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Die Lehrer von morgen

Und wieder Wohnheim

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

21.03.2017

Seit etwa einer Woche wohne ich nun wieder im Studentendorf, direkt neben der PH. Das ist ein bisschen komisch, weil hier für mich alles angefangen hat. Hier kam ich 2012 im Oktober nach einer fünfstündigen Autofahrt mit Anhänger an und war furchtbar aufgeregt, weil zwei Tage später mein Studium beginnen sollte. Jetzt wohne ich zwar in einem anderen Haus der Anlage und im vierten Stock statt im ersten, aber als ich am Abend allein den mir vertrauten Weg zum nächsten Supermarkt gelaufen bin, hat sich das ein bisschen wie früher angefühlt.
Mein Umzug jedenfalls war eine großartige Entscheidung: Ich bin total glücklich mit meinem Zimmer, das zwar um sechs Quadratmeter kleiner ist als das alte, aber mir dadurch einen Anlass zum radikalen Ausmisten gegeben hat. Noch viel glücklicher bin ich mit meinen Mitbewohnern. Ich komme abends nach Hause und es sind Leute in der Küche, mit denen ich reden kann, eine Serie schauen, was auch immer. Neulich haben wir sogar spontan eine Yoga-Session in der Küche eingelegt: Tische weggeschoben, YouTube-Video an, Matten her und los. Nicht, dass ich das zwingend von einer WG erwarte, aber ich verstehe nicht, warum es in manchen möglich und normal ist und in anderen nicht im Entferntesten denkbar.
Meine beiden Mitbewohnerinnen aus der alten WG haben mich nicht einmal verabschiedet. Einen Tag vor meinem Auszug habe ich sie noch per WhatsApp gefragt, ob die eine Pfanne wirklich mir gehört oder ich mich täusche und ähnliche Sachen, und daraufhin haben mir die beiden nur sehr sachlich geantwortet – keine hat mir einen guten Umzug gewünscht. Aber das hat mir nur einmal mehr gezeigt, dass es eine gute Entscheidung war, auszuziehen.
Nächste Woche werde ich mich aus meiner neuen WG erst einmal für drei Wochen verabschieden und ein Praktikum in einem bilingualen Kindergarten in Tübingen machen. Wenn ich dann zurückkomme, wird vermutlich schon das vierte, bisher noch leere Zimmer besetzt sein. Aber solange wir drei eine gute Beziehung haben, wird auch der oder die Neue keinen Stress anfangen, denke ich. Außerdem habe ich in diesem Wohnheim bisher ausnahmslos tolle Mitbewohner gehabt. Insgesamt bin ich guter Dinge und hoffe, diese Haltung beibehalten zu können.

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