interaktiv

Die Lehrer von morgen

Zuckerschock

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

16.03.2018

Wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, in der Fastenzeit mein Konsumverhalten zu überdenken und für sieben Wochen auf etwas zu verzichten. Dieses Mal habe ich mich entschieden, vegan zu leben. Fleisch esse ich ohnehin nicht und es ist sicher sinnvoll, zu testen, welche tierischen Produkte mir in dieser Zeit nicht fehlen. So könnte ich im Sinne der Umwelt auch künftig darauf verzichten. Außerdem gibt es eine ganze Menge leckerer Rezepte, die ich bei meinem vorigen Vegan-Versuch entdeckt habe – da finde ich bestimmt noch weitere!
Nachdem ich im vergangenen Jahr eine Woche komplett auf Industriezucker verzichtet habe, wollte ich mich nun zusätzlich zwei Wochen lang im Zuckerverzicht üben. Ich bin ein Zuckerjunkie, brauche immer einen Nachtisch und verdrücke auch gerne mal eine ganze Packung Gummibärchen, zwei Schüsseln Eis oder acht Brote mit Schokoaufstrich zum Abendessen. So ein kalter Entzug erschien mir daher sinnvoll, um meinem Körper etwas Gutes zu tun und mir selbst bewusst zu machen, dass Ernährung ohne ständige Zuckerzufuhr möglich ist.
Die erste Woche lief ziemlich gut. Es war zwar nervig, ständig Inhaltsstoffe zu überprüfen, aber ich hatte erstaunlich wenig Heißhunger auf Süßes und musste seltener als voriges Jahr zu Notfallessen wie Erdnussbutter-Bananen-Brot, Müsli mit Banane oder Haferbrei mit Tiefkühl-Himbeeren greifen, um das Verlangen nach Zucker einzudämmen.
Dann kam jedoch mein Urlaub in Berlin. Ich besuchte zuerst eine Freundin, die ebenfalls die Fastenzeit vegan verbringt. Wir machten Fajitas mit Gemüsefüllung. Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln und Tomatenmark waren zwar unproblematisch, als es aber ans Würzen ging, waren wir etwas aufgeschmissen: Ajvar und Senf enthielten Zucker, sogar den Kidneybohnen aus der Dose und der Gemüsebrühe war Zucker zugesetzt. Statt beim Kochen auf die Hälfte der Zutaten zu verzichten, habe ich beschlossen, dass eine Woche zuckerfrei fürs Erste reicht und ich die zweite Woche entweder nachhole oder einfach nur auf Süßigkeiten verzichte.
Trotzdem finde ich es krass, wie viele Nahrungsmittel gezuckert sind, von denen man es gar nicht erwartet. Ich werde jedenfalls künftig mehr darauf achten, was ich konsumiere.

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