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Die Lehrer von morgen

Leistungsdruck

Jeder kennt wohl dieses Gefühl, wenn alles zu viel wird. Wenn man sich nach Langeweile sehnt und am liebsten alles über den Haufen werfen möchte, um das zu tun, was einem Spaß macht, und endlich wieder Gelassenheit und Ruhe zu spüren.
Studieren wird von vielen nicht mit Leistungsdruck in Verbindung gebracht – eher mit viel Freizeit, Partys und entspannten Nachmittagen. Dennoch komme ich oft an meine Grenzen. Ich quäle mich manchmal in die Uni und muss mich ständig zur Nachbereitung der Veranstaltungen aufraffen. Hausaufgaben reihen sich aneinander und die vorzubereitende Literatur erscheint ständig auf meinem Bildschirm.
Darüber hinaus helfe ich im Sommer beispielsweise auf Dorffesten aus, was auch viel Zeit schluckt. Ich gebe nun zudem einem Mädchen jeden Donnerstag Nachhilfe, bereite das Tutorium für Religion vor und springe ab und zu als Jobberin bei der Post ein. Ich habe einen straffen Wochenplan und versuche dennoch, jeden Termin vorbereitet und pflichtbewusst wahrzunehmen.
Meine Freundschaften leiden darunter. Ich bin angespannt und mit dem Kopf meistens ganz woanders. Oftmals habe ich auch das Gefühl, dass sie mich immer seltener ansprechen. Die Distanz zwischen uns macht es nicht leichter.
Ich hoffe dieser Druck lässt im Lauf des Semesters nach und ich gewinne wieder mehr Freude am Studieren. Im Moment zeigen sich mir allerdings immer häufiger die Schattenseiten ...

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 22, 2018

Die Lehrer von morgen

Experimente im Biologieunterricht

Experimente und Versuche waren für mich früher die Highlights des Biologieunterrichts. Leider kamen diese oft zu kurz und der Schulstoff blieb abstrakt. Der Lehrstuhl für Biologiedidaktik an der Universität Würzburg möchte dies ändern. Ich besuche derzeit ein Seminar, das sich um Arbeitstechniken und Schulversuche dreht. Wir behandeln verschiedene Themenschwerpunkte und probieren uns an passenden Experimenten oder Versuchen aus.
Dabei ist es wichtig, den Unterschied zwischen diesen Methoden zu kennen: Bei einem Experiment soll eine vom Lehrer vorgegebene These überprüft werden, indem Faktoren verändert und variiert werden. Zudem gibt es eine Kontrollgruppe. Bei einem Versuch hingegen bleiben die Faktoren gleich, denn das Ergebnis ist nicht von vornherein klar, sondern wird durch Beobachtung erhoben.
Ein Thema in meinem Seminar war beispielsweise die Atmung. Es wurden Experimente und Versuche zur Zwerchfellatmung, zur Rippenatmung, zum Brustfell oder zur Bestimmung des Atemvolumens vorgestellt. Vor der Durchführung stellten wir Vermutungen auf, beobachten dann und deuteten danach, ob das Experiment beziehungsweise der Versuch für den Unterricht geeignet wäre oder nicht. Beachtet werden müssen Aufwand, Zeit und Nutzen.
Ich gehe gerne zu diesem Seminar, denn als angehende Lehrerin bin schon jetzt sicherer mit und offener gegenüber Experimenten und Versuchen im Unterricht geworden. Zudem kristallisieren sich besonders geeignete Schulversuche heraus, die sich gut im Unterricht umsetzen lassen. Ich erkenne, wie wichtig es ist, nicht nur reines Wissen zu vermitteln, sondern auch dessen Anwendung aufzuzeigen. Alles in allem ist das Seminar praxisnah, was im theoretischen Studium oft zu kurz kommt.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 14, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 14, 2018

Die Lehrer von morgen

Nostalgie im Kinderzimmer

Die neue Stelle meines Vaters rief in der ganzen Familie ambivalente Gefühle hervor. Während meine Mutter konstant an seiner Seite stand, durchlief mein Vater alle Phasen von generellen Zweifeln („Will ich diesen Job wirklich?“) über Selbstzweifel („War mein Auftritt im Vorstellungsgespräch gut genug?“) bis zu Überzeugung („Es fühlt sich richtig an“). Mein Bruder – seit Kurzem volljährig – wollte nicht mit umziehen und sucht sich nun lieber in Mettmann eine eigene Wohnung. Meine Schwester bestärkte meine Eltern in ihrem Vorhaben, hatte aber gleichzeitig gemischte Gefühle, da ihre beste Freundin derzeit noch direkt gegenüber von uns wohnt – der Umzug bedeutet definitiv eine große Veränderung für sie.
Und ich? Keine Ahnung ... Ich empfand nur Stress, weil der Umzug bedeuten würde, dass ich meine Semesterferien damit verbringen würde, all den Kram in meinem alten Kinderzimmer zu sortieren.
Und so kam es dann auch: Nach einer Woche in Berlin lautete meine Devise: einpacken oder wegschmeißen. Besonders beim Durchgehen der alten Schulsachen kamen viele Erinnerungen hoch: Zettelchen, die im Unterricht geschrieben wurden mit tiefschürfenden Diskussionen, zum Beispiel über Jungs, in die man gerade verliebt war oder die gerade in einen verliebt waren. Die seit der 8. Klasse sorgfältig notierten witzigen Aussprüche von Lehrern und Schülern. Aufsätze aus der Unterstufe, als mein Weltbild noch etwas einseitiger war als heute. Dazu kamen noch unzählige Bücher und viele andere Dinge, die mich sehr nostalgisch werden ließen.
Und dann war es tatsächlich soweit: Mein altes Zimmer war leer, alle Kisten wahlweise in Bonn oder bei meinen Eltern im Keller untergebracht. Ein letztes Mal saß ich mit meiner Familie im verwaisten Wohnzimmer und aß Spinatpizza, das war dann das Ende unserer Zeit in Mettmann. Als ich abends in der Bahn nach Bonn saß, spürte ich dann doch eine Emotion: Erleichterung. In der alten Stadt sind viele Dinge passiert, die ich lieber vergessen würde; klar, auch ebenso viele gute, doch die verbinde ich eher mit Menschen, die es ja trotzdem noch gibt. Der Auszug aus der Kindheitsheimat ist ein Schritt ohne Altlasten in Richtung Zukunft – und das fühlt sich verdammt gut an.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 14, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 14, 2018