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Die Lehrer von morgen

Goldener Herbst

Oh wie schön sind doch die prächtigen Farben des Herbstes! Genießen durfte ich dieses Farbenspiel der Natur in den Bergen, wo es umso schöner anzuschauen ist. Ich packte Freitag meine Siebensachen und fuhr mit meinem Liebsten nach Berchtesgaden. Dort machten wir eine Bootsfahrt auf dem Königssee, durch mystisch anmutende Nebelschwaden – es war atemberaubend! Mit stetig steigender Sonne löste sich die Nebeldecke langsam auf. Die Bäume wurden von den warmen Strahlen geküsst und glänzten im goldenen Sonnenlicht.
Am Ufer angelangt, marschierten wir zur Fischunkelalm. Verschiedene Wanderer kamen uns entgegen, darunter asiatische Erstis, die in Badeschlappen und Ballarinas den steinigen Aufstieg wagten.Oben legten wir eine kleine Rast auf einem großen Stein ein. Wir machten Brotzeit und wanderten weiter. Der nächste Stopp war die St. Bartholomäkirche. Nicht nur die Außenfassade ist ein echter Hingucker, auch der große, verlockende Biergarten ist einen Besuch wert.
Gegen Abend suchten wir uns eine nette Gaststätte. Der Zwiebelrostbraten dort stellte sich als echte Sensation heraus – so köstlich hatten wir schon lange nicht mehr gegessen!
Übernachtet haben wir im Auto, wo es nicht so kalt war wie erwartet. Die hinteren Sitze hatten wir herausgenommen und eine kleine Matratze hineingelegt. Hier war gerade so Platz für zwei, für ein paar Nächte aber völlig ausreichend. Es war ein tolles und aufregendes Erlebnis, einige Tage so in den Bergen zu verbringen. Wir wanderten durch die Natur und erfreuten uns an ihrer Schönheit. Fast traurig fuhren wir in die Heimat zurück, wo der Uni-Wahnsinn begann.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 27, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 27, 2017

Die Lehrer von morgen

Turbulenzen am Anfang vom Ende

Mein letztes Semester hat begonnen und damit der offizielle Zeitraum für meine wissenschaftliche Arbeit. Die Bücher stapeln sich auf meinem Schreibtisch, zehn sind es mittlerweile. Noch habe ich keines davon gelesen. Heute war ich im Seminar „Einführung in die Didaktik“ umgeben von Drittsemestern und die einzige, die ihren Laptop mitgebracht hat, um in Vorbereitung auf das Examen mitzuschreiben. Heute und morgen bin ich auf Abschiedspartys von Freundinnen, die ihr Examen bestanden haben und die Stadt verlassen. Eine andere Freundin hat ihre Prüfung vorgestern nicht bestanden und ist zu ihren Eltern geflüchtet.
Irgendwie ist gerade alles turbulent und emotional überfordernd für mich. Ich weiß noch nicht, wann ich richtig ankommen werde in diesem Semester, oder ob man das im allerletzten Semester überhaupt. Ist es überhaupt das letzte Semester? Ich gehe stark davon aus, alles auf die Reihe zu bekommen, aber unvorhergesehene Wendungen gibt es immer wieder. Zum Beispiel benötige ich noch ein Kompaktseminar, um am Examen teilnehmen zu können, aber genau dann habe ich eventuell einen wichtigen medizinischen Eingriff. Ich bin also auf die Kulanz des Leiters angewiesen, den ich bisher nicht kennengelernt habe und daher nicht einschätzen kann.
Die offizielle Anmeldung zum Examen ist in zwei Wochen. Danach spreche ich mit meiner Prüferin die Themen durch. Ich bin darauf noch überhaupt nicht vorbereitet, wollte nur, dass sie meine Themenformulierungen absegnet. Eine Gliederung oder Literaturliste habe ich noch nicht erstellt. Die Themen sollten aber passen, eine meiner Freundinnen, die es schon geschafft hat, hatte zufällig sehr ähnliche Themen gewählt und mir ihre Materialien überlassen. So bin ich recht entspannt, nun ist erst einmal die wissenschaftliche Arbeit dran. Da sich die Prüfungsthemen auf Seminare beziehen, muss ich nur altes Wissen noch einmal mobilisieren und komme vielleicht aus dem Stegreif mit einer 4,0 durch die Prüfung. Das wird aber leider nur drei von vier Prüfungen betreffen. In Psychologie haben mir die Seminare, die ich selbst besucht habe, überhaupt nicht gefallen, weshalb ich auf das Thema einer Freundin ausweichen werde, das ich mir mit ihrer Hilfe neu aneignen muss. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, alles rechtzeitig zu schaffen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Oct 23, 2017

Die Lehrer von morgen

Hinter den Kulissen der Ersti-Rallye

Das Semester hat begonnen und nach dem Ersti-Kennenlernabend, der Ersti-Kneipentour, dem Ersti-Grillen und dem Ersti-Karaoke-Spieleabend darf natürlich eine Sache nicht fehlen: Die Ersti-Rallye.
In den vergangenen Wochen habe ich so viel Zeit in der Mathe-Fachschaft verbracht, dass ich mich ihr näher denn je fühle und darum spontan gefragt habe, ob für die Rallye noch Hilfe benötigt würde. Die Antwort kam prompt: Die Station „Essen raten“ sei noch nicht besetzt, die könnte ich übernehmen. Ab sofort war ich also verantwortlich dafür, dass am Ersti-Rallye-Tag vor dem Geografie-Institut Erstis aus verschiedenen pürierten, zusammengemischten Lebensmitteln die einzelnen Zutaten erschmecken konnten.
Das hieß vor allem am Tag davor Stress. Die Mischung aus Pizzateig, Pesto, Studentenfutter und Chips schaffte es leider, unsere Küchenmaschine zu killen, weswegen ich noch einen Pürierstab besorgen musste. Aber die anderen beiden Mischungen aus Apfel, Banane, Leinsamen, Zwiebeln und Spinat sowie Reis, Seetang, Reismilch, Bier und Gojibeeren ließen sich gut zubereiten und schmeckten auch gar nicht so ekelhaft wie befürchtet.
Mittwochs stand ich dann ab 14 Uhr an meiner Station und hatte jede Menge Spaß. Ein paar Freunde ließen es sich nicht nehmen, mich zu besuchen, mit den Erstis zu quatschen und selbst zu testen, ob sie die Zutaten erschmecken konnten. Für jede erratene Zutat bekamen die Erstigruppen einen Punkt, zudem konnten wir noch bis zu zehn Zusatzpunkte verteilen. Eine Gruppe bekam Zusatzpunkte, weil sie uns Kekse schenkte und eine andere Gruppe dafür, dass sie auf die Kekuléstatue direkt neben unserer Station kletterte und dem Naturwissenschaftler eine Sonnenbrille aufsetzte. An anderen Stationen mussten die Erstis beispielsweise Twister oder Völkerball spielen, mit Toast im Mund Lieder singen oder ein Bobbycar-Rennen fahren. Sie konnten durch coole Aktionen und erfolgreiches Meistern der Aufgaben dort ebenfalls Punkte sammeln.
Abends kamen wir dann alle an der Poppelsdorfer Allee zusammen, wo die erfolgreichste Gruppe ermittelt wurde und ein „Ersti-Hilfe-Paket“ mit Tütensuppen, Taschentüchern, Kulis, Koffeintabletten und vielem mehr überreicht bekam.
Der Tag hat mir super viel Spaß gemacht, nächstes Jahr gerne wieder!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 20, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 20, 2017