Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Lehrer von morgen

Per Anhalter über den Ärmelkanal

Manchmal frage ich mich, was ich die ganzen drei Jahre nach dem Abi eigentlich gemacht habe. Im Urlaub oder bei sonstigen coolen Aktivitäten war ich kaum. Allein im vergangenen Jahr ist in der Hinsicht so viel mehr passiert: Ich war an Silvester in Berlin, in den Semesterferien wandern, an Pfingsten in Frankfurt, habe ein Juniwochenende in Berlin verbracht, einen Roadtrip durch Schweden gemacht und eine weitere Woche Berlin, Dresden und Leipzig erkundet. Mit dabei war bei jedem zweiten Urlaub Alex, einer meiner besten Freunde in Bonn. Er ist auch verantwortlich für mein wohl größtes Abenteuer vergangenes Jahr: Wir trampten für ein Konzert der schottischen Band The Fratellis nach Glasgow und zurück.
Alex fuhr vor etwa einem Jahr das erste Mal per Anhalter und hat seitdem mehrmals getestet, wie weit er damit kommt – ziemlich erfolgreich. Weiter als bis Brüssel hat er es allerdings auch nie versucht. Deshalb waren wir beide ziemlich aufgeregt, als wir donnerstagnachmittags nach meiner letzten Vorlesung an einer Tankstelle in Bonn standen und Leute ansprachen, ob sie uns mitnehmen würden.
Montagabends kamen wir wieder, waren insgesamt 77 Stunden lang unterwegs gewesen, hatten in 21 verschiedenen Autos gesessen, ein tolles Konzert gesehen und unglaublich viele Dinge erlebt, die ich noch lange erzählen werde – alles ohne einen einzigen Cent für den Transport auszugeben. Nach England will ich nicht noch einmal trampen, der Stress mit der Überquerung des Ärmelkanals war ziemlich viel für meine Nerven. Aber wenn es sich anbietet, würde ich vielleicht noch einmal mit Freunden nach Frankreich oder Spanien per Anhalter fahren.
Für all jene, die das auch ausprobieren möchten, habe ich im nächsten Beitrag einige Tipps parat.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 11, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 11, 2017

Die Lehrer von morgen

Schokoladenfestival in Tübingen

Neulich besuchte ich das Schokoladenfestival in Tübingen. Gestaltet ist dieses wie ein Weihnachtsmarkt nur, dass alle Ständchen Köstlichkeiten mit Schokolade verkaufen. Es besteht ein breites Angebot von Trinkschokolade, Pralinen, Nougat, Schokofrüchten bis hin zu Schokoladenbier aus aller Welt.
Um viele der Leckereien zu probieren, ist ein dicker Geldbeutel Voraussetzung. Eine einzige Praline kostet nämlich ab 70 Cent aufwärts. Ich begnügte mich vorerst mit einem heißen Getränk aus Zartbitterschokolade – eine sehr süße Verführung! Daraufhin kostete ich getrocknete Schokofrüchte – Mango und Melone – aus Frankreich, was sehr köstlich war. Ich gönnte mir auch eine Pistazie-Marzipanpraline, die eine Geschmacksexplosion bei mir auslöste. Richtig lecker! Danach trank ich noch ein Schokoladenbier, was jedoch nichts allzu besonderes war.
Mit ohnehin bereits überhöhtem Zuckerspiegel kostete ich zudem etwas Sahnenougat, da ein Bekannter ein ganzes Kilo davon haben wollte. Es war himmlisch, wie dieses weiche Stück auf meiner Zunge zerging. Mit großen Augen packte mir die Verkäuferin den Nougatstein ein, denn es war nicht üblich, eine solch große Menge zu kaufen – man sollte ja genießen. Die Anzahl an Kalorien, die dieses Nougat innehat, hinterfragt man besser nicht.
Als es langsam Abend wurde, trafen immer mehr Leute ein und es wurde ziemlich ungemütlich an den Ständen. Ich trollte mich also bepackt mit einem Kilo Nougat, Pralinen und Schokofrüchtchen in Richtung Auto und war heilfroh, als ich dort wieder einfach Wasser trank, das zur Abwechslung nicht süß war. Von Schokolade habe ich die nächsten Tage erstmal genug!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jan 10, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jan 10, 2017

Die Lehrer von morgen

Emanzipiert

„Ich bin eine starke, emanzipierte Frau und kann selbst entscheiden, was ich trinke und was nicht“ – das antwortete ich dem Mitbewohner eines Freundes, der mich neulich auf einer WG-Party überreden wollte, von Wasser auf Wodka umzusteigen. In dem Moment war das mit einem kleinen Augenzwinkern gesagt, aber eigentlich habe ich mich bislang schon für ziemlich emanzipiert gehalten. Ich mag es nicht, wenn man mir Getränke ausgibt oder mich zum Essen einlädt – es sei denn, ich zahle beim nächsten Mal die Rechnung. Ich fahre sehr selbstbewusst Auto und studiere ebenso selbstbewusst Mathe. Ich beschwere mich, wenn man mir in Entscheidungen reinredet, ohne dass ich nach einer Meinung gefragt habe.
Dennoch habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass es Vorteile hat, ein zumindest durchschnittlich attraktives Mädchen mit großen Augen, blonden Haaren und einer Piepsstimme zu sein. Als ich zum Beispiel in der AStA-Fahrradwerkstatt selbstständig meine Räder festziehen wollte, bekam ich mehr Hilfe als notwendig, und der Mitarbeiter der Werkstatt suchte mir sogar aus der Schraubensammlung ein paar Exemplare heraus, um meinen seit Wochen losen Kettenschutz wieder zu befestigen.
Seit ich darüber nachdenke, bin ich unsicher, wo man bei Emanzipation die Grenzen zieht. Dinge, die ich eigentlich selbst kann, von anderen übernehmen zu lassen, ist doch nicht wirklich emanzipiert, oder? Sicher bin ich mir nur in einem Punkt: Ich will ernst genommen werden – als Frau, vor allem aber als Mensch. Wenn das geht, obwohl ich ab und zu mit einem Lächeln unliebsame Aufgaben abwälze – gerne. Falls nicht, repariere ich mein Fahrrad beim nächsten Mal lieber ohne Hilfe.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 5, 2017