interaktiv

Die Lehrer von morgen

Experimente im Biologieunterricht

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

14.05.2018

Experimente und Versuche waren für mich früher die Highlights des Biologieunterrichts. Leider kamen diese oft zu kurz und der Schulstoff blieb abstrakt. Der Lehrstuhl für Biologiedidaktik an der Universität Würzburg möchte dies ändern. Ich besuche derzeit ein Seminar, das sich um Arbeitstechniken und Schulversuche dreht. Wir behandeln verschiedene Themenschwerpunkte und probieren uns an passenden Experimenten oder Versuchen aus.
Dabei ist es wichtig, den Unterschied zwischen diesen Methoden zu kennen: Bei einem Experiment soll eine vom Lehrer vorgegebene These überprüft werden, indem Faktoren verändert und variiert werden. Zudem gibt es eine Kontrollgruppe. Bei einem Versuch hingegen bleiben die Faktoren gleich, denn das Ergebnis ist nicht von vornherein klar, sondern wird durch Beobachtung erhoben.
Ein Thema in meinem Seminar war beispielsweise die Atmung. Es wurden Experimente und Versuche zur Zwerchfellatmung, zur Rippenatmung, zum Brustfell oder zur Bestimmung des Atemvolumens vorgestellt. Vor der Durchführung stellten wir Vermutungen auf, beobachten dann und deuteten danach, ob das Experiment beziehungsweise der Versuch für den Unterricht geeignet wäre oder nicht. Beachtet werden müssen Aufwand, Zeit und Nutzen.
Ich gehe gerne zu diesem Seminar, denn als angehende Lehrerin bin schon jetzt sicherer mit und offener gegenüber Experimenten und Versuchen im Unterricht geworden. Zudem kristallisieren sich besonders geeignete Schulversuche heraus, die sich gut im Unterricht umsetzen lassen. Ich erkenne, wie wichtig es ist, nicht nur reines Wissen zu vermitteln, sondern auch dessen Anwendung aufzuzeigen. Alles in allem ist das Seminar praxisnah, was im theoretischen Studium oft zu kurz kommt.

Diesen Artikel teilen