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Die Lehrer von morgen

Plötzlich Hiwi

Ich besuchte voriges Semester das Seminar „Einführung ins Alte Testament“, dieses Semester folgte das zum Neuen Testament. In diesem Seminar besprechen wir anhand von Texten Hintergründe, aber auch besondere Stellen der Bibel. Zudem findet ein Tutorium statt, das uns auf die Hausarbeit vorbereiten soll. Diese ist eine Exegese, also eine explizite Auseinandersetzung mit einer Bibelstelle beispielsweise Genesis 22, 1-19. Da ich eine solche bereits im Seminar zum Alten Testament geschrieben habe, bin ich sehr zuversichtlich bezüglich des Schreibens. Ich weiß, was auf mich zukommt und dass es zumindest ein wenig Spaß macht, daran zu arbeiten.
Als ich neulich nach dem Tutorium nach Hause fuhr, setze sich meine zuständige Tutorin im Bus neben mich. Sie wird dieses Semester ihr Studium abschließen, und fragte mich deshalb, ob ich Lust hätte, ihren Hiwi-Job zu übernehmen. Ein Hiwi ist eine wissenschaftliche Hilfskraft, die zum Beispiel Tutorien leitet. Ich erkundigte mich danach, wie dieser Job ablaufen würde, welche Voraussetzungen ich erfüllen müsste und wie es ihr mit der Stelle erging.
Ich ließ mir das Angebot durch den Kopf gehen und bewarb mich schließlich um die Stelle. Aufgeregt stellte ich mich der Koordinatorin des Lehrstuhls vor – und erhielt den Job! Ich bin nun bei der Universität angestellt und werde künftig die Tutorien fürs AT und NT abhalten. Zudem stehe ich bei kleineren Arbeiten dem Institut für evangelische Theologie zur Verfügung, sei es, Akten zu sortieren oder Literatur zu besorgen. Ich bin schon sehr gespannt, vor allem weil einige meiner Freunde dieses Tutorium noch besuchen müssen. Es wird sicher komisch, als Tutorin vor ihnen zu stehen.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 9, 2018
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
Feb 9, 2018

Die Lehrer von morgen

Schlüsselkompetenzen

Es gibt Menschen, denen Schlüsselkompetenzen fehlen – in diesem bestimmten Fall des ehemaligen Lehramtsreferenten sogar im wahrsten Sinne.
Zu den Vorteilen als seine Nachfolgerin und damit neue Lehramtsreferentin gehört ein Schlüssel zum Fachschaftsraum. Ich sollte den alten Schlüssel des ehemaligen Referenten bekommen. Aber selbst mir war klar, dass das vermutlich mehr bürokratischen Aufwand bedeutet als ein „Hey, das ist jetzt wohl deiner“ mit anschließendem In-die-Hand-Drücken eines Plastik-Transponders – doch genau so lief es ab.
Nach Rücksprache mit der Fachschaftsratvorsitzenden stellte sich heraus, dass das nicht ganz regelkonform war. Ich schrieb also der Geschäftstellenleiterin, die für die Ausgabe der Transponder zuständig ist, eine kurze, erklärende E-Mail. Sie war nicht begeistert, erklärte dann aber, ich solle in der nächsten Woche vorbeikommen, um den Schlüssel durch eine Unterschrift offiziell auf mich zu übertragen.
So weit, so gut. Am Dienstag darauf in ihrem Büro betonte ich meine Unschuld und versicherte, dass ich bei Abgabe meines Amtes auf jeden Fall das richtige Verfahren der Schlüsselrückgabe wählen würde. Sie nahm immer noch skeptisch, aber etwas netter den Schlüssel in Augenschein und stellte fest: Die Nummer darauf stimmte nicht mit der des Transponders überein, den der ehemalige Lehramtsreferent damals ausgehändigt bekommen hatte. Ich wusste nicht, was zu tun war, sie war auch irritiert. Wir konnten dann jedoch rekonstruieren, dass die Nummer einem anderen Fachschaftler gehörte, mit dem der ehemalige Lehramtsreferent wohl versehentlich seinen Transponder getauscht hatte. Schlüsselkompetenz: Nicht vorhanden!
Das hieß für mich, dass ich besagten Fachschaftler suchen und den Schlüssel zurücktauschen musste. Ich lief ihm zum Glück schneller über den Weg, als ich befürchtet hatte. Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei der Geschäftstellenleiterin. Die Nummer auf dem getauschten Transponder stimmt wohl, ist dafür aber kaum noch lesbar. Hoffentlich geht dieses Mal trotzdem alles gut.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 8, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 8, 2018

Die Lehrer von morgen

Lebendig reden lernen

Vergangene Woche durfte ich einen Rhetorikkurs besuchen, der vom Career Center der Uni angeboten wurde und mit Theorie- und Praxisanteilen zwölf Stunden dauerte. Leiterin war die Logopädin und Kommunikationstrainerin Elke Precht .
Zunächst sollte sich jeder der sieben Teilnehmer vorstellen. Die Logopädin erkannte hier bereits unsere Schwierigkeiten und Schwächen. Bei mir waren es Lautstärke und Körperhaltung. Sie gab jedem individuelle Tipps, dann stellten wir uns erneut vor. Plötzlich wirkte ich selbstsicher und präsent. Ich hatte einen festen Stand, meine Arme waren untergebracht und ich wagte mich näher an meine Zuhörer heran. Es war faszinierend, wie sich jeder durch die kleinen Tipps verbessert hatte.
Weiterhin machten wir kleine Spiele, um unsere Wortfindung zu trainieren. Es folgte ein Theorieteil über die Körperhaltung, den Aufbau einer Präsentation und das Stichwortkonzept. Wir zogen daraufhin Kärtchen mit Begriffen, zu denen wir eine dreiminütige Präsentation kreieren sollten. Ich hatte die Begriffe Kuchen, Keks und Torte. Nachdem wir uns ein Konzept erstellt und präsentiert hatten, erhielten wir weitere hilfreiche Tipps. Ich sollte beispielsweise mein Lampenfieber in die Bewegung meiner Arme umwandeln, um offener zu wirken.
Am nächsten Tag wärmten wir uns wieder mit kleinen Reaktionsspielchen auf, bevor wir eine für uns perfekte Präsentation entwerfen sollten. Wir wurden bei dieser Präsentation gefilmt, um uns selbst beobachten und reflektieren zu können. Es war ein krönender Abschluss und wir waren richtig stolz auf unsere positive Entwicklung, die sich in den Videos zeigte. Wir bekamen noch eine Teilnahmebestätigung und verließen selbstbewusst und mit Applaus „unsere Bühne“.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Feb 5, 2018