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Die Lehrer von morgen

Sommerliche Abendspaziergänge

Die Vorzüge des Sommersemesters haben begonnen. Sonnenstrahlen kitzeln mein Gesicht, wenn ich morgens aufwache. Mein verstaubtes Fahrrad rollt die Hügel hinunter und hinauf. Gute Laune zeichnet sich in meinem Gesicht ab.
Besonders schön sind die Abende, die ich mit meinen Freundinnen in der wunderschönen Universitätsstadt Würzburg verbringe! Mit einem eisgekühlten Cocktail in der Hand machten wir uns schnurstracks auf den Weg zum Ufer des im Tal eingebetteten Mains. Wir suchten uns einen gemütlichen Platz aus und genossen das tolle Wetter.
So schnell wie die Zeit in solch schönen Momenten vergeht, wurde es auch schon langsam dämmrig. Wir beschlossen, im Lichtermeer der Laternen am Ufer entlang zu gehen, und genossen die abendliche Wärme. Als wir immer weiter spazierten, trafen wir auf einen uns unbekannten Ort: Wir entdeckten den Stadtstrand Würzburgs. Sand, Liegen und eine riesige Bar zierten die Fläche. Musik, bunte Lichter und Palmen kamen uns immer näher. Wir hatten eine Goldgrube gefunden! Ganz gemütlichen ließen wir uns nieder und genossen den kleinen Urlaubsmoment. Leute tanzten und die Stimmung war ausgelassen.
Als es bereits dunkel war, machten wir uns auf den Heimweg. Wir schlenderten durch die Gässchen der Altstadt und atmeten nochmals die sommerliche Luft ein, bis wir in die verschiedenen Busse einstiegen. An meinem Wohnheim angekommen, riss ich mein Fenster weit auf, blickte auf die beleuchtete Stadt und ließ mich dann in mein weiches Bett fallen. Das sind die Momente, die das Leben wertvoll machen!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 16, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jun 16, 2017

Die Lehrer von morgen

Religionen in Würzburg

Vor Kurzem besuchte ich in Gesellschaftswissenschaften das Seminar „Würzburg und Religion“. Ich sollte ein Interview über religiöse Praxis und Religionsfreiheit führen und wählte meine Großeltern aus. Sie sind 76 und 78 Jahre alt und konnten mir von einigen geschichtlichen Wenden und Ereignissen in Sachen Religionsfreiheit berichten. Hier zwei vereinzelte Fragen aus meinem Interview und ihre Antworten:
Wie setzt ihr eure religiöse Praxis um? „Ich bete morgens und abends. Zudem denke ich an Gott, gehe sonntags in die Kirche und nehme mich selbst als christlich wahr. Ich engagiere mich zusätzlich als Gemeindehelfer/in. Zudem versuche ich, die zehn Gebote einzuhalten.“
Inwiefern wird die Religionsfreiheit anderer eingeschränkt? „Die Religionsfreiheit wird in Deutschland heute nicht mehr eingeschränkt. Früher war das anders. In meiner Kindheit war die Trennung zwischen evangelisch und katholisch extrem. Es sind katholische Flüchtlinge gekommen, die in unserer Region nicht gerade beliebt waren. Auch die evangelischen Flüchtlinge waren bei den Katholiken nicht willkommen. Früher war eine Hochzeit zwischen einem Katholiken und einer Protestantin – oder umgekehrt – unvorstellbar, dennoch siegte oft die Liebe.“
Im weiteren Seminarverlauf besuchten wir das Shalom Museum in Würzburg. Es ist ein jüdisches Museum, das ehrenamtlich betrieben wird. Wir sollten uns ein Artefakt auswählen, das zu unserem Interview passt. Ich wählte Informationen über die Hochzeitzeremonie der Juden. Die läuft so ab: Braut (kalla) und Bräutigam (chatan) treten unter einen verzierten Baldachin, die Chuppa, ebenso ein Rabbiner. Im ersten Teil der Hochzeit zelebriert der Rabbiner die Heiligung (Kidduschin) und die Angelobung (Erussin), indem er den Segen über einem mit Wein gefüllten Becher ausspricht. Aus diesem trinken beide Eheleute. Dann steckt der Bräutigam der Braut einen Ring an den Finger und sagt: „Durch diesen Ring seist du mir angelobt entsprechend dem Gesetz von Moses und Israel.“ Ebenfalls gehört die Verlesung des Ehevertrags (Ketuba) dazu, indem sich der Ehemann für die Versorgung seiner Frau verpflichtet.
Der zweite und eigentliche Teil der Heirat ist die Besiegelung der Verlobung (Nissu’in). Der Rabbiner verliest sieben Segenssprüche, woraufhin das Paar abermals vom Wein trinkt. Dann zertritt der Bräutigam ein Glas, das Startsignal zum Beglückwünschen mit dem Spruch „Masel Tow!“ – und zum ausgiebigen Feiern.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 9, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jun 9, 2017

Die Lehrer von morgen

Umgeworfene Pläne

Irgendwie habe ich ein Déjà-vu. Ein Studium unerwartet schnell und in genau definierter Zeit abschließen zu müssen – das kenne ich noch aus meinem ersten Bachelorstudium in Düsseldorf. Aber von vorne: Mein eigentlicher Plan war, in diesem Semester fast alle mir noch fehlenden Module für den Lehramtsbachelor in Bonn abzuschließen, mir rein aus Interesse „Komplexe Analysis“ anzuhören und die folgenden zwei Semester zu nutzen, um neben der Bachelorarbeit und einem Praktikum schon mal ein paar Mastermodule zu belegen.
Ich war davon ausgegangen, dass ich das genauso durchziehen kann, denn ich hatte eine Info auf der Website des Bonner Zentrums für Lehrerbildung (BZL) zu meinen Gunsten interpretiert. Gegen Ende der Semesterferien musste ich beim BZL nur einen Schein abgeben und fragte bei der Gelegenheit mal genauer nach, um festzustellen: Ich habe mich geirrt!
Entweder alles, was ich für den Bachelor tun muss, ist am 30. September abgeschlossen, abgegeben und erledigt, oder ich kann erst ein Jahr später, im nächsten Wintersemester mit dem Master anfangen. Mastermodule vorarbeiten könnte ich nicht, höchstens mich ein bisschen auf den Wahlpflichtbereich in Deutsch und die Vertiefungen für Mathe vorbereiten. Und das Sommersemester über Pause zu machen, um ins Ausland zu gehen oder zu arbeiten, finde ich auch blöd, denn gerade habe ich noch das Bedürfnis, mein Gehirn zu fordern!
Ich schlief eine Nacht darüber und sprach mit meinen Eltern und Freunden über meine Situation. Dann stand meine Entscheidung fest: Ich ziehe den Bachelor samt Bachelorarbeit schon in diesem – meinem vierten Semester in Bonn – durch! Schweren Herzens trennte ich mich also von „Komplexer Analysis“ und bin gerade dabei, mein Semester neu zu organisieren. Außerdem tüftele ich bereits an einem Thema für meine Bachelorarbeit und muss mir kurzfristig einen Platz für mein Berufsfeldpraktikum organisieren.
Das ist erstmal eine ganze Menge Stress und Eigenorganisation, die da auf mich zukommt! Wie ich das meistere? Ich halte euch auf dem Laufenden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 7, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 7, 2017