Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Lehrer von morgen

Faschingsumzug in Wört

In der närrischen Zeit überredete mich meine Freundin, den Faschingsumzug in einem Dorf im „Schwoabaländla“ mitanzusehen. Wir trafen uns mit anderen aus der Gegend nahe der Stadt Wört und wanderten von dort zum Umzugsgeschehen. Es war ein bunter und lauter Tumult, dem wir entgegen steuerten. Hexen, Schwäne, Kaugummiautomaten – alle möglichen Verkleideten tollten auf der Straße herum.
Wir fanden für uns einen super Platz ziemlich weit vorne und beobachteten das Geschehen. Ich muss sagen, ich habe schon einige Umzüge angeschaut, aber das, was Wört bot, war atemberaubend. Solche Wagen hatte ich bisher nur im Fernsehen gesehen. Auch das Publikum wurde miteingebunden mit den Aufforderungen „hinsetzen“, „aufspringen“, „hüpfen“ – es machte richtig Spaß, denn Jung und Alt machten mit. Nach einer Stunde endete der Umzug und wir liefen zum Festzelt.
Zu Beginn war es dort noch relativ leer, doch nach und nach füllte es sich randvoll. Es war eine tolle Stimmung im Zelt, so ziemlich jeder hatte Lust zu feiern, die Musik war klasse und es war eine offene Atmosphäre. Meiner Meinung nach ein guter Ort, um neue Leute kennenzulernen. Gegen Abend nahm mich dann eine Bekannte aus meiner Nachbarschaft glücklicherweise mit nach Hause. Denn dort fiel ich todmüde und mit schweren Beinen in mein Bett. Ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal, wenn ich von einem so schönen Umzug überrascht werde.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Mar 8, 2017

Die Lehrer von morgen

Underachiever

Ich konnte im Alter von vier Jahren lesen, habe mir in der Grundschule autodidaktisch das Rechnen im Dreisatz beigebracht, weiß alle relevanten Geburtstage und Daten sonstiger Geschehnisse aus dem Stegreif und bin ziemlich gut darin, Dinge in kurzer Zeit auswendig zu lernen. An meiner Intelligenz habe ich nie gezweifelt. An meiner Faulheit allerdings auch nicht.
In der Schule war ich zwar immer mündlich gut dabei, aber ich hatte selten Lust, mich auch nachmittags noch in den Stoff reinzudenken. Hausaufgaben habe ich ab der 8. Klasse nur noch dann gemacht, wenn ich Spaß am Thema hatte, und gelernt nur, wenn ich in einer Lerngruppen war. Auch im Studium habe ich mich bislang mit möglichst wenig Aufwand durchgeschlagen. Ich war für alle Prüfungen vorbereitet, aber wirklich erst genau am Prüfungstermin.
Ich bin ein Underachiever, also jemand, der unter seinen Möglichkeiten bleibt – und das ist okay so. Zumindest war das bislang meine Meinung. Aber als ich neulich mit einer Freundin, die meinen Standpunkt teilte, über das Thema sprach, kam doch die Frage auf, ob wir nicht unser Potenzial verschwenden. Mit etwas mehr Aufwand hätte ich locker das Einser-Abi schaffen können, und dass ich in den vergangenen zwei Semestern Seminare angefangen und dann doch aufgegeben habe, war unnötig. Kognitiv hätte ich alles geschafft und nur die Tatsache, dass mein Stundenplan ein bisschen voller war, ist eine ziemlich billige Ausrede.
Fürs nächste Semester habe ich mir daher vorgenommen, dass ich mehr tun will: Ich will alles belegen, was mir noch für den Lehramtsbachelor fehlt, sodass ich in meinem fünften Semester in Bonn nur noch die Bachelorarbeit schreiben muss und währenddessen hoffentlich schon das ein oder andere Modul für den Master belegen kann. Weil mein Stundenplan mit Deutschdidaktik, Mathematischer Modellierung und Bildungswissenschaftlicher Praxis aber immer noch ziemlich leer ist, habe ich beschlossen, zudem die Vorlesung Komplexe Analysis zu besuchen. Damit hätte ich schon eine der Vertiefungen für den Master vorgearbeitet. Und falls mir der Aufwand zu groß wird, kann ich die Vorlesung immer noch abbrechen oder die Klausur nicht mitschreiben. Aber ich möchte zumindest versuchen, mein leistungsfähiges Ich etwas mehr herauszukitzeln.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 3, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 3, 2017

Die Lehrer von morgen

Hilfe, ich bin obdachlos!

Endlich ist es soweit! Ich habe die Möglichkeit, aus meiner schäbigen WG aus- und in ein Wohnheim mit Einzelappartement einzuziehen. Ade schmuddelige Dusche, ade ungeputztes Klo, ade eingebrannte Herdflächen - hallo mein eigenes Reich! Ich sehne mich schon nach meinem kleinen Bad und der winzigen Küchennische, die ich ganz für mich allein haben werde.

Dennoch ist mir dieser Platz im Wohnheim nicht sicher. Eigentlich sollte ich schon längst Bescheid wissen, doch die Frau, die dafür verantwortlich ist, war lange Zeit krank. Ich fragte deshalb zweimal bei den Sekretärinnen nach, wie sicher mein Platz sei. Beide Male sagten sie mir überzeugt zu, dass das kein Problem wäre und ich zum 1. April einziehen könnte. Ich informierte meine Mitbewohner über meinen Auszug, machte mich auf die Suche nach einem Nachmieter für mein Zimmer war und fing schon an, gedanklich einzupacken und mein neues Zimmer einzurichten.

Als ich heute zufällig am Studentenwerk vorbeischlenderte, dachte ich mir, ich könnte noch einmal nachfragen, da die versprochene E-Mail einer Zusage immer noch fehlte. Die zuständige Frau war wieder gesund, runzelte aber die Stirn, als sie auf die Warteliste schaute. Sie könne mir nicht sicher einen Platz versprechen. Falls ich bis März keine Antwort erhalten habe sieht es schlecht aus. Nun könnt ihr euch vorstellen, wie ich jeden Morgen hysterisch mein Postfach öffne und vergebens auf eine E-Mail warte. Das sind diese Schattenseiten, wenn man mal ein Risiko eingeht und sich auf mündliche Zusagen verlässt. Von jetzt an heißt es Daumen drücken – ansonsten werde ich mein kommendes Semester ohne Wohnung bestreiten müssen…

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Mar 2, 2017