zum Inhalt

Kopfbereich

interaktiv

Hauptbereich

Die Lehrer von morgen

Die Sache mit den Nebenjobs

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

27.04.2017

Ich habe aktuell einen Nebenjob in einem Schmuckladen, der mir sehr gut gefällt. Trotzdem plane ich, zu kündigen. Das tut auf der einen Seite sehr weh, andererseits geht es mir viel besser, seit ich diesen Entschluss gefasst habe.
Eigentlich fing alles damit an, dass ich mit einer Freundin Urlaub gebucht habe. Drei Wochen Bali im Sommer. Das ist finanziell gesehen schon eine krasse Entscheidung, aber es fühlt sich gut und richtig an und bis dahin kann man ja auch noch ein bisschen sparen. Das Ganze hatte für mich aber gleich noch einen Haken: Was mache ich mit meinem Job?
Ich habe im halben Jahr zwölf Urlaubstage, das sind im Verkauf zwei Wochen; drei Wochen Urlaub gehen eigentlich nicht. Meine Chefin ist aber kein Unmensch und kann mich mal eine Woche nicht einplanen, ohne dass ich Urlaub beantragt habe, quasi unbezahlter Urlaub. Als sich aber noch andere Termine ungeschickt an die drei Wochen Bali angehängt haben und es plötzlich eher nach fünf Wochen Fehlen am Stück aussah, bekam ich ein schlechtes Gewissen. Das ist natürlich eine besondere Situation, so geht es mir nicht in allen Semesterferien. Trotzdem möchte ich mich nicht schlecht dafür fühlen, meine Ferien mit schönen Aktivitäten zu verplanen.
Dazu kam noch, dass ich während meines Praktikums in Tübingen an den Samstagen nach Ludwigsburg gefahren bin, um dort zu arbeiten. Meine Chefin hätte das gerne anders geregelt, aber es war nicht möglich, da auch die anderen studentischen Aushilfen viel unterwegs waren. So konnte ich nur an einem statt an zwei Tagen in der Woche arbeiten.
Genau davor habe ich auch im Sommer Angst – wenn ich ohnehin schon so viel unterwegs bin, brauche ich die Zeit, die ich in Ludwigsburg bin, um meine Hausarbeiten zu schreiben. In dieser Zeit möchte ich nicht noch mehr als üblich arbeiten, um mein langes Fehlen wieder auszugleichen. Aber genau das würde passieren, wenn ich jetzt zu meiner Chefin gehen würde und um fünf Wochen Auszeit bitten: Dann hätte ich wieder ein schlechtes Gewissen. Mit der Entscheidung, nur noch bis Juli zu arbeiten und im August und September keinen Nebenjob zu haben, bin ich ziemlich glücklich. Vielleicht finde ich ab Oktober etwas anderes, das sich gut mit der Endphase meines Studiums vereinbaren lässt.

Diesen Artikel teilen