interaktiv

Die Lehrer von morgen

Land unter

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

20.03.2018

Bei mir ist aktuell Land unter. Mein Leben wird dominiert von zwei großen, sehr schönen Themen: Ich bin drauf und dran mein Studium zu beenden und mit meinem Freund in unsere erste gemeinsame Wohnung zu ziehen. Wir haben eine schöne Bleibe gefunden und der Umzug ist Ende März geplant. Auch mit meinen Vorbereitungen für die Examensprüfungen im März und April läuft es ganz gut.
Trotzdem befinde ich mich gerade in einem merkwürdigen Schwebezustand. Einerseits ist alles so real, andererseits habe ich Sorge, mich zu sehr darauf zu verlassen, dass alles gut geht. Ich schreibe bereits Bewerbungen für Jobs ab Mai, in deren Anschreiben ich selbstverständlich erwähne, im April mein Studium zu beenden. Manchmal tut es gut, das so selbstbewusst auszusprechen. Doch es ängstigt mich auch, dass es nicht in meinen Plan passt, krank zu werden oder eine Prüfung nicht zu bestehen.
Heute ist so ein Tag, an dem ich ein ungutes Bauchgefühl habe. Für den Umzug ist so vieles noch nicht erledigt, etwa der Kauf einer Waschmaschine oder das Vereinbaren eines Termins für die Schlüsselübergabe. Und diese Prüfungen sind einfach unberechenbar, egal wie gut ich mich vorbereitet habe, denn sie sind alle mündlich. Das hat viele Vorteile: Man kann zum Beispiel Dinge richtigstellen, wenn man missverstanden wird, und auch in gewissem Maße das Prüfungsgeschehen auf das lenken, was man weiß. Allerdings sind mündliche Prüfungen stark abhängig von der jeweiligen Tagesform aller Beteiligten und man kann sich nicht so viel Zeit zum Antworten nehmen. Ich brauche aber immer etwas länger, um mich in einer Frage sicher positionieren und eine gute Antwort geben zu können. Nach der Prüfung erfahren wir direkt unsere Note. Im schlimmsten Fall wird man also stark demotiviert für die nächste Prüfung, ein positives Feedback dagegen könnte wiederum ein Ansporn sein. Ihr seht: Alles hat letztlich ein Für und Wider.
Dabei versuche ich nicht aus den Augen zu verlieren, dass es sich hier eigentlich um schöne Dinge handelt. Es fällt mir zwar schwer, Umzug und Examen gleichzeitig zu stemmen. Aber wenn alles gut geht, werde ich bereits am 27. April um etwa 10 Uhr morgens der glücklichste Mensch auf dieser Welt sein!

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