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Die Lehrer von morgen

Wunschzettel schreiben - Teil 1

Für mich als angehende Lehrerin wird es dieses Semester ernst, denn die Vorbereitungen für das Praxissemester beginnen. Anders als beim Eignungs- und Orientierungspraktikum kann ich mir die Schule, an der ich im Wintersemester hospitieren, forschen und hoffentlich auch selbst unterrichten werde, nicht selbst aussuchen und mich dort formlos bewerben. Stattdessen gibt es eine Website, auf der wir alle für uns infrage kommenden Schulen je nach Priorität auflisten können. Auf Basis dessen wird dann ein Algorithmus versuchen, möglichst viele Wünsche der Studierenden zu berücksichtigen.
Diese Wunschliste zu erstellen fand ich gar nicht so einfach. Da bestimmte Schulen aufgrund ihrer innenstadtnahen Lage begehrter sind, hat man sie in verschiedene Ortsgruppen eingeteilt: Gruppe 4 ist innenstadtnah, Gruppe 3 etwas weiter außerhalb, aber noch zentral, Gruppe 2 weiter außerhalb und Gruppe 1 die dezentralste. Bei der Wahl der Schulen müssen Gruppe 1 und 2 stärker vertreten sein als Gruppe 3 und 4.
Nach einer Sichtung aller Schulen fielen für mich aber alle Schulen aus Gruppe 1 raus. Ein möglichst kurzer Weg zur Schule ist mir wichtig, da Pendeln viel Stress bedeutet, den ich gerade bei einem solch präsenzintensiven Semester so gut es geht vermeiden möchte. Eine Schule aus Gruppe 3 wurde mir im Begleitseminar der Bildungswissenschaften (BiWi) angepriesen, da diese Dyskalkulieförderung als Projektarbeit anbietet, und ich meine Projektarbeit in BiWi gerne mit Mathe verknüpfen würde. Abgesehen davon war ich unsicher, welche Schulen ich auswählen sollte und zögerte diese Entscheidung erst einmal ein paar Tage hinaus, um einen Tag vor Abgabe panisch zu werden und alle Schulen zu googeln …

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 24, 2018

Die Lehrer von morgen

Leistungsdruck

Jeder kennt wohl dieses Gefühl, wenn alles zu viel wird. Wenn man sich nach Langeweile sehnt und am liebsten alles über den Haufen werfen möchte, um das zu tun, was einem Spaß macht, und endlich wieder Gelassenheit und Ruhe zu spüren.
Studieren wird von vielen nicht mit Leistungsdruck in Verbindung gebracht – eher mit viel Freizeit, Partys und entspannten Nachmittagen. Dennoch komme ich oft an meine Grenzen. Ich quäle mich manchmal in die Uni und muss mich ständig zur Nachbereitung der Veranstaltungen aufraffen. Hausaufgaben reihen sich aneinander und die vorzubereitende Literatur erscheint ständig auf meinem Bildschirm.
Darüber hinaus helfe ich im Sommer beispielsweise auf Dorffesten aus, was auch viel Zeit schluckt. Ich gebe nun zudem einem Mädchen jeden Donnerstag Nachhilfe, bereite das Tutorium für Religion vor und springe ab und zu als Jobberin bei der Post ein. Ich habe einen straffen Wochenplan und versuche dennoch, jeden Termin vorbereitet und pflichtbewusst wahrzunehmen.
Meine Freundschaften leiden darunter. Ich bin angespannt und mit dem Kopf meistens ganz woanders. Oftmals habe ich auch das Gefühl, dass sie mich immer seltener ansprechen. Die Distanz zwischen uns macht es nicht leichter.
Ich hoffe dieser Druck lässt im Lauf des Semesters nach und ich gewinne wieder mehr Freude am Studieren. Im Moment zeigen sich mir allerdings immer häufiger die Schattenseiten ...

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 22, 2018

Die Lehrer von morgen

Experimente im Biologieunterricht

Experimente und Versuche waren für mich früher die Highlights des Biologieunterrichts. Leider kamen diese oft zu kurz und der Schulstoff blieb abstrakt. Der Lehrstuhl für Biologiedidaktik an der Universität Würzburg möchte dies ändern. Ich besuche derzeit ein Seminar, das sich um Arbeitstechniken und Schulversuche dreht. Wir behandeln verschiedene Themenschwerpunkte und probieren uns an passenden Experimenten oder Versuchen aus.
Dabei ist es wichtig, den Unterschied zwischen diesen Methoden zu kennen: Bei einem Experiment soll eine vom Lehrer vorgegebene These überprüft werden, indem Faktoren verändert und variiert werden. Zudem gibt es eine Kontrollgruppe. Bei einem Versuch hingegen bleiben die Faktoren gleich, denn das Ergebnis ist nicht von vornherein klar, sondern wird durch Beobachtung erhoben.
Ein Thema in meinem Seminar war beispielsweise die Atmung. Es wurden Experimente und Versuche zur Zwerchfellatmung, zur Rippenatmung, zum Brustfell oder zur Bestimmung des Atemvolumens vorgestellt. Vor der Durchführung stellten wir Vermutungen auf, beobachten dann und deuteten danach, ob das Experiment beziehungsweise der Versuch für den Unterricht geeignet wäre oder nicht. Beachtet werden müssen Aufwand, Zeit und Nutzen.
Ich gehe gerne zu diesem Seminar, denn als angehende Lehrerin bin schon jetzt sicherer mit und offener gegenüber Experimenten und Versuchen im Unterricht geworden. Zudem kristallisieren sich besonders geeignete Schulversuche heraus, die sich gut im Unterricht umsetzen lassen. Ich erkenne, wie wichtig es ist, nicht nur reines Wissen zu vermitteln, sondern auch dessen Anwendung aufzuzeigen. Alles in allem ist das Seminar praxisnah, was im theoretischen Studium oft zu kurz kommt.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 14, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 14, 2018