interaktiv

Die Lehrer von morgen

Tapetenwechsel Teil 2

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

02.01.2017

Kürzlich teilten mir meine beiden Mitbewohnerinnen mit, dass sie finden, ich solle die Besuchszeiten meines Freundes in unserer WG einschränken oder er müsse sich an den Nebenkosten beteiligen. Das hat mir den Rest gegeben, nachdem ich ohnehin schon keinen Draht zu ihnen finden konnte und mir ihre ständige Kritik zu Sauberkeit und Ordnung gehörig auf die Nerven ging (siehe Teil 1). Ich denke, an so einem Punkt kommt man miteinander einfach nicht weiter. Mein Freund und ich führen eine Fernbeziehung. Da er im Moment nur noch lernen muss und keine Pflichtveranstaltungen mehr hat, ich aber sechs Tage in der Woche in Ludwigsburg für Uni-Veranstaltungen und Nebenjobs präsent sein muss, ist es zurzeit einfacher für uns, wenn er mich wöchentlich besuchen kommt. Ich kann verstehen, dass es komisch ist, einen Fremden in der Wohnung zu haben. Aber ich denke, in einer anderen WG hätte es sich ergeben, dass er nicht fremd geblieben wäre. Natürlich dürfen sie ihre Meinung äußern, sie sind genauso Mieterinnen dieser Wohnung wie ich. Aber ich bin in diesem Fall nicht bereit, ihnen entgegenzukommen, da ich es lächerlich finde, meinem Freund abzusagen, weil seine Wochenkapazität der Beherbergung in unserer WG schon überschritten ist.
So gesehen denke ich, dass dieses Problem für meine Mitbewohnerinnen und mich gerade nicht lösbar ist. Und als sich dann im entscheidenden Moment die Möglichkeit auftat, zurück ins Studentenwohnheim in eine mir bereits bekannte WG einzuziehen, zögerte ich nicht lange und sagte zu. Zunächst habe ich noch ein bisschen an meiner Entscheidung gezweifelt, überlegt, ob ich zu drastisch bin. Aber als die beiden nur mit einem „aha, okay“ und „wie teuer war nochmal dein Zimmer?“ reagierten und mir nach einer Viertelstunde via WhatsApp feierlich verkündeten, eine Nachmieterin gefunden zu haben, war ich doch sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Manchmal ist es einfach gut, auf sein Bauchgefühl zu hören.

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