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Die Lehrer von morgen

Gute Freunde

Meine gute alte Tischnachbarin Anja ist nach unserem Abi in das schöne Städtchen Koblenz gezogen. Sie hatte Sehnsucht nach ihrer großen Liebe. Problematisch daran ist, dass ich sie jetzt kaum noch sehe, da sie selten nach Hause kommt. Glücklicherweise bot sich dann doch endlich die Gelegenheit, sie in die Arme zu schließen. Die Semesterferien begannen bei ihr etwas früher, weshalb sie für ein paar Tage in unsere Heimat zurückkehrte. Ihre Begleitung ist nun die wundervolle Hündin Lusi, die sie aus dem Tierheim bei sich aufgenommen hat. Es ist eine etwas schüchterne braune Hündin, die durch ihren Charme jedes Stück Wurst ergattern kann.
Als ich schon ungeduldig auf Anja wartete, klingelte plötzlich mein Handy. Ich hatte Angst eine kurzfristige Absage zu erhalten, doch sie hatte sich nur verfahren. Als ich sie erfolgreich zu mir gelotst hatte, stand uns beiden ein dickes Grinsen im Gesicht. Wir drückten uns ganz fest und hatten uns endlich wieder.
Danach machten wir es uns auf meiner Terrasse gemütlich und brunchten. Ich hatte frische Semmeln besorgt und ein wenig gebacken. Eine Tasse Kaffee ließ uns Studierenden wach werden. Wir verbrachten eine lange Zeit in unseren Gartenstühlen, denn wir hatten uns viel zu erzählen. Als unsere Bäuche randvoll waren, machten wir einen kleinen Verdauungsspaziergang, beziehungsweise für mich einen langen, denn wir waren eineinhalb Stunden unterwegs. Von der Sonne gerötet, kamen wir dann durstig bei mir an. Auch Lusi stürmte zu ihrem Tröglein, das mein Papa aufgestellt hatte.
Ich genoss die Zeit mit ihr und war sehr traurig als wir uns wieder verabschieden mussten. Es ist doch echt ätzend, dass die liebsten Freunde immer so fern sind … Nun warte ich eben wieder ein Semester. Vielleicht besuche ich Anja und Lusi dann wieder in Koblenz. Bis dahin halte ich eben per WhatsApp Kontakt mit ihr.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Aug 21, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Aug 21, 2017

Die Lehrer von morgen

Bibliothekstrauma

Nur um das klarzustellen: Die Entscheidung, in Bonn Mathe und Deutsch auf Lehramt zu studieren, war eine der besten meines Lebens. Ich liebe die Stadt, die Uni, meinen Freundeskreis und generell habe ich im Vergleich zu Düsseldorf noch keinen Punkt gefunden, in dem Bonn schlechter abschneidet – bis heute!
Vielleicht war ich in Düsseldorf verwöhnt. Eine riesige Universitäts- und Landesbibliothek (ULB), dazu ein paar Fachbibliotheken für Notfälle, damit konnte man gut arbeiten. Während meiner Haus- und Bachelorarbeitsphasen habe ich in der ULB gelebt, ein Fensterplatz mit Steckdose in der Nähe, dank Uni-WLan ab und zu ein bisschen Surfen als Pause vom Schreiben und auf der Bib-Website war schnell alle Literatur gefunden und in fünf Minuten besorgt.
In Bonn fängt es schon beim Katalog an. Während in Düsseldorf Bücher, die nicht in der Bibliothek stehen, gar nicht erst im Katalog zu finden sind, bekommt man in Bonn alles angezeigt. Ich habe erst einmal eine Weile gebraucht, um herauszufinden, welche Bücher wirklich verfügbar sind und für welche es nur ein Angebot zur Fernleihe gibt.
Dann die Bibliothek an sich. In Düsseldorf ist alles thematisch nach Fachbereichen sortiert. Als ich beispielsweise ein Buch über Kriminalitätsstatistiken brauchte, fand ich direkt daneben Bücher über Gewalttheorien, von denen ich eines gut für meine Hausarbeit nutzen konnte. In Bonn gibt es eine Sammlung, die ähnlich gut sortiert ist – aber abgesehen davon sind die Bücher in der Freihandsammlung nach Herausgabedatum eingeordnet, sodass ich einmal quer durch den ganzen Keller laufen muss, um zwei ähnliche Bücher zu suchen, nur weil das eine ein paar Jahre früher erschienen ist als das andere. Außerdem muss ich für meine Literaturrecherche neben der Hauptbibliothek teilweise noch in Fachbibliotheken, etwa die der Germanistik oder der Ost- und Asienwissenschaften. Dort kann man aber vieles nur vor Ort nutzen oder scannen.
Mein Problem mit der Bonner Uni-Bibliothek ist so gravierend, dass ich sogar schon überlegt habe, ob ich meine Literatur einfach in Düsseldorf ausleihe – vielleicht mache ich das zumindest teilweise tatsächlich so.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Aug 18, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Aug 18, 2017

Die Lehrer von morgen

Endspurt - Teil 1

Ich habe aktuell das Gefühl, mich auf der Zielgeraden meines Studiums zu befinden. Dabei habe ich die ganz hohen Hürden noch vor mir: die wissenschaftliche Arbeit (früher Zulassungsarbeit) und die restlichen zwei Drittel der Examensprüfungen. Trotzdem fühlt es sich gerade wie kurz vor Schluss an, weil jetzt die Zeit ist, in der letzte Klausuren und letzte Hausarbeiten geschrieben werden.
Mein Ziel für dieses Semester waren zwei benotete Hausarbeiten, zwei unbenotete Hausarbeiten und eine Klausur, daneben das Projekt in Kulturarbeit und eine partnerschaftliche Hausarbeit in Soziologie. Die letzten Beiden habe ich erst einmal ausgeblendet – erstens, weil sie keine Deadline haben und zweitens, weil ich dabei von anderen Menschen abhänge und sich das nicht so gut planen lässt. Vom Rest habe ich eine benotete Hausarbeit bereits abgegeben, die Klausur geschrieben und die eine unbenotete Hausarbeit habe ich heute fertiggestellt, aber noch nicht abgegeben. Die restlichen Dinge muss ich noch bis zum 30. September erledigen. Wenn ich das nicht packe, verschiebt sich alles. Was eigentlich nicht mal dramatisch wäre, da ich auch mit einem späteren Examen immer noch wie geplant 2019 ins Referendariat starten könnte. Aber wenn man erst einmal so etwas wie einen Plan hat, ist es natürlich immer dramatisch, wenn dieser nicht aufgeht – und zumindest die Wohnungs- und Fernbeziehungsgeschichte, die ich im letzten Beitrag beschrieben habe, würde sich grundlegend verändern.
Eigentlich wären diese zu schreibenden Leistungen alle kein Ding, die Semesterferien sind ja lang genug – wenn ich nicht noch drei Wochen nach Bali fliegen würde. Dahin geht es schon nächsten Freitag und ich freue mich wahnsinnig, drei Wochen einfach mal nur zu entspannen, am Strand zu liegen, Bücher zu lesen und ein bisschen zu schreiben. Die Freundin, mit der ich diesen Urlaub mache, ist zum Glück auch total ausgelaugt und braucht viel Entspannung – ich hatte schon die Befürchtung, dass sie einen Aktivurlaub daraus machen will, dazu hätte ich momentan nämlich keine Kraft. Andererseits stellt sich für mich die Frage, wie viele meiner Abgaben ich vorher noch schaffen sollte, um dort drüben wirklich Entspannung empfinden zu können und mir den Urlaub nicht durch ein schlechtes Gewissen trüben zu lassen …

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Aug 15, 2017