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Die Lehrer von morgen

Schlaf, Sozialleben oder Uni?

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

06.11.2017

Es wird behauptet, als Student hätte man die Wahl: Schlaf, Sozialleben oder Uni – worauf kann man am ehesten verzichten? Eigentlich halte ich das für absoluten Humbug. Ich habe ein sehr aktives Sozialleben, die Uni läuft auch ganz gut, und ja, okay, ich könnte mehr schlafen, aber auf dem Zahnfleisch gehe ich noch lange nicht. Und solange ich ab und zu mal ein Wochenende habe, an dem ich ausschlafen kann, ist das alles kein Thema.
Doch bereits in der ersten Woche des neuen Semesters krachte mein ganzes Konstrukt zusammen. Das lag daran, dass ich in diesem Semester dienstags bis donnerstags jeweils um 8.15 Uhr Uni habe, der Wecker klingelt also um 7 Uhr. Dank Erstirallye, Cocktailtrinken zum Geburtstag einer Freundin und Menschen treffen, die man lange nicht gesehen hat, kam ich auf weniger als sechs Stunden Schlaf die Nacht. Am Freitag war ich erst um 1 Uhr nachts zu Hause, weil ich ein Konzert in Köln besucht hatte, und musste um 10 Uhr schon wieder in der Uni sein. Den Freitagabend mit der Geburtstagsparty besagter Freundin und Reinfeiern in meinen eigenen Geburtstag überstand ich nur, weil ich am Nachmittag einen Mittagsschlaf gehalten hatte. Am Samstag fuhr ich dann früh in die Heimat, um mit meiner Familie Geburtstag zu feiern. Und am Sonntag konnte ich zwar lange schlafen, musste aber feststellen, dass ich die Uni nicht jede Woche so vernachlässigen kann: In Mathedidaktik und Analysis III sind jeweils Übungszettel zu bearbeiten, die ich am Wochenende schaffen muss, weil ich zwischen Montag und Mittwoch die Aufgaben der Physiker aus meinem Tutorium korrigieren muss und zwischen Tür und Angel ja auch noch die Texte für Deutschdidaktik und die Onlineaufgaben für Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte erledigt werden müssen. Also muss ich mein Sozialleben etwas zurückschrauben. Ich war heute zwar mit meinen Freunden in der Mensa, aber bin ihrem Spieleabend ferngeblieben.
In diesem Semester muss ich mir ein gutes Zeitmanagement zurechtlegen. Ich habe zwar total Lust auf die Veranstaltungen, die ich belege. Aber die Aufgaben, die außerhalb der Präsenzzeit zu erledigen sind, muss ich besser takten. Ich bin allerdings optimistisch, dass ich die Uni mit genügend Schlaf und Sozialleben unter einen Hut bekomme.

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