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Die Lehrer von morgen

Guten Morgen, Berlin!

Nach dem Lernmarathon im Januar und Februar brauchte ich erst einmal eine Pause. Und wie kann man sich besser vom Stress erholen, als wegzufahren? Für die letzte Februarwoche war daher Urlaub angesagt – oder zumindest so etwas ähnliches. Seit zweieinhalb Jahren trete ich regelmäßig auf Poetry Slams auf und habe dabei im September in Koblenz JoPa aus Berlin kennengelernt. JoPa organisierte nun selbst einen Slam und so kam ich dazu, in Berlin zu slammen.
An drei Abenden stand ich auf der Bühne – mit unterschiedlichem Erfolg. Bei den ersten beiden Slams schied ich schon in der Vorrunde aus, beim letzten Slam gewann ich für mich vollkommen überraschend. Vor und nach den Auftritten konnte ich mich bestens mit den anderen Wortkünstlern austauschen. An einem Abend machte ich zum Beispiel mit einigen von ihnen einen Ausflug in die Berliner Nachtszene, bei dem ich mich auf der Karaokebühne einer Schwulenbar wiederfand und von der moderierenden Dragqueen die Rückmeldung bekam, sie hätte noch nie jemanden Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“ mit so viel Pathos singen hören wie mich.
Nach meiner Mini-Slamtour traf ich mich noch mit meiner Bonner Freundin Pia, die ebenfalls ein Wochenende in Berlin verbrachte. Mit ihr besuchte ich Museen, erkundete Hipster-Restaurants und war trotz Minusgraden erstaunlich viel zu Fuß unterwegs.
Ich bin unglaublich gerne in der Hauptstadt und habe mich sehr gefreut, ihr nach über einem Jahr mal wieder einen Besuch abstatten zu können. Zu Hause geht es jetzt wieder los mit dem Ernst des Lebens: Meine Hausarbeit ist morgen fällig und in zwei Wochen schreibe ich meine Nachklausur für Analysis III. Zum Glück hatte ich in meinem Kurzurlaub Zeit zum Nichtstun und habe erstaunlich wenig an den kommenden Stress gedacht, sodass ich jetzt gut erholt in den Lernendspurt starten kann.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 20, 2018

Die Lehrer von morgen

Zuckerschock

Wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, in der Fastenzeit mein Konsumverhalten zu überdenken und für sieben Wochen auf etwas zu verzichten. Dieses Mal habe ich mich entschieden, vegan zu leben. Fleisch esse ich ohnehin nicht und es ist sicher sinnvoll, zu testen, welche tierischen Produkte mir in dieser Zeit nicht fehlen. So könnte ich im Sinne der Umwelt auch künftig darauf verzichten. Außerdem gibt es eine ganze Menge leckerer Rezepte, die ich bei meinem vorigen Vegan-Versuch entdeckt habe – da finde ich bestimmt noch weitere!
Nachdem ich im vergangenen Jahr eine Woche komplett auf Industriezucker verzichtet habe, wollte ich mich nun zusätzlich zwei Wochen lang im Zuckerverzicht üben. Ich bin ein Zuckerjunkie, brauche immer einen Nachtisch und verdrücke auch gerne mal eine ganze Packung Gummibärchen, zwei Schüsseln Eis oder acht Brote mit Schokoaufstrich zum Abendessen. So ein kalter Entzug erschien mir daher sinnvoll, um meinem Körper etwas Gutes zu tun und mir selbst bewusst zu machen, dass Ernährung ohne ständige Zuckerzufuhr möglich ist.
Die erste Woche lief ziemlich gut. Es war zwar nervig, ständig Inhaltsstoffe zu überprüfen, aber ich hatte erstaunlich wenig Heißhunger auf Süßes und musste seltener als voriges Jahr zu Notfallessen wie Erdnussbutter-Bananen-Brot, Müsli mit Banane oder Haferbrei mit Tiefkühl-Himbeeren greifen, um das Verlangen nach Zucker einzudämmen.
Dann kam jedoch mein Urlaub in Berlin. Ich besuchte zuerst eine Freundin, die ebenfalls die Fastenzeit vegan verbringt. Wir machten Fajitas mit Gemüsefüllung. Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln und Tomatenmark waren zwar unproblematisch, als es aber ans Würzen ging, waren wir etwas aufgeschmissen: Ajvar und Senf enthielten Zucker, sogar den Kidneybohnen aus der Dose und der Gemüsebrühe war Zucker zugesetzt. Statt beim Kochen auf die Hälfte der Zutaten zu verzichten, habe ich beschlossen, dass eine Woche zuckerfrei fürs Erste reicht und ich die zweite Woche entweder nachhole oder einfach nur auf Süßigkeiten verzichte.
Trotzdem finde ich es krass, wie viele Nahrungsmittel gezuckert sind, von denen man es gar nicht erwartet. Ich werde jedenfalls künftig mehr darauf achten, was ich konsumiere.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 16, 2018

Die Lehrer von morgen

Schattenseiten

An meinem Wochenende in Hamburg sah und erlebte ich einige Dinge, die mich zuhause immer noch beschäftigen – insbesondere auf der Reeperbahn. Entlang dieser Straße mit einigen Abzweigungen prostituieren sich Frauen. Das ist ein sehr heikles Thema, das meines Erachtens viel zu sehr unter den Teppich gekehrt wird. Betrunkene Männergruppen streifen durch diese rot beleuchteten Straßen und verschwinden in den Bordellen. Sie sind ausgelassen und fröhlich, während andere um jeden Cent kämpfen und ihren Körper dafür verkaufen müssen. Es schien alles so normal zu sein, obwohl es doch eigentlich abnorm sein sollte.
In dieser belebten Straße sah ich auch viele Obdachlose, die versteckt und regungslos in ihren Schlafsäcken lagen, kleine Tragetaschen mit Decken und anderen Dingen vollgepackt neben ihnen. So viele Menschen liefen an ihnen vorbei. Manche sahen entsetzt, manche ausdruckslos hin, andere beachteten sie gar nicht.
Nur einen Steinwurf entfernt steht die neu erbaute Elbphilharmonie. Die Stadt hat circa 575 Millionen Euro in sie investiert, die Gesamtkosten belaufen sich auf sage und schreibe 789 Millionen Euro. Luxuswohnungen, Hotels und eine 80 Meter lange Rolltreppe sind Bestandteile des Gebäudes. Die Glasscheiben sind eigens angefertigte Einzelstücke aus Italien. Natürlich hat die Elbphilharmonie einen kulturellen Nutzen – es gibt beispielsweise Förderprogramme, die bei Kindern Interesse an klassischer Musik wecken sollen. Dennoch wurden aus meiner Sicht viele Millionen Euro einzig und allein dafür investiert, ein möglichst prunkvolles Gebäude hinzustellen.
Ist es nicht peinlich, mit diesem zu prahlen, wenn einige Straßen weiter die Leute kein Dach über dem Kopf haben oder Frauen ihren Körper verkaufen? Es ist doch pervers, was in der Welt vor sich geht. Ich stehe hilflos daneben und bin ratlos, wie so etwas zugelassen und toleriert werden kann.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Mar 14, 2018