Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Lehrer von morgen

Hilfe, ich bin obdachlos!

Endlich ist es soweit! Ich habe die Möglichkeit, aus meiner schäbigen WG aus- und in ein Wohnheim mit Einzelappartement einzuziehen. Ade schmuddelige Dusche, ade ungeputztes Klo, ade eingebrannte Herdflächen - hallo mein eigenes Reich! Ich sehne mich schon nach meinem kleinen Bad und der winzigen Küchennische, die ich ganz für mich allein haben werde.

Dennoch ist mir dieser Platz im Wohnheim nicht sicher. Eigentlich sollte ich schon längst Bescheid wissen, doch die Frau, die dafür verantwortlich ist, war lange Zeit krank. Ich fragte deshalb zweimal bei den Sekretärinnen nach, wie sicher mein Platz sei. Beide Male sagten sie mir überzeugt zu, dass das kein Problem wäre und ich zum 1. April einziehen könnte. Ich informierte meine Mitbewohner über meinen Auszug, machte mich auf die Suche nach einem Nachmieter für mein Zimmer war und fing schon an, gedanklich einzupacken und mein neues Zimmer einzurichten.

Als ich heute zufällig am Studentenwerk vorbeischlenderte, dachte ich mir, ich könnte noch einmal nachfragen, da die versprochene E-Mail einer Zusage immer noch fehlte. Die zuständige Frau war wieder gesund, runzelte aber die Stirn, als sie auf die Warteliste schaute. Sie könne mir nicht sicher einen Platz versprechen. Falls ich bis März keine Antwort erhalten habe sieht es schlecht aus. Nun könnt ihr euch vorstellen, wie ich jeden Morgen hysterisch mein Postfach öffne und vergebens auf eine E-Mail warte. Das sind diese Schattenseiten, wenn man mal ein Risiko eingeht und sich auf mündliche Zusagen verlässt. Von jetzt an heißt es Daumen drücken – ansonsten werde ich mein kommendes Semester ohne Wohnung bestreiten müssen…

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Mar 2, 2017

Die Lehrer von morgen

Fehlerteufel

Das Tutorium für die Physiker ist jede Woche ein großer Korrekturaufwand. Acht bis zwölf Aufgaben müssen geprüft werden – pro Abgabe! Damit nicht auch noch jeder Tutor jede Woche selbst die Aufgaben des Übungszettels lösen muss, gibt es die nette Regelung, dass jeder Tutor für eine Runde eine Musterlösung erstellt und herumschickt.
Nun war es für mich so weit. Der Übungszettel, den ich korrigieren musste, war aus meiner Sicht zum Glück recht einfach. Es ging um lineare Algebra – mein Spezialgebiet – und ich musste bei keiner Aufgabe meine Mathefreunde um Hilfe bitten: Matrixmultiplikation, invertieren, ein paar Dinge prüfen zum Thema Spiegelungs- und Drehmatrizen, darstellende Matrizen erstellen, ein homogenes Gleichungssystem lösen. Alles kein Thema, wenn man schon im dritten Semester Mathe studiert und lineare Algebra bereits mit Bestnote abgeschlossen hat – dachte ich…
Abends bei der Tutorenkonferenz wurde ich allerdings viel kleinlauter: Zwei der Tutoren wiesen mich darauf hin, dass ich bei der einen Aufgabe davon ausgegangen sei, dass die Abbildung injektiv sei – meine Lösung war also falsch. Außerdem hatte ich eine Matrix genau spiegelverkehrt angegeben und bei einer anderen Aufgabe nicht mit invertierbaren Matrizen argumentiert. Das waren keine schlimmen Fehler, aber es war mir trotzdem sehr unangenehm, als ich abends schnell Aufgabe 3b ein zweites Mal löste und mit kleinen Korrekturen herumschickte.
Und als ich die Abgaben meiner Physiker korrigierte, wurde es noch schlimmer: Ich musste feststellen, dass ich bei den inversen Matrizen Vorzeichenfehler hatte. Nachdem ich mich mit einer E-Mail korrigiert hatte, überprüfte ich ein weiteres Mal das generierte Ergebnis und stellte fest: Ich hatte mich nur im Eingabefeld vertippt! Ich war schweißgebadet, als ich die restliche Musterlösung durchsah und immerhin keine weiteren Fehler fand. Peinlich war es mir trotzdem ziemlich. Beim nächsten Mal werde ich meine Musterlösung noch genauer überprüfen, bevor ich sie abschicke.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 23, 2017

Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 3

Das Heilpädagogenprogramm der Grund- und Ganztagsschule Würzburg-Heuchelhof hilft dabei, Vielfalt gemeinsam zu unterrichten. Beispielsweise gibt es den Heilpädagogikraum, Um den Kindern Entspannung im Schulalltag zu ermöglichen. Dort können sie spielen, basteln und malen, aber auch einfach entspannen. Betreut werden die Schüler dort von einer Heilpädagogin, die ihnen Impulse gibt. Sie kennt ihre die Kleinen und weiß, was ihnen gut tut. Manche Kinder brauchen mehr und andere weniger Pausen, deshalb entscheidet das Team darüber, wer in den Heilpädagogikraum gehen darf. Insgesamt sind zwei Heilpädagoginnen an dieser Schule angestellt, was ein gewisser Luxus ist.

In der Heuchelhofschule habe ich zahlreiche Eindrücke bekommen, wie sich Vielfalt gemeinsam unterrichten lässt. Die Schule hat ein breit gefächertes Angebot an Räumen, Betreuung und Freizeitangeboten. Und die Angestellten, die ich am Tag der offenen Tür kennenlernen durfte, waren unglaublich freundlich, offen und zuvorkommend. Dieses Gemeinschaftsgefühl verspürte ich im ganzen Schulgebäude. Die kleinen Details, auf die Wert gelegt wird schmücken die Klassenzimmer – man fühlte sich schlichtweg wohl. Es sind zwar alles nur Eindrücke, aber sie machen eines deutlich: dass Respekt etwas ganz Zentrales in unserer Gesellschaft sein sollte. Wir müssen jeden mit Respekt behandeln, denn nur so lässt es sich in einer großen Gemeinschaft friedlich leben. Jedes Individuum ist in seiner Art besonders und das müssen wir akzeptieren und berücksichtigen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Feb 23, 2017