interaktiv

Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 2

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

14.02.2017

Es wird ein breit gefächertes Nachmittagsangebot für die Schüler der Grund- und Ganztagsschule Heuchelhof angeboten – von der sprachlichen Förderung in Englisch, über das sportliche Angebot in Basketball bis hin zur musischen Unterstützung. Es werden auch oft Ausflüge veranstaltet, beispielsweise auf einen Bauernhof oder zur Würzburger Eisbahn. In den vier Jahren gehen die Klassen dreimal in ein Schullandheim und zum Abschluss des vierten Schuljahrs auf ein Zeltlager, bei dem sie die gemeinsamen Jahre Revue passieren lassen. Toll finde ich auch die zahlreichen Projekte der Heuchelhofschule. Beispielsweise erstellen die Schüler selbst Gewürze.
In den Inklusionsklassen wird vor allem auf die Vielfalt Wert gelegt. Es sind dort Kinder mit alleinerziehenden Eltern, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder Kinder die zweisprachig aufwachsen. In der Heuchelhofschule werden alle Kinder gemeinsam unterrichtet. Schüler, die mit einer Behinderung leben, müssen keine Fördereinrichtung besuchen, sondern sind dort integriert. Im Unterricht und im Schulalltag stellt sich die Schule so weit wie möglich auf die besonderen Bedürfnisse aller Mitglieder der Schulgemeinschaft ein.
An der Heuchelhofschule gibt es hierzu verschiedene Unterrichtsformen. Die Klassenlehrkräfte bieten neben den Schulstunden offene Unterrichts- und Übungsphasen an, in denen die Kinder den Stoff auf unterschiedlichen Lernniveaus erarbeiten und üben können. Manchmal hilft außer der Lehrkraft eine zweite erwachsene Person mit, etwa ehrenamtliche Lesemütter, Praktikanten, Schulbegleiter, Sozialpädagogen, Erzieher oder Förderlehrer.
Als inklusive Schule verfügt die Einrichtung für die Kindern mit besonderem Förderbedarf über einige zusätzliche Lehrerstunden. Diese kommen einzelnen Kindern oder Kindergruppen zugute: Je nach Lerninhalt und individuellen Lernvoraussetzungen kann eine Einzelförderung angebracht oder auch die Arbeit in der Gruppe sinnvoll sein.
Außerdem gibt es sogenannte Tandemklassen, in denen mindestens sieben Kinder mit besonders hohem Förderbedarf zusammen mit anderen Schulkindern lernen. Dieser Unterricht wird von zwei Lehrkräften betreut: Einem Grundschullehrer und einem Sonderschullehrer.

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