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Die Lehrer von morgen

Die fünfte Jahreszeit

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

06.10.2017

Nun ist es endlich wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit in Mittelfranken hat begonnen. Kirchweihen, Volksfeste und die Wiesen sind wieder in vollem Gange. Auch in meiner Heimat Feuchtwangen begann die langersehnte Mooswiese, ein Fest, an dem selbst Stubenhocker aus ihren Zimmern kriechen. Jeder trifft seine Vorbereitungen, denn für einen feschen Oktoberlook braucht es die notwendigen Accessoires wie „Strumpfhäsali“, „Bloamagränzli“ oder die perfekte Flechtfrisur. Es wird gekauft, gestöbert und ausprobiert, um im Bierzelt glänzen zu können.
Dieses Jahr besuchte ich das Spektakel mit zwei Freundinnen. Wir schmissen uns in Lederhose oder Dirndl und flechteten uns die Haare. Für die Jahreszeit zu kühl gekleidet, fuhren wir mit dem Bus auf die Mooswies‘. Dieser ist ein Angebot der Stadt, den Bewohnern der kleinen Dörfer außerhalb eine Hin- und Heimfahrt für nur einen Euro zu ermöglichen. Der Trubel im Bus ist kaum zu überhören, Jung und Alt stimmen sich schon auf den Festzeltgesang ein – herrlich.
Am Marktplatz angekommen, marschierten wir zum Zelt. Im Gedränge suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und versorgten uns mit Speis und Trank. Zur späteren Stunde betraten wir das etwas kleinere Weinzelt, wo wir das Tanzbein schwangen. Disco Fox oder der klassische Freestyle ließ Stimmung aufkommen. Es war ein toller Abend! Der krönende Abschluss war im Partyzelt, das etwas außerhalb vom Geschehen lag. Hier mussten wir Eintritt zahlen, da ein einheimischer DJ auflegte. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß!
Da uns die Busfahrt nach Hause natürlich zu früh war, rief ich meine Mama an, die sich zuvor angeboten hatte, uns abzuholen. Zuhause öffneten wir noch „a Bixawurst“ mit Marinespeck und aßen genüsslich unser Vesper. Todmüde fielen wir ins Bett und überlegten schon, wie es wohl heute Abend auf der Mooswies‘ werden wird!

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