interaktiv

Die Lehrer von morgen

Guten Morgen, Berlin!

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

20.03.2018

Nach dem Lernmarathon im Januar und Februar brauchte ich erst einmal eine Pause. Und wie kann man sich besser vom Stress erholen, als wegzufahren? Für die letzte Februarwoche war daher Urlaub angesagt – oder zumindest so etwas ähnliches. Seit zweieinhalb Jahren trete ich regelmäßig auf Poetry Slams auf und habe dabei im September in Koblenz JoPa aus Berlin kennengelernt. JoPa organisierte nun selbst einen Slam und so kam ich dazu, in Berlin zu slammen.
An drei Abenden stand ich auf der Bühne – mit unterschiedlichem Erfolg. Bei den ersten beiden Slams schied ich schon in der Vorrunde aus, beim letzten Slam gewann ich für mich vollkommen überraschend. Vor und nach den Auftritten konnte ich mich bestens mit den anderen Wortkünstlern austauschen. An einem Abend machte ich zum Beispiel mit einigen von ihnen einen Ausflug in die Berliner Nachtszene, bei dem ich mich auf der Karaokebühne einer Schwulenbar wiederfand und von der moderierenden Dragqueen die Rückmeldung bekam, sie hätte noch nie jemanden Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“ mit so viel Pathos singen hören wie mich.
Nach meiner Mini-Slamtour traf ich mich noch mit meiner Bonner Freundin Pia, die ebenfalls ein Wochenende in Berlin verbrachte. Mit ihr besuchte ich Museen, erkundete Hipster-Restaurants und war trotz Minusgraden erstaunlich viel zu Fuß unterwegs.
Ich bin unglaublich gerne in der Hauptstadt und habe mich sehr gefreut, ihr nach über einem Jahr mal wieder einen Besuch abstatten zu können. Zu Hause geht es jetzt wieder los mit dem Ernst des Lebens: Meine Hausarbeit ist morgen fällig und in zwei Wochen schreibe ich meine Nachklausur für Analysis III. Zum Glück hatte ich in meinem Kurzurlaub Zeit zum Nichtstun und habe erstaunlich wenig an den kommenden Stress gedacht, sodass ich jetzt gut erholt in den Lernendspurt starten kann.

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