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Die Lehrer von morgen

Land unter

Bei mir ist aktuell Land unter. Mein Leben wird dominiert von zwei großen, sehr schönen Themen: Ich bin drauf und dran mein Studium zu beenden und mit meinem Freund in unsere erste gemeinsame Wohnung zu ziehen. Wir haben eine schöne Bleibe gefunden und der Umzug ist Ende März geplant. Auch mit meinen Vorbereitungen für die Examensprüfungen im März und April läuft es ganz gut.
Trotzdem befinde ich mich gerade in einem merkwürdigen Schwebezustand. Einerseits ist alles so real, andererseits habe ich Sorge, mich zu sehr darauf zu verlassen, dass alles gut geht. Ich schreibe bereits Bewerbungen für Jobs ab Mai, in deren Anschreiben ich selbstverständlich erwähne, im April mein Studium zu beenden. Manchmal tut es gut, das so selbstbewusst auszusprechen. Doch es ängstigt mich auch, dass es nicht in meinen Plan passt, krank zu werden oder eine Prüfung nicht zu bestehen.
Heute ist so ein Tag, an dem ich ein ungutes Bauchgefühl habe. Für den Umzug ist so vieles noch nicht erledigt, etwa der Kauf einer Waschmaschine oder das Vereinbaren eines Termins für die Schlüsselübergabe. Und diese Prüfungen sind einfach unberechenbar, egal wie gut ich mich vorbereitet habe, denn sie sind alle mündlich. Das hat viele Vorteile: Man kann zum Beispiel Dinge richtigstellen, wenn man missverstanden wird, und auch in gewissem Maße das Prüfungsgeschehen auf das lenken, was man weiß. Allerdings sind mündliche Prüfungen stark abhängig von der jeweiligen Tagesform aller Beteiligten und man kann sich nicht so viel Zeit zum Antworten nehmen. Ich brauche aber immer etwas länger, um mich in einer Frage sicher positionieren und eine gute Antwort geben zu können. Nach der Prüfung erfahren wir direkt unsere Note. Im schlimmsten Fall wird man also stark demotiviert für die nächste Prüfung, ein positives Feedback dagegen könnte wiederum ein Ansporn sein. Ihr seht: Alles hat letztlich ein Für und Wider.
Dabei versuche ich nicht aus den Augen zu verlieren, dass es sich hier eigentlich um schöne Dinge handelt. Es fällt mir zwar schwer, Umzug und Examen gleichzeitig zu stemmen. Aber wenn alles gut geht, werde ich bereits am 27. April um etwa 10 Uhr morgens der glücklichste Mensch auf dieser Welt sein!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 20, 2018

Die Lehrer von morgen

Guten Morgen, Berlin!

Nach dem Lernmarathon im Januar und Februar brauchte ich erst einmal eine Pause. Und wie kann man sich besser vom Stress erholen, als wegzufahren? Für die letzte Februarwoche war daher Urlaub angesagt – oder zumindest so etwas ähnliches. Seit zweieinhalb Jahren trete ich regelmäßig auf Poetry Slams auf und habe dabei im September in Koblenz JoPa aus Berlin kennengelernt. JoPa organisierte nun selbst einen Slam und so kam ich dazu, in Berlin zu slammen.
An drei Abenden stand ich auf der Bühne – mit unterschiedlichem Erfolg. Bei den ersten beiden Slams schied ich schon in der Vorrunde aus, beim letzten Slam gewann ich für mich vollkommen überraschend. Vor und nach den Auftritten konnte ich mich bestens mit den anderen Wortkünstlern austauschen. An einem Abend machte ich zum Beispiel mit einigen von ihnen einen Ausflug in die Berliner Nachtszene, bei dem ich mich auf der Karaokebühne einer Schwulenbar wiederfand und von der moderierenden Dragqueen die Rückmeldung bekam, sie hätte noch nie jemanden Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“ mit so viel Pathos singen hören wie mich.
Nach meiner Mini-Slamtour traf ich mich noch mit meiner Bonner Freundin Pia, die ebenfalls ein Wochenende in Berlin verbrachte. Mit ihr besuchte ich Museen, erkundete Hipster-Restaurants und war trotz Minusgraden erstaunlich viel zu Fuß unterwegs.
Ich bin unglaublich gerne in der Hauptstadt und habe mich sehr gefreut, ihr nach über einem Jahr mal wieder einen Besuch abstatten zu können. Zu Hause geht es jetzt wieder los mit dem Ernst des Lebens: Meine Hausarbeit ist morgen fällig und in zwei Wochen schreibe ich meine Nachklausur für Analysis III. Zum Glück hatte ich in meinem Kurzurlaub Zeit zum Nichtstun und habe erstaunlich wenig an den kommenden Stress gedacht, sodass ich jetzt gut erholt in den Lernendspurt starten kann.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 20, 2018

Die Lehrer von morgen

Zuckerschock

Wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, in der Fastenzeit mein Konsumverhalten zu überdenken und für sieben Wochen auf etwas zu verzichten. Dieses Mal habe ich mich entschieden, vegan zu leben. Fleisch esse ich ohnehin nicht und es ist sicher sinnvoll, zu testen, welche tierischen Produkte mir in dieser Zeit nicht fehlen. So könnte ich im Sinne der Umwelt auch künftig darauf verzichten. Außerdem gibt es eine ganze Menge leckerer Rezepte, die ich bei meinem vorigen Vegan-Versuch entdeckt habe – da finde ich bestimmt noch weitere!
Nachdem ich im vergangenen Jahr eine Woche komplett auf Industriezucker verzichtet habe, wollte ich mich nun zusätzlich zwei Wochen lang im Zuckerverzicht üben. Ich bin ein Zuckerjunkie, brauche immer einen Nachtisch und verdrücke auch gerne mal eine ganze Packung Gummibärchen, zwei Schüsseln Eis oder acht Brote mit Schokoaufstrich zum Abendessen. So ein kalter Entzug erschien mir daher sinnvoll, um meinem Körper etwas Gutes zu tun und mir selbst bewusst zu machen, dass Ernährung ohne ständige Zuckerzufuhr möglich ist.
Die erste Woche lief ziemlich gut. Es war zwar nervig, ständig Inhaltsstoffe zu überprüfen, aber ich hatte erstaunlich wenig Heißhunger auf Süßes und musste seltener als voriges Jahr zu Notfallessen wie Erdnussbutter-Bananen-Brot, Müsli mit Banane oder Haferbrei mit Tiefkühl-Himbeeren greifen, um das Verlangen nach Zucker einzudämmen.
Dann kam jedoch mein Urlaub in Berlin. Ich besuchte zuerst eine Freundin, die ebenfalls die Fastenzeit vegan verbringt. Wir machten Fajitas mit Gemüsefüllung. Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln und Tomatenmark waren zwar unproblematisch, als es aber ans Würzen ging, waren wir etwas aufgeschmissen: Ajvar und Senf enthielten Zucker, sogar den Kidneybohnen aus der Dose und der Gemüsebrühe war Zucker zugesetzt. Statt beim Kochen auf die Hälfte der Zutaten zu verzichten, habe ich beschlossen, dass eine Woche zuckerfrei fürs Erste reicht und ich die zweite Woche entweder nachhole oder einfach nur auf Süßigkeiten verzichte.
Trotzdem finde ich es krass, wie viele Nahrungsmittel gezuckert sind, von denen man es gar nicht erwartet. Ich werde jedenfalls künftig mehr darauf achten, was ich konsumiere.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 16, 2018