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Die Lehrer von morgen

Die fünfte Jahreszeit

Nun ist es endlich wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit in Mittelfranken hat begonnen. Kirchweihen, Volksfeste und die Wiesen sind wieder in vollem Gange. Auch in meiner Heimat Feuchtwangen begann die langersehnte Mooswiese, ein Fest, an dem selbst Stubenhocker aus ihren Zimmern kriechen. Jeder trifft seine Vorbereitungen, denn für einen feschen Oktoberlook braucht es die notwendigen Accessoires wie „Strumpfhäsali“, „Bloamagränzli“ oder die perfekte Flechtfrisur. Es wird gekauft, gestöbert und ausprobiert, um im Bierzelt glänzen zu können.
Dieses Jahr besuchte ich das Spektakel mit zwei Freundinnen. Wir schmissen uns in Lederhose oder Dirndl und flechteten uns die Haare. Für die Jahreszeit zu kühl gekleidet, fuhren wir mit dem Bus auf die Mooswies‘. Dieser ist ein Angebot der Stadt, den Bewohnern der kleinen Dörfer außerhalb eine Hin- und Heimfahrt für nur einen Euro zu ermöglichen. Der Trubel im Bus ist kaum zu überhören, Jung und Alt stimmen sich schon auf den Festzeltgesang ein – herrlich.
Am Marktplatz angekommen, marschierten wir zum Zelt. Im Gedränge suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und versorgten uns mit Speis und Trank. Zur späteren Stunde betraten wir das etwas kleinere Weinzelt, wo wir das Tanzbein schwangen. Disco Fox oder der klassische Freestyle ließ Stimmung aufkommen. Es war ein toller Abend! Der krönende Abschluss war im Partyzelt, das etwas außerhalb vom Geschehen lag. Hier mussten wir Eintritt zahlen, da ein einheimischer DJ auflegte. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß!
Da uns die Busfahrt nach Hause natürlich zu früh war, rief ich meine Mama an, die sich zuvor angeboten hatte, uns abzuholen. Zuhause öffneten wir noch „a Bixawurst“ mit Marinespeck und aßen genüsslich unser Vesper. Todmüde fielen wir ins Bett und überlegten schon, wie es wohl heute Abend auf der Mooswies‘ werden wird!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 6, 2017

Die Lehrer von morgen

Hallo Herbst!

Schön, dass du da bist, lieber Herbst. Ich bin auch wieder da. Zurück aus dem Urlaub, in dem ich super entspannt habe, tolle Gespräche mit meiner Urlaubsbegleitung und langjährigen Freundin geführt und erst in der letzten Woche an den Stress in Deutschland gedacht habe. Zum Schluss war klar, dass der Sommer vorbei sein würde, wenn wir wieder auf deutschem Boden landen werden, und dass ich direkt zurück in den Alltag schlittern würde: erst nach Wolfenbüttel zur letzten Phase des Literatur-Labors (das ich immer noch allen schreibenden jungen Menschen wärmstens ans Herz legen kann!), dann in die Hausarbeiten-Stress-Phase.
Ich bin zwar mit sieben Stunden Verspätung, aber doch ganz angenehm gelandet. In den ersten anderthalb Wochen habe ich viel an meinen zwei Hausarbeiten gearbeitet, es fehlt nun nur noch die kürzere, unbenotete und der Feinschliff an der anderen. Dann kann ich sogar schon anfangen, in Richtung wissenschaftliche Arbeit zu denken – vielleicht ein bisschen Literatur organisieren und eine grobe Gliederung überlegen. Dazwischen hatte ich trotzdem Zeit, mein Zimmer zu verschönern, ein paar Freunde zu treffen und mich darüber zu freuen, dass ich dank des Herbstes endlich wieder Cardigans und Mützen tragen kann (und generell darüber, dass ich wieder einen ganzen Kleiderschrank zur Verfügung habe und nicht bloß einen vollgequetschten Rucksack).
Wie das mit der übrig gebliebenen Hausarbeit so läuft, wird sich noch zeigen. Gerade habe ich ein kleines Hoch und etwas Angst, in diese Einstellung zu verfallen, dass ich doch schon genug geschafft habe und mir jetzt Freizeit gönnen kann. Aber das ist gerade auch ganz schön, denn so richtig böse bin ich mir nicht.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 28, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 28, 2017

Die Lehrer von morgen

Jobben bei der Post

In diesen Sommerferien jobbe ich wieder bei der Post. Trotz der Erlebnisse im Vorjahr – mit einem geschrotteten Auto, einem verlorenen Paket und ermüdenden Zehn-Stunden-Tagen – wagte ich mich erneut an diesen Job. Sicherlich hatte ich Bammel, welches Chaos sich dieses Jahr auftut, doch bisher lief alles gut – zu gut? Ich komme pünktlich, gehe nicht als Letzte aus der Geschäftsstelle heraus und stemple angemessen aus. Falsche Briefe habe ich nur wenige zurückerhalten und Pakete vergaß ich keine. Es ist für mich unbegreiflich, wie sich das Blatt so wenden konnte.
Dennoch ist die Arbeit wieder sehr mühsam. Bei heißen 32 Grad stapfe ich von Haus zu Haus, hüpfe in den riesigen VW Bus und rutsche wieder heraus. Ich schleppe schwere Pakete und verteile dicke Ikea-Kataloge an alle Haushalte. Vier Wochen unterstütze ich die Post und dann ruht dieser Job wieder für eine Weile. Ich habe deshalb großen Respekt vor den Brief- und Paketboten, die schon nahe der Rente sind, denn die körperliche Anstrengung ist nicht zu unterschätzen. Ebenso braucht man einen klaren Kopf in diesem Beruf, denn es muss an so viel gedacht werden: Die Route, besondere Briefe, Pakete, Briefkastenleerungen, Besonderheiten mancher Haushalte und die Freundlichkeit, die den Kunden gegenüber ausgestrahlt werden sollte.
Ein kleiner Vorteil ist, dass ich jung bin. Die Rentner freuen sich dadurch immer auf mich und warten sogar teilweise im Hof. Das heißt, ich muss nicht ständig ein- und aussteigen und kann ein paar Briefe mal aus dem Fenster reichen. Auch beim Schleppen schwerer Pakete erhalte ich öfters ein wenig Trinkgeld, wovon ich mir eine kühle Limo gönne. Fast die Hälfte ist schon geschafft und ich muss zugeben, dass mir die Arbeit sogar etwas Spaß macht – mal sehen, ob das in einer Woche immer noch so ist.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 22, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 22, 2017