schon so lange nichts mehr von mir gehört habt.
Die Antwort ist: Ich konnte nicht mehr. Ende vergangenen Jahres war ich einfach nur vollkommen fertig und musste mir eingestehen, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich schlief nicht mehr gut, hatte abends keine Kraft mehr, mich mit Freunden zu treffen oder Hobbys nachzugehen, sondern lag nur im Bett und schaute Serien.
Eigentlich hatte ich mir dieses Semester gar nicht so viel zugemutet: Zwei Mathevorlesungen, ein Deutschmodul und ein Tutorenjob sind mit 17 Semesterwochenstunden Anwesenheitszeit nicht mehr als in den letzten Semestern. Die zusätzlichen etwa zehn Stunden Fachschaftsarbeit wöchentlich sind zwar aufwendig, machen aber Spaß. Und mein Sportkurs hilft dabei, wieder runterzukommen.
Das Problem war jedoch, dass meine Kraftreserven nicht ausreichten. Das Praxissemester hat diese Reserven größtenteils aufgebraucht. In den Semesterferien war ich zwar im Urlaub, der war aber auch sehr durchgeplant. Positiver Stress ist auch Stress, das vergisst man schnell.
Es war klar, dass es so nicht weitergehen konnte, aber mir fällt es grundsätzlich schwer, Dinge nicht bis zum Ende durchzuziehen. Doch nach einigen Gesprächen mit meinem Freund, meinen Freundinnen und meinen Eltern wurde mir klar, dass ich kürzer treten muss. Schweren Herzens verabschiedete ich mich aus dem Kurs zur Wahrscheinlichkeitstheorie. Mit der Entscheidung bin ich im Nachhinein sehr zufrieden. Ich hatte mehr Zeit, mich auf meine andere Mathevorlesung zu konzentrieren und habe jetzt in der Klausurenphase nur eine Hausarbeit und eine Klausur. Selbst in der Woche vor Weihnachten, die mit Zusatzterminen wie Weihnachtsfeiern, Referaten, Fachschaftswahlen und letzten Geschenkeinkäufen vollgestopft war, konnte ich dem Stress standhalten. Mittlerweile bin ich deutlich entspannter und gucke Serien wieder der Serien wegen und nicht nur, um abschalten zu können.
Stress hat jeder mal, aber wenn es zu viel wird, sollte man die Reißleine ziehen – es ist nicht schlimm, Dinge etwas langsamer anzugehen, wenn es einem dadurch besser geht, denn Stress kann krank machen, wenn man es so weit kommen lässt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 21, 2020
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 21, 2020

Die Lehrer von morgen

Junggesellinenabschied

Vergangenes Wochenende nahm ich an einem Junggesellinnenabschied teil. Eine Freundin aus dem Fußballverein wird nämlich im Mai heiraten. Ihre Schwester und Trauzeugin organisierte den Tag - sie hatte alles bis ins letzte Detail geplant. Die zukünftige Braut ahnte nicht, was sie erwarten würde. Die Junggesellinnengruppe traf sich in der Ortschaft der Braut und überraschte sie zuhause. Ich kam erst nachmittags dazu, da ich mich in meiner Prüfungszeit befinde und den Vormittag zum Lernen nutzte. Die zukünftige Braut wurde in eine Wirtschaft im Nachbardorf gebracht, in der ein Frühshoppen mit Weißwürsten und Brezen sowie Häppchen vorbereitet war. Die Trauzeugin hatte Einwegkameras organisiert und passendes Material für eine kleine Fotosession. Zudem erhielt die Braut ein schönes weißes Shirt und einen Blumenkranz. Jeder trug eine Lederhose und ein schwarzes Oberteil. Als ich in der Wirtschaft zustieß, war die Stimmung bereits ausgelassen. Nachmittags wurden wir dann von einem Kleinbus abgeholt und fuhren auf das Weingut Dürr, das nahe Ochsenfurt liegt. Wir erhielten dort eine Führung durch die Weinstube und schlossen diese mit einer Weinprobe ab. Die Besitzerin des Weingutes war eine ehemalige Fußballmitspielerin der Braut, weswegen sich die Führung recht persönlich gestaltete. Wir stellten viele Fragen und gewannen Einblicke in die Arbeit eines Winzers. Es gab im Anschluss etwas zu essen und wir probierten weitere Weine des Hauses. Gegen 23 Uhr wurden wir wieder von unserem Kleinbus abgeholt, der uns nach Hause brachte. Der Junggesellinnenabschied war ein großer Erfolg und es machte mir unheimlich Spaß! Ich konnte meinen Kopf etwas frei bekommen und dachte nicht ständig an die Uni. Da mir nun ein Lerntag flöten ging, muss ich mich umso mehr an den Schreibtisch setzten und für den Endspurt pauken. Alles in allem glaube ich, dass man sich auch während der Lernzeit etwas Freizeit gönnen darf und sich nicht nur auf die Uni versteifen sollte.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2020