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Die Lehrer von morgen

Fehlerteufel

Das Tutorium für die Physiker ist jede Woche ein großer Korrekturaufwand. Acht bis zwölf Aufgaben müssen geprüft werden – pro Abgabe! Damit nicht auch noch jeder Tutor jede Woche selbst die Aufgaben des Übungszettels lösen muss, gibt es die nette Regelung, dass jeder Tutor für eine Runde eine Musterlösung erstellt und herumschickt.
Nun war es für mich so weit. Der Übungszettel, den ich korrigieren musste, war aus meiner Sicht zum Glück recht einfach. Es ging um lineare Algebra – mein Spezialgebiet – und ich musste bei keiner Aufgabe meine Mathefreunde um Hilfe bitten: Matrixmultiplikation, invertieren, ein paar Dinge prüfen zum Thema Spiegelungs- und Drehmatrizen, darstellende Matrizen erstellen, ein homogenes Gleichungssystem lösen. Alles kein Thema, wenn man schon im dritten Semester Mathe studiert und lineare Algebra bereits mit Bestnote abgeschlossen hat – dachte ich…
Abends bei der Tutorenkonferenz wurde ich allerdings viel kleinlauter: Zwei der Tutoren wiesen mich darauf hin, dass ich bei der einen Aufgabe davon ausgegangen sei, dass die Abbildung injektiv sei – meine Lösung war also falsch. Außerdem hatte ich eine Matrix genau spiegelverkehrt angegeben und bei einer anderen Aufgabe nicht mit invertierbaren Matrizen argumentiert. Das waren keine schlimmen Fehler, aber es war mir trotzdem sehr unangenehm, als ich abends schnell Aufgabe 3b ein zweites Mal löste und mit kleinen Korrekturen herumschickte.
Und als ich die Abgaben meiner Physiker korrigierte, wurde es noch schlimmer: Ich musste feststellen, dass ich bei den inversen Matrizen Vorzeichenfehler hatte. Nachdem ich mich mit einer E-Mail korrigiert hatte, überprüfte ich ein weiteres Mal das generierte Ergebnis und stellte fest: Ich hatte mich nur im Eingabefeld vertippt! Ich war schweißgebadet, als ich die restliche Musterlösung durchsah und immerhin keine weiteren Fehler fand. Peinlich war es mir trotzdem ziemlich. Beim nächsten Mal werde ich meine Musterlösung noch genauer überprüfen, bevor ich sie abschicke.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 23, 2017

Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 3

Das Heilpädagogenprogramm der Grund- und Ganztagsschule Würzburg-Heuchelhof hilft dabei, Vielfalt gemeinsam zu unterrichten. Beispielsweise gibt es den Heilpädagogikraum, Um den Kindern Entspannung im Schulalltag zu ermöglichen. Dort können sie spielen, basteln und malen, aber auch einfach entspannen. Betreut werden die Schüler dort von einer Heilpädagogin, die ihnen Impulse gibt. Sie kennt ihre die Kleinen und weiß, was ihnen gut tut. Manche Kinder brauchen mehr und andere weniger Pausen, deshalb entscheidet das Team darüber, wer in den Heilpädagogikraum gehen darf. Insgesamt sind zwei Heilpädagoginnen an dieser Schule angestellt, was ein gewisser Luxus ist.

In der Heuchelhofschule habe ich zahlreiche Eindrücke bekommen, wie sich Vielfalt gemeinsam unterrichten lässt. Die Schule hat ein breit gefächertes Angebot an Räumen, Betreuung und Freizeitangeboten. Und die Angestellten, die ich am Tag der offenen Tür kennenlernen durfte, waren unglaublich freundlich, offen und zuvorkommend. Dieses Gemeinschaftsgefühl verspürte ich im ganzen Schulgebäude. Die kleinen Details, auf die Wert gelegt wird schmücken die Klassenzimmer – man fühlte sich schlichtweg wohl. Es sind zwar alles nur Eindrücke, aber sie machen eines deutlich: dass Respekt etwas ganz Zentrales in unserer Gesellschaft sein sollte. Wir müssen jeden mit Respekt behandeln, denn nur so lässt es sich in einer großen Gemeinschaft friedlich leben. Jedes Individuum ist in seiner Art besonders und das müssen wir akzeptieren und berücksichtigen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Feb 23, 2017

Die Lehrer von morgen

LiLaWo

Dieses Jahr mache ich wieder bei einer Art Schreibworkshop mit, dem Literatur Labor Wolfenbüttel, kurz LiLaWo. Das Ganze wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert, die sich so dafür einsetzen möchte, dass es für Jugendliche mit literarischer Begabung Angebote gibt, die sie weiterbringen.
Jedes Jahr gibt es eine Ausschreibung, an der sich Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren beteiligen können. Die besten zwölf bekommen ein Stipendium der Stiftung Niedersachsen, das drei Treffen in Wolfenbüttel (mit Unterkunft, Fahrtkosten und Essen) beinhaltet. Das LiLaWo ist leider viel zu wenig bekannt. Ich selbst habe nur durch Zufall davon erfahren, weil ein Freund im Vorjahr unter den zwölf Teilnehmern war. Nun war es wegen der Altersbegrenzung meine letzte Chance, teilnehmen zu können und ich bin wahnsinnig froh, diese genutzt zu haben. Meistens konzentriert man sich eher auf die großen Wettbewerbe und unterschätzt die kleineren maßlos.
Schon nach dem ersten Treffen in Wolfenbüttel war ich restlos begeistert. Zum einen ist es wunderschön, dass dieses Treffen nicht das einzige war, sondern sich die Gruppe im Mai und im September noch einmal wiedersieht, dass wir zwischendurch in Kontakt sind und sich dadurch viel mehr eine Gruppe entwickeln kann. Zum anderen bekommen wir super viele Schreibaufgaben, Hilfe von Autoren und hören Vorträge über Technisches (Weltenbau für die Fantasyfraktion, Erzählperspektiven, Dialoge schreiben, und so weiter) und natürlich wird an unseren bereits geschriebenen Texten gefeilt. Zum Treffen im Mai kommt noch ein externer Autor dazu und im September ein Lektor. Am Ende wird eine Anthologie mit dort entstandenen Texten herausgegeben.
Für mich war das Wochenende echt super produktiv: Ich habe zwei neue Texte beginnen können. Nun bin ich ein bisschen traurig, dass Teil 1 vom LiLaWo schon vorbei ist, und hoffe, dass ich auch in der Zeit bis Mai von den Eindrücken profitieren kann und ein paar Texte produziere. Ein guter Anfang ist, dass wir mehr Anlaufstellen für Wettbewerbe und andere Ausschreibungen bekommen haben. Da werde ich nun versuchen, mich aktiver zu beteiligen und mir durch Einsendeschlussdaten etwas Druck zu machen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Feb 17, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Feb 17, 2017